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Tunesien - 2001

Wo geht's denn hier nach Tataouine?

Freitag, 4. Mai

An unserem 1. Urlaubstag klingelt der Wecker schon 6.15 Uhr. Wir wollen es heute bis in die Schweiz zu unseren Reisemobilfreunden Barbara und Res im Glanertal schaffen. Ohne Probleme erreichen wir um 15.00 Uhr unsere schweizer Freunde. Doch die sind noch nicht zu Hause. So machen wir eine Kaffeepause vor ihrem Haus. Kurze Zeit darauf sind beide mit dem PKW da, Res aus der Schule und Barbara vom Schwimmen und Einkaufen. Wir beschließen nach der langen Fahrt noch einen Spaziergang um den Stausee im Klöntal zu machen. Wanderstiefel an und los. Im Klöntal gibt es auf der einen Seite des Stausees einen schön angelegten Campingplatz. Die Jahresplätze hier werden von Generation zu Generation weitergeben. Es gibt Uferplätze die steil und die sanft zum Wasser abfallen, also auch für Familien mit kleinen Kindern geeignet. An seiner tiefsten Stelle ist der Stausee 250 m tief. Der Weg um den Stausee beträgt gut 2 Stunden. Wir müssen vorzeitig umkehren, da mehrere noch nicht geräumte Lawinen den Weg versperren. Mit dem PKW fahren wir noch zu einer Art „Schullandheim“ wo Res jedes Jahr mit seinen Schülern eine Woche in totaler Einsamkeit verbringt. Nach einem gemeinsamen Essen in einem Restaurant (Forelle auf dreierlei Art) sitzen wir im alten Holz-Wohnhaus unser Freunde noch lange zusammen und reden über unseren bevorstehenden Tunesienurlaub.

Sonnabend, 5. Mai

Gemeinsames Frühstück und Abfahrt um 9.15 Uhr. Die Straßen sind frei, aber die Auffahrt zum Pass San Bernhardino zieht sich. Nach dem Tunnel ist das Gebirge wolkenverhangen, erst ab Lugano wird das Wetter besser. An der 1. Autobahnzahlstelle haben wir Probleme, da wir nicht mit ital Lire bezahlen können. Man will nur Lire und hier kann man nicht mit Karte bezahlen, so bezahlen wir in DM und bekommen Lire als Wechselgeld. An der nächsten Zahlstelle sind wir schlauer und nehmen den Kartenübergang, doch die Schranke will sich nicht öffnen. Zurücksetzen unmöglich, denn hinter uns hat sich eine lange Warteschlange gebildet und die Anweisungen auf italienisch verstehen wir nicht. Aus Verzweiflung drücken wir den roten Knopf – die Schranke öffnet sich und gibt den Weg frei. Auch bei der letzten Zahlstelle gibt’s Kartenprobleme. Etwas genervt erreichen wir um 16.00Uhr den Hafen von Genua, die Zeit ist knapp. Die Ausschilderung für die Fähre Richtung Tunis ist gut und wir werden sofort in die Warteschlange eingewiesen. Unsere Fähre hatten wirschon im Febr. beim ADAC gebucht. Die uns überreichten Einreiseformulare können wir gar nicht so schnell ausfüllen, schon geht es aufs Schiff. Wir packen unsere Tasche für die Kabine, denn die Überfahrt soll 22 Stunden dauern. Unser Domizil für eine Nacht ist eine 4-Bett Außenkabine, die wir für uns Zwei gebucht haben, auf Deck 5. Auf dem Oberdeck erwarten wir das Auslaufen der Fähre. Um 17.15 Uhr legt sie nach tunes. Zeit (1 Std. Zeitvorstellung) ab. Wir sehen uns das Schiff an. Es gibt 3 Restaurants: im á la carte Restaurant muss man reservieren (die ausgehängten Preise in FF erschrecken uns etwas), das Büfett Restaurant und das SB-Restaurant. Wir entschließen uns für SB, hier stehen die meisten Personen. Wir bezahlen umgerechnet DM 30.00 für zwei Personen, Wechselgeld gibt es in FF. Danach suchen wir unsere Kabine auf um noch etwas zu lesen, auf dem Schiff ist es sehr ruhig.

Sonntag, 6. Mai

Schon früh wachen wir auf, denn die Sonne scheint durch unser Fenster, rechter Hand fahren wir an Sardinien vorbei. Um 7 Uhr gibt es Frühstück, einfaches Frühstück FF 12 pro Person. Schon beim Frühstück fällt uns auf, dass das Schiff ganz schön schaukelt. Auch wir bekommen auf dem Flur den echten Seemannsgang. Wir vertreiben uns die Zeit mit Lesen in unserer Kabine, bis das gute Wetter uns auf die Außendecks lockt. Doch nur an wenigen Stellen lässt es sich aushalten, der Wind bläst recht stürmisch. Wir erledigen die Einreiseformalitäten, leider haben wir den Kfz-Schein im Auto vergessen. So müssen wir dieses Formular im Hafen ausfüllen. Mittagessen im SB-Restaurant gegen 12.30 Uhr mit ähnlichen Gerichten wie am Vorabend. Gegen 15.00 Uhr sehen wir schon die Küste von Tunesien. Die Reisenden werden per Lautsprecher aufgefordert die Kabinen zu verlassen, man will sie schon reinigen. Das Autodeck wird erst ½ Stunde vor dem Einlaufen geöffnet, so warten wir und die vielen anderen Fahrgäste mit unserem Gepäck auf dem Oberdeck. Pünktlich um 16.00 Uhr verlassen wir die Fähre. Wir müssen uns aber noch mit Formalitäten zwecks Einführung des Kfzs rumschlagen, ansonsten hätten wir sofort ausreisen dürfen. Alle Beamten sind sehr nett, doch jeder ist nur für eine Sache zuständig. So trägt z.B. der eine nur im Pass das Fahrzeug ein, während ein anderer am PC (mit 2Finger-Suchsystem) die Fahrzeugdaten eingibt und ausdruckt. Beim Verlassen des Zolls erhalten wir eine Kopie. Nun machen wir uns erst einmal mit dem Land vertraut. Wir fahren in die Hauptstadt Tunis, die Hauptstraße einmal rauf und runter, es wird viel gebaut. Danach nehmen wir die Schnellstraße nach Karthago, hier gibt es römische Ausgrabungsstätten. Weil wir schon spät dran sind, fahren wir gleich weiter in die Künstlerstadt am Meer nach Sidi Bou Said. Es ist Wochenende und viele junge Leute aus Tunis nutzen die Zeit für einen Ausflug ins nahe Sidi Bou Said mit dem Auto. Man trinkt Tee, flaniert durch malerische Straßen und trifft Freunde. So ist der große Parkplatz im Zentrum den wir ansteuern besetzt. Man winkt uns weiter und durch die engen Einbahnstraßen verlassen wird die alte Innenstadt. Fast wären wir nicht rausgekommen, denn durch die vielen Falschparker (schon mit Radkralle), war die ohnehin enge Straße noch schmaler. Vorspringende Hausmauern und Stände von Geschäften ließen die Fahrt zum Abenteuer werden. Schade, kein Foto. Etwas außerhalb fand sich für unser Reisemobil ein Parkplatz. Obwohl wir erst gegen 18.00 Uhr eintrafen herrschte noch reges Treiben. Zuerst besuchen wir ein kleines privates Museum, mit Wohnungseinrichtungen Anfang des 20. Jahrhunderts. Von der Aussichtsterrasse im 1. Stock hat man einen schönen Blick über die Stadt und Meeresbucht. Wir gehen durch die schöne Altstadt und trinken im berühmten Café des Nattes einen „The de mintes „(mit Pinienkernen DM 4.50). Jetzt wird es schnell dunkel, gegen 20.00 Uhr kommen wir in Karthago an. Es gibt keinen Campinglatz und so übernachten wir vor dem alten Theater auf dem Parkplatz. Morgen wollen wir uns die röm. Ausgrabungsstätten ansehen.

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Montag, 7. Mai

Ruhig und gut geschlafen. Wetter bedeckt und 17°C. Zuerst sehen wir uns die Reste vom röm Theater an, man hat es neu aufgebaut und im Sommer finden hier Festspiele statt. Zu Fuß erreichen wir den Byrsa Hügel mit der ehemaligen St. Louis Kathedrale. Da sie in Privatbesitz ist, müssen wir separaten Eintritt zahlen. Das Museum zu dem wir wollen liegt gleich nebenan. Mit einer Sammeleintrittskarte haben wir Zugang zu allen Museumseinrichtungen in Karthago. Das Punische Viertel (die 1. Bewohner Karthagos lebten ca. 200 Jahre v.Chr.), danach stand es unter röm. Herrschaft. Die berühmten Antonius-Pius-Thermen wurden schon 150 Jahre v.Chr. in unvergleichlicher Lage am Meer entrichtet Um sich ein Bild der Thermenanlage zu machen hat man eine 20 m hohe Säule wieder errichtet. Solche Säulen stützen die 30 m hohe Kuppel des 1000 qm großen Frigidariums (Kaltwasserbecken). Um dieses gruppierten sich Räume für sportliche Übungen, Schwitz- und Ruheräume. Die Römer wußten schon damals zu leben! Von der zweistöckigen Badeanlage hatte man einen phantastischen Blick auf den Golf von Tunis. Leider dürfen wir nicht alles fotografieren, denn gleich nebenan befindet sich der Präsidentenpalast. Das Militär beobachtet alles sehr genau. Schräg gegenüber der Thermen steht im Park der röm. Villen noch ein vorbildlich restaur. Herrenhaus mit aufwendigen Mosaiken. Mit dem Auto fahren wir zu den punischen Häfen. Das waren zwei große Hafenbecken die später auch den Römern als Kriegs- und Handelshafen dienten. Unweit der Häfen liegt Tophet, hier sollen die männlichen Erstgeborenen dem Stadtgott Baal Hammon geopfert worden sein. In einer kleinen Seitenstraße kaufen wir ein: Brot, Salat und Orangen. In einem kleinen Schnellimbiß erstehen wir belegte Baguettes für umgerechnet DM 1.50 das Stück- unser heutiges Mittagessen. Heute wollen wir noch zum Cape Serrate fahren, einem Geheimtipp für einen schönen Stellplatz am Meer. Wir nehmen die G8 Richtung Bizerte, dann die 69 zur G7. Es regnet und der braune Schlamm der Straße bespritzt unser Auto über und über. Nach Sejenane nehmen wir den Abzweig zum Cap Serrat. In unserem Reisebericht ist er als unwegsam beschrieben, inzwischen ist er asphaltiert. Angekommen, sind wir etwas enttäuscht, denn der Parkplatz unter den Bäumen ist aufgeweicht und durch den Abfall der letzten Gäste verschmutzt. Die kleinen, einfachen Fischrestaurants sind noch nicht geöffnet, es ist noch nicht Saison. Außer ein paar Jugendlichen, die es sich in einer Hütte in Strandnähe bequem gemacht haben, sind wir die einzigen Gäste. Wir machen einen langen Spaziergang am schönen Strand. Während ich koche, erkundet Peter das Gelände in anderer Richtung. Wir beschließen einen Ruhetag einzulegen.


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Dienstag, 8.Mai

Das Wetter ist bewölkt und wir sehen am Strand Fischer mit ihren Booten. Peter kauft für uns eine Portion für TD 5 (1 TD= DM1.60), die wollen wir am Abend grillen. Nach dem Frühstück ziehen wir unsere Wanderstiefel an und gehen den schmalen Klettersteig über die Felsen am Wasser entlang. Irgendwann wird es zu unwegsam und wir drehen um. Inzwischen ist die Sonne da. Schnell sind die Badesachen für einen Strandbesuch zusammengepackt. Für ein Bad ist uns das Wasser zu frisch, aber für die Füße reicht es. Wir lesen und faulenzen. Der Bauer unweit unseres Stellplatzes hat seine Kuhherde an den Strand getrieben. Luftveränderung auch für Kühe? Am Nachmittag marschieren wir zurück. Inzwischen sind drei weitere Reisemobile eingetroffen- Franzosen. Kaffee im Wind vor dem Wohnmobil. Wir sehen uns die noch verlassenen Restaurants an, wirklich sehr einfach. Abends grillen wir die kleinen Fische. Es sind drei verschiedene Sorten, insgesamt 6 Stück. Ein kleiner Junge vom Bauernhof schenkt uns Eier, wir bezahlen mit Kaugummi und einem Dosengetränk. Später kommt er nochmals und gibt uns zu verstehen, daß er für seine Schwester auch Kaugummi haben möchte.

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Mittwoch , 9.Mai

Die Franzosen sind schon ganz früh abgereist. Wir verlassen den Platz gegen 8 Uhr und nehmen die Nebenstrecke 51 über Temra Richtung Tabarka. Zuerst ist die Strecke noch asphaltiert, danach besteht sie nur noch aus Schottersteinen und Schlaglöchern. In Nefza ist Markttag. Wir können in einer Bank auch gleich Geld umtauschen und nehmen viele kleine Scheine. Auf dem Markt gibt es alles zu kaufen was in Haus und Garten benötigt wird, sogar lebende Tiere. Um einige Stände scharren sich die Menschen nur so, es handelt sich um Berge von alten, getragenen Kleidungsstücken und Schuhen. Wahrscheinlich Altkleidersammlungen aus Deutschland. Wir kaufen Brot, Erdbeeren und Paprika. In Tabarka fahren wir auf die Festung und wollen diese auch besteigen. Der Wärter erklärt uns, daß das nicht möglich ist, da oben das Militär sitzt. So steigen wir wieder hinab und sehen uns die Burg aus einer anderen Perspektive an. Als wir den Parkplatz verlassen sehen wir auch die Aiguilles, die ca. 25 m hohen Felsnadeln. Wir fahren die G7 südlich und machen im Gebirge eine Mittagsrast. Es stellt sich heraus, daß der Paprika sehr scharf ist, wahrscheinlich eine Sonderzüchtung. Gegen 14.00Uhr erreichen wir Bulla Regia. Auch hier gibt es röm. Ausgrabungen. Das Museum bietet nur einen ganz kleinen Einblick, dafür sind auf dem Freigelände noch teilweise sehr schöne Mosaiken vorhanden. Wegen der extremen Hitze des Medjerda-Tales im Sommer bauten die Römer die Untergeschosse ihrer Villen vertikal in die Erde. Einige dieser unterirdischen Geschosse mit ihren Mosaiken sind so gut erhalten, daß sie noch heute einen hervorragenden Eindruck von der Wohnkultur der Römer vermitteln, auch wenn die Obergeschosse gänzlich zerstört sind. Am besten hat uns der Palast der Amphitrite gefallen. Nicht weit von Bulla Regia liegt Chemtou, hier wurde bereits im 2. Jh. V.Chr. der Numider Marmor (gelb) abgebaut, er zählte zu den kostbarsten Baumaterialen der Antike. In den Marmorbrüchen schufteten Slawen, Strafgefangene und auch Christen unter unmenschlichen Bedingungen. Der begehrte Marmor mußte auf dem Landweg über ein 800 m hohes Gebirge nach Tabarka geschafft werden. Von dort auf dem Seeweg z.B. nach Rom. Heute kann man in den Steinbrüchen noch überall Spuren der Bearbeitung erkennen. Wir fahren weiter nach Taboursouk. Die Landschaft ist hügelig mit Weizenfeldern und vielen Blumen am Straßenrand. In T. such wir das Hotel Tugga(wo man mit dem Reisemobil für TD 15 die Nacht stehen kann. Leider gibt es nur wenige Campingplätze in Tunesien, es besteht aber die Möglichkeit bei größeren Hotels gegen Bezahlung auf dem Parkplatz zu übernachten. Wir essen im Hotelrestaurant zu Abend. Als wir nach dem Essen im Auto noch etwas in unserer Reiselektüre lesen wollen werden wir von Jugendlichen mit laut aufgedrehter Musik aus ihren Autos gestört. Wahrscheinlich wollen sie in der Hotelbar den Sieg ihres Fußballvereins feiern. Fast wollen wir uns um 22.oo Uhr beschweren, da brausen die Fahrzeuge ab. Außer Hundegebell ist jetzt Ruhe.


Mittwoch , 9.Mai

Die Franzosen sind schon ganz früh abgereist. Wir verlassen den Platz gegen 8 Uhr und nehmen die Nebenstrecke 51 über Temra Richtung Tabarka. Zuerst ist die Strecke noch asphaltiert, danach besteht sie nur noch aus Schottersteinen und Schlaglöchern. In Nefza ist Markttag. Wir können in einer Bank auch gleich Geld umtauschen und nehmen viele kleine Scheine. Auf dem Markt gibt es alles zu kaufen was in Haus und Garten benötigt wird, sogar lebende Tiere. Um einige Stände scharren sich die Menschen nur so, es handelt sich um Berge von alten, getragenen Kleidungsstücken und Schuhen. Wahrscheinlich Altkleidersammlungen aus Deutschland. Wir kaufen Brot, Erdbeeren und Paprika. In Tabarka fahren wir auf die Festung und wollen diese auch besteigen. Der Wärter erklärt uns, daß das nicht möglich ist, da oben das Militär sitzt. So steigen wir wieder hinab und sehen uns die Burg aus einer anderen Perspektive an. Als wir den Parkplatz verlassen sehen wir auch die Aiguilles, die ca. 25 m hohen Felsnadeln. Wir fahren die G7 südlich und machen im Gebirge eine Mittagsrast. Es stellt sich heraus, daß der Paprika sehr scharf ist, wahrscheinlich eine Sonderzüchtung. Gegen 14.00Uhr erreichen wir Bulla Regia. Auch hier gibt es röm. Ausgrabungen. Das Museum bietet nur einen ganz kleinen Einblick, dafür sind auf dem Freigelände noch teilweise sehr schöne Mosaiken vorhanden. Wegen der extremen Hitze des Medjerda-Tales im Sommer bauten die Römer die Untergeschosse ihrer Villen vertikal in die Erde. Einige dieser unterirdischen Geschosse mit ihren Mosaiken sind so gut erhalten, daß sie noch heute einen hervorragenden Eindruck von der Wohnkultur der Römer vermitteln, auch wenn die Obergeschosse gänzlich zerstört sind. Am besten hat uns der Palast der Amphitrite gefallen. Nicht weit von Bulla Regia liegt Chemtou, hier wurde bereits im 2. Jh. V.Chr. der Numider Marmor (gelb) abgebaut, er zählte zu den kostbarsten Baumaterialen der Antike. In den Marmorbrüchen schufteten Slawen, Strafgefangene und auch Christen unter unmenschlichen Bedingungen. Der begehrte Marmor mußte auf dem Landweg über ein 800 m hohes Gebirge nach Tabarka geschafft werden. Von dort auf dem Seeweg z.B. nach Rom. Heute kann man in den Steinbrüchen noch überall Spuren der Bearbeitung erkennen. Wir fahren weiter nach Taboursouk. Die Landschaft ist hügelig mit Weizenfeldern und vielen Blumen am Straßenrand. In T. such wir das Hotel Tugga(wo man mit dem Reisemobil für TD 15 die Nacht stehen kann. Leider gibt es nur wenige Campingplätze in Tunesien, es besteht aber die Möglichkeit bei größeren Hotels gegen Bezahlung auf dem Parkplatz zu übernachten. Wir essen im Hotelrestaurant zu Abend. Als wir nach dem Essen im Auto noch etwas in unserer Reiselektüre lesen wollen werden wir von Jugendlichen mit laut aufgedrehter Musik aus ihren Autos gestört. Wahrscheinlich wollen sie in der Hotelbar den Sieg ihres Fußballvereins feiern. Fast wollen wir uns um 22.oo Uhr beschweren, da brausen die Fahrzeuge ab. Außer Hundegebell ist jetzt Ruhe.


Donnerstag, 10.Mai

Regen – wie kommt das? Diese Seite des Gebirges ist das regenreichste von Tunesien. Für den Wachsturm auf den Feldern wie: Getreide, Sonnenblumen, Tabak, Korkeichenwäldern und Wiesen ist dies erforderlich. Als wir in Dougga ankommen regnet es sehr heftig. Wir sind die einzigen Besucher. Wanderstiefel,. Anorak und Regenschirm haben wir parat. Dougga ist Tunesiens schönstes Ruinengelände. Hier lebten ab dem 2. Jh.v.Chr. punische Flüchtlinge aus dem zerstörten Karthago und ab Mitte des 1. Jh. auch die neuen römischen Herren. Gleich am Eingang erhebt sich das noch gut erhaltene Theater, das 3500 Zuschauern Platz bot. (Es wird auch heute noch für Aufführungen genutzt). Weiterhin sind das Portal vom Kapitolstempel, Grundrisse des Villenviertels mit Resten von schönen Mosaikböden, der Triumphbogen des Sep.Serverus und das Mausoleum gut erhalten. Wenn man bedenkt, daß das alles schon vor über 1900 Jahren geschaffen wurde, dann lebten unsere Vorfahren in Norddeutschland recht primitiv. Durch den Regen kamen die Mosaikmuster recht gut zur Geltung. Gegen Mittag fahren wir ins 60 km entfernte Le Kef. Hier soll am Donnerstag Markttag sein. Als wir ankommen, ist der Markt schon vorbei. Wir parken im Zentrum und steigen die vielen Stufen zur Bastei (Khasba) hinauf. Der „Türsteher“ zeigt uns die Gefängnisse und wir können auf eigene Faust die Burg besteigen. Man hat einen schönen Rundblick. Von oben fällt uns ein schönes, altes Gebäude mit Innenhof auf. Als wir beim Abstieg näherkommen, öffnet uns ein Wärter das Museum. Er versucht zwar viel in franz. Sprache zu erklären, doch wir verstehen nur wenig. Das volk. Museum welches ich gerne besuchen möchte hat noch bis 16.00 Uhr geschlossen. Die meisten Läden machen auch Mittagspause, so essen wir eine Kleinigkeit auf die Hand und nehmen etwas vom Bäcker für die Kaffeepause mit. Die Straße Richtung Kasserine wird durch die Straßenbauarbeiten immer schlechter. Zum Teil müssen wir unbefestigte Nebenstrecke fahren, wieder werden wir vom braunen Schlamm bespritzt. Die Gegend sieht nun etwas öde aus, wir befinden uns in der Zentraltunesischen Steppe. Hier wächst nur wenig, wie z.B. das Halfgras. Dieses Gras kann 7-10 Monate ohne Regen überstehen. Es wird zur Pappe und Papierherstellung benötigt und saisonmäßig 2-3 Monate im Jahr geerntet. Auch haben wir riesige „Ohrenkakteen“ Anpflanzungen gesehen. Was damit gemacht wird ist uns noch rätselhaft.
In Sbeitla befinden sich die Ruinen an der Hauptstraße und ein Stellplatz ist leider nicht in der Nähe. Im angrenzenden Hotel können wir für TD 10 über Nacht stehen. Da es noch früh (18.00 Uhr) ist, gehen wir die 2 km in die Medina zu Fuß. Hier sollen einige Restaurants sein. Wir finden auch ein kleines Familien-Restaurant und bestellen Schnitzel (Kalb) und Salat. Jeder bekommt 2 kleine Schnitzel, Pommes, reichlich Brot und Peter 2 x Salat. Wir bezahlen nur 1/3 von dem am Vortag und das Essen war sehr gut.


Freitag 11. Mai

Heftiger Regen. Wir mögen gar nicht aufstehen. Das Ruinengelände von Sbeitla (Sufetula) ist 1200 m lang und 500 m breit. Erst 1/3 der Anlage ist ausgegraben. Schön erhalten sind der Diokletiansbogen, die Winterthermen, das Tor des Antonius Pius mit dem Forum und die schon von weitem zu sehenden 3 kapitolischen Tempel. Aus christlicher Zeit gibt es in den Überresten der Vitaliskirche noch ein gut erhaltenes Taufbecken. In vielen Gebäuden befinden sich noch Überreste von gut erhaltenen Mosaikböden. Ein loses Steinchen ist 1x1x1 cm groß. Wieviel Zeit müssen die Handwerker zu damaliger Zeit mit den Arbeiten verbracht haben? Über Kasserine führt uns der Weg nach Gafsa. Unterwegs an der Straße Kali-Abbau im „Familienbetrieb“. In Gafsa scheint die Sonne. Wir sehen uns die 2 röm. Badebecken im Stadtzentrum an. Fahren dann weiter nach Lalla. Laut unserem Reiseführer soll des dort ein schön gelegenes Cafe geben, doch leider hat dieses noch nicht geöffnet. So müssen wir die ganze Strecke durch den kleinen Vorort wieder zurück. Bei den heftigen Regenfällen der letzten Tage ist viel braune Erde angeschwemmt worden. Die Straßen und Wege sind damit noch bedeckt, doch niemand scheint für die Beseitigung zuständig zu sein. Kein Café, somit machen wir uns selbst den Kaffee an der Straße nach Metlaoui. Von weitem sehen wir schon im nahen Gebirge Blitze und dunkle Wolken heranziehen. Dann bricht das Unwetter los. Von den Bergen läuft das Wasser mit großer Geschwindigkeit ins Tal. Wir können nur ganz langsam weiterfahren, denn an einigen Stellen ist die Straße kniehoch überflutet. An einer Furt, die jetzt ein tosender Bach ist, warten schon viele kleinere Pkws. Mit unserem großen Fahrzeug trauen wir uns durch die Furt, denn ein Nachlassen der Fluten ist nicht absehbar. Im Gegenteil, die Strömung nimmt zu. Mit Herzklopfen müssen wir gleich 2 x so eine Furt durchfahren. Schade, daß uns keine Zeit für ein Foto blieb. Auch in Metlaoui hat es heftig geregnet, in einer großen Pfütze am Straßenrand schwimmt die Wanne einer Schubkarre, die soll uns später noch als sehr nützlich erscheinen. Zuerst suchen wir den Bahnhof, denn morgen wollen wir mit dem Zug durch den Selja Canyon fahren. Mehrere Anläufe benötigen wir um den Bahnhof zu finden. Hier teilt man uns mit, daß erst am Sonntag der nächste Zug fährt. So „bunkern“ wir an einer Tankstelle Frischwasser und stellen unser Auto vor dem Bahnhof ab um im Ort eine Kleinigkeit zu essen. Wir finden ein kleines Restaurant, das Essen ist reichlich und gut. Der Wirt spricht sehr gut englisch, so können wir einiges erfahren, z.B. über den Kakteenanbau. Die Früchte sind sehr schmackhaft und die „Blätter“ dienen als Kamelnahrung, da sie sehr viel Wasser speichern können. Auch wird Medizin aus den Blättern gewonnen. Zu dem Wetter meint der Wirt: daß die Bauern froh sind über den vielen Regen der letzten Tage, denn in den letzten 3 Jahren hat es im Mai immer nur ganz wenig geregnet. Er berichtet, daß im Sommer viele Reisemobilfahrer (überwiegend Franzosen) bei ihm einkehren, sie machen organisierte Reisen. Den Rückweg treten wir im Dunkeln an, inzwischen hat es aufgehört zu regnen und es ist eine sternklare Nacht. Die tiefen Pfützen am Straßenrand müssen wir umwaten, in einer besonders tiefen dient uns die Wanne einer Schubkarre als Steighilfe. Der Übernachtungsplatz ist gut, aber durch die An- und Abfahrt der Züge recht laut.


Sonnabend, 12. Mai

Schon früh weckt mich der Muizin und der Frühzug. Um uns herum stehen Sammeltaxis deren Fahrer laut ihre Fahrziele ausrufen. Welch eine Freude, die Sonnen scheint!!! Im Ort ist Wochenmarkt, wir kaufen Gemüse ein. Danach fahren wir durch die Bergregion mit ihren Bergoasendörfern Mides, Tamerza und Chebika. Zuerst passieren wir das Phosphatgebiet nahe der algerischen Grenze. 15% des Export Tunesiens kommt aus dem Abbau. Das Gelände wirkt wie eine Mondkraterlandschaft. Dann wird die Landschaft durch das Gebirge mit den kleinen Oasen interessanter. Unser erstes Dorf ist Mides. Nach Überschwemmungen in den 60- und 90zigern wurde das alte Dorf von den Bewohnern verlassen und wenige Kilometer entfernt neu aufgebaut. Ein Führer bietet seine Dienste an uns das alte Dorf und den Canyon zu zeigen. Am Ortsrand stehen viele Jeeps mit Tages-Touristen aus den Badeorten Man nennt sie die 5-Minuten-Touristen. Nach einem „The du Menthe“ spazieren wir noch ein wenig in den Canyon. Inzwischen ist es sehr warm geworden. Tamerza liegt nur wenige Kilometer entfernt, vom neuen Hotel Tamerza Palace hat man einen schönen Blick auf die alte Stadt. Wir parken im Tal bei 3 anderen franz. Reisemobilen und ein Junge (ca. 16 Jahre) führt uns durch einen Palmenhain zum Wasserfall. Hier in Tunesien eine Attraktion, für uns ist er eher unbedeutend. Alleine hätten wir ihn nicht gefunden. Zurück beim Auto schenken wir ihm Schuhe von unseren schweizer Freunden, denn unserem Führer ist unterwegs der Riemen seiner Sandale gerissen. Er freut sich mächtig. Auf dem Parkplatz unserer letzten Bergoase, Chebika, erwarten uns schon viele Kinder. Sie fragen alle ankommenden Touristen nach „Stylo“ oder „Bonbon“. Sie schenken uns selbst gefertigte bunte Ketten aus Salzteig, aber wir sind hartnäckig und geben nichts. Es führt ein Rundweg vom neuen Ort zu einem Wasserfall und über den Berg mit dem verlassenen alten Ort zum Parkplatz zurück. In Tozeur besuchen wir den Markt und fragen in einer Reiseagentur nach dem Campingplatz. Ein junger Reiseführer, der gerade Feierabend hat, fährt mit uns und zeigt uns den Weg. Wir haben vor von Tozeur aus eine Ballonfahrt zu machen und er zeigt uns auch diese Agentur. Leider ist sie schon geschlossen, wir notieren uns noch schnell die Telefonnummer. Auf dem Campingplatz (10 TD pro Nacht) finden wir ein Plätzchen, die 3 franz. Reisemobile sind auch schon da. Wir telefonieren mit der Ballonagentur und buchen einen Flug für Sonntagabend, denn am Vormittag wollen wir mit dem Nostalgiezug „Lezard Rouge“ in den Gorges du Selja fahren. Abends spazieren wir noch Richtung Altstadt und essen Berberpizza. Eine Art dünner Brotteig mit scharfem Belag. –das zieht uns fast die Schuhe aus-. Im Hotelzentrum sehen wir uns nach Keramikschalen um. TD 30 sind uns entschieden zu teuer. Ich möchte 8 Schalen für meine Freundinnen zu Hause kaufen. Platz genug haben wir ja im Reisemobil. Abends im Reisemobil sehr warm.


Sonntag, 13. Mai

Schon früh brechen wir nach Metlaoui auf. Der Zug soll um 10.30 Uhr starten und wir wollen noch einen Platz im roten Salonwagen bekommen. Preis pro Person TD 20. Als wir 1 Std. vorher die Fahrkarten kaufen ist im Salonwagen schon alles besetzt. Pünktlich fährt der Zug (er ist fast ausgebucht) ab. In der Schlucht hält er für Fotostops 2-mal und fährt dann ohne Unterbrechung zum Ausgangspunkt zurück, Fahrtdauer insgesamt 2 Stunden. Wir haben Glück, denn bei der letzen Station sind die Fahrgäste aus dem roten Salon von ihren Jeeps abgeholt worden, so kommen wir auch den Fahrgenuß des roten Salons. Wir fahren wieder nach Tozeur zurück und machen mit unserem Auto eine Rundtour durch die Oasengärten. Besichtigen einen kleinen Zoo und den Paradiesgarten. Die Oasengärten sind in 3 Stufen angelegt. Unter den Palmen wachsen Obstbäume und darunter dann wieder Gemüse. Alles wird nach einem festen Plan bewässert. Es kann schon sein, daß ein Garten 6 Tage ohne Wasser ist. Dem Erfinder dieser Bewässerungsanlage hat man ein Denkmal errichtet. 80% der Plantagen gehören Großgrundbesitzern. Gegen 17.oo Uhr teilt uns das Ballonteam mit, daß wegen des starken Windes die Fahrt am Abend ausfällt. Wir verabreden uns für Montagmorgen. Falls die Fahrt stattfindet, will man uns per Handy um 4.30 Uhr benachrichtigen. So gehen wir in die Altstadt und feilschen in den Keramikgeschäften. Wir bezahlen pro Teller um die TD 10. Schwer bepackt treten wir zu Fuß den Heimweg an. Gegen 21.30 Uhr gehen wir zu einem Art „Disney Land“ nicht weit von unserem Campingplatz entfernt. Im 1. Teil, einem Privatmuseum, befinden sich Sammlungen und Einrichtungen eines besseren Wohnhauses des letzten Jahrhunderts. Im 2. Teil Märchenfiguren aus 1001 Nacht, ein Spiegelkabinett und eine Gespensterhöhle in einem wunderschön angelegten Garten. Alles kostet TD 5 pro Person Eintritt, nur den Tee im Innenhof für TD 3 finden wir ganz schön happig. Nachts müssen wir alle Fenster geöffnet halten, ist es sehr warm. Wir befinden uns am Rande der Salzwüste, dem Schott el Djerid.


Montag, 14. Mai

Immer noch starker Wind. Man hat uns zur Ballonfahrt nicht geweckt. So fahren wir nach Nefta. Von hier kommen die besten Datteln der Welt. Wir parken im Schatten der örtlichen Post und wechseln auch gleich Geld. Beim Gang zum Chofra-Viertel mit der Sidi Aslem Moschee und dem Cafe mit der schönen Aussicht treffen wir einen deutsch sprechenden Führer. Die Bezahlung (der Preis) bleibt uns überlassen. Er führt uns durch den Palmenhain (die Corbeille) und dann zur Moschee. Im Cafe trinken wir Tee und kaufen auch gleich die berühmten Datteln. Durch die Altstadt mit den schönen Torbögen und Ziegelmustern in den Mauern, in den engen Gassen ist es noch schattig, schlendern wir zum Souk. Es gibt nicht so viele Geschäfte, dafür viele Touristen in den Cafes am Markt. Zurück beim Auto sieht unsere Bezahlung folgendermaßen aus: TD 5 + 1 Pkt. Kaffe und 1 Bier. Die Führung dauerte 2 ½ Stunden. Auf dem Desert-Camping in El-Hammet machen wir eine längere Mittagspause. Der Platz ist groß und die sanitären Anlagen „pico-bello“. Schade, daß der Platz 8 km von Tozeur entfernt ist, hier wäre ein Roller angebracht. Gegen 15.00 Uhr starten wir über das Chott el Djerid nach Douz. Unterwegs sehen wir im Chott (Salzsee) eine Fata Morgana. Als wir näher kommen entpuppt sich die Luftspiegelung als ausgebrannter Autobus. Es ist dringend davon abzuraten die asphaltierte Straße zu verlassen, denn schon nach wenigen Metern kann man in den Sümpfen versinken. Erst spät am Nachmittag kommen wir in Douz an und haben wieder Probleme den Campingplatz zu finden. Jeder sagt etwas anderes. Übernachtung TD 12 die Nacht. Auf dem Platz stehen überwiegend Jeeps die diesen Platz als letzte Möglichkeit sich zu erfrischen nutzen, um dann weiter in die Wüste zu starten. Vom Campingplatz buchen wir für den nächsten Morgen einen Kamelaustritt in die Wüste. Abends essen wir in der Medina. Besonders gefällt uns der lustige Kellner, ein hellhäutiger Afrikaner. Er macht mit den Gästen so seine Späße.



Dienstag 15. Mai

Um 8 Uhr holt uns ein Taxi ab und bringt uns zu dem Platz an dem die Kamelritte in die Wüste stattfinden. Wir buchen für 2 Stunden, TD 40. Mohamed und Ali heißen unsere Kamele. Ein kleiner Junge hilft uns beim Aufsteigen und führt die Kamele auf die vorgelagerten Dünen. Danach beginnt so weit das Auge reicht die Wüste. Ich hatte mir die Führung etwas romantischer vorgestellt, z.B. einen Tuareg-Führer. Nach 1 Stunde läßt der Junge uns in den Dünen absteigen, wir sollen uns umschauen. Als wir nach einer kleinen Pause weiter wollen führt er uns zum Ausgangspunkt zurück. Scheinbar sagte das Zeitgefühl des Jungen, daß die Zeit (es waren nur 1 1/2Std.) vorbei sind. Das bestellte Taxi kommt mit Verspätung, so haben wir Zeit das Militär bei einem Kamel-Ausritt zu beobachten. Die Männer sitzen vor dem Höcker und haben die Füße auf den Hals gestützt, während wir mit unserem Sattel hinter dem Höcker saßen. Zurück am Platz gehen wir zum Einkaufen noch in die Medina. Wir kaufen unter anderem einen Vogelkäfig als Dekoration. Wir handeln ihn soweit hinunter, daß der eine Verkäufer uns zum Auto begleitet und die restlichen alten Schuhpaare als Draufgabe bekommt. Wir fahren ca. 100 km weiter nach Matmata, zu den Höhlenwohnungen. In Matmata gibt es noch die meisten bewohnten Trichterwohnungen. Diese Wohnungen wurden in den Berg gebaut, von oben ist der Innenhof offen. Um den Innenhof zweigen die Wohn-, Schlafräume und die Küche ab. Da die Wohnungen in den Berg gebaut sind, sind diese im Sommer herrlich kühl. Einige Höhlenwohnungen werden heute als Hotel und Restaurant benutzt, Hotelübernachtung TD 10 pro Person. Es gibt ein Höhlenmuseum und eine bewohnte Höhlenwohnung gegen Eintrittsgeld zu besichtigen. Heute haben die meisten Wohnungen schon Strom und TV. Am frühen Nachmittag sind wir mit unseren Besichtigungen in Matmata fertig und wollen durch das Dahar Gebirge nach Tataouine fahren. In unserer Reisebeschreibung geht ein Weg von Toujane, Metameur nach Medenine, dann eine Hauptstraße nach Tataouine. Gleich nach Matmata wird nach Bauarbeiten im Gebirge unsere Straße eine schmale Geröllstraße- eine Piste. Gleich am ersten Berg setzen wir auf. Gott sei Dank, dem Auto ist nichts passiert. An einer Weggabelung steht noch eine Höhlenwohnung hier erkundigen wir uns nach dem direkten Weg. Der Besitzer nennt uns eine andere Möglichkeit: 10 km Piste (auch für große Autos befahrbar) und dann ab Beni Khedache eine gute Asphaltstraße. Wir würden so eine Abkürzung fahren und gleich ohne Umwege in Tataouine ankommen. Also machen wir uns auf den Weg. Jetzt gibt es keine Ausschilderungen mehr und unser Weg führt durch ganz kleine Bergdörfer. Fragen wir die Einheimischen nach Beni K. so zeigen sie mal in die eine – mal in die andere Richtung. Wir haben es schon fast aufgegeben, dann endlich –mit einer Beschreibung in englisch- landen wir in Toujane. Hier haben wir endlich wieder Asphalt unter den Reifen. Die Landschaft in Dahar-Gebirge ist wild und romantisch: einspurige, schmale Wege, man weiß nie was sich hinter der nächsten Kurve verbirgt. Gegenverkehr darf es keinen geben, Wenden unmöglich. Unten im Tal verfahren wir uns nochmals und kommen 37 km nördlich von Medenine in Mareth an. Wieder einmal sind in unserer Karte keine Campingplätze verzeichnet, also müssen wir uns noch einen Übernachtungsplatz für die Nacht suchen. Im Ort Koutine (kurz vor Medenine) gibt es an der Straße viele Schnellrestaurants, unter anderem eins mit einem großen Parkplatz. Wir beschließen hier zu essen und nach einer Übernachtung auf dem Parkplatz zu fragen. Man heißt uns herzlich willkommen. Es gibt Grillkoteletts mit Salat, Brot und Fritten. Wir können draußen essen und es geht ein warmer Wind. Auch im Auto will es nicht abkühlen, obwohl wir alle Fenster geöffnet haben. Es wird schnell dunkel, aber auf der Straße herrscht noch recht viel LKW-Verkehr. Die ganze Nacht hören wir ein Schaf blöken, ob es schon weiß was ihm morgen bevorsteht?



Mittwoch 16.Mai

Wir haben schon um 8.00 Uhr 31°C Außentemperatur, das wird wohl unser heißester Tag werden. Heute wollen wir die Speicherburgen von Tataouine besichtigen. Auf dem Weg dorthin sehen wir vor den Schnellrestaurants geschlachtete Schafe hängen. Bei Bedarf wird das gewünschte Fleisch sofort auf den Grill gepackt, so hat man die Garantie für frisches Fleisch. Am Straßenrand stehen Männer und winken mit ihren Geldscheinen, sie zeigen auf große Kanister die neben ihnen aufgestellt sind. Handelt es sich hier um Verkaufsstände von Kraftstoff, der aus „angezapften Ölpipelines“ verkauft wird? Wir ziehen es aber vor an offiziellen Tankstellen zu tanken. Zuerst wollen wir uns die Speicherburg Ksar Tounkett ansehen. Nach unserer Wegbeschreibung können Fahrzeuge unserer Größenordnung diesen Weg nicht benutzen. So entschließen wir uns zur Weiterfahrt nach Ksar Quled Soltane. Diese besteht aus 2 Burgen. Einer alten und einer aus dem 19. Jh. Einige Türen sind noch verschlossen. Die Burg ist viergeschossig und über kleine Außentreppen kann man die oberen Speicherräume erreichen. Wir machen jetzt eine kleine Rundtour über Ezzarah und sehen jetzt noch weitere gut erhaltene Speicherburgen in denen auch noch Menschen leben. Den Weg zur besterhaltenen Ksar-Anlage (wegen der Höhe) in Chenini finden wir erst nach dem 2. Versuch. Auf dem Parkplatz bietet ein Führer uns seine Dienste an. Von ihm wollen wir uns nur eine Berberwohnung zeigen lassen, den Rest wollen wir alleine erwandern. Für seine Dienste (ca. ½ Stunde) will er TD 10 haben. Wir handeln die Führung auf TD 4 herunter. Die Berberwohnung ist ähnlich wie in Matmata eingerichtet, also für uns nichts neues. Danach steigen wir bis auf den höchsten Aussichtspunkt. Auf dem Rückweg kommen wir an einer noch intakten Ölmühle vorbei. Ein Kamel muß hier immer im Kreis laufend die Dienste an der Ölpresse verrichten. Mittagsrast unten in Tatouine und weil wir inzwischen 41°C haben beschließen wir nach Gabès ans Meer zu fahren. Es weht es heißer Wind aus Westen, fast wie ein heißer Föhn. Am späten Nachmittag finden wir in Ghannouche, einem Vorort von Gabès, ein Plätzchen direkt am Strand. Zwar kommt fast die ganze Dorfjugend und schaut uns beim Kaffeetrinken zu, denn wir scheinen hier die einzigen Touristen zu sein. Wir baden, das Wasser ist angenehm warm. Ich bin gerade bei den Abendbrotvorbereitungen als zwei Polizisten vorbeischauen. Der eine spricht sehr gut englisch und sein Bruder ist mit einer Deutschen in Regensburg verheiratet. Sie empfehlen uns zum Baden einen Strand ca. 6 km nördlich, das Wasser hier ist zu sehr von den Industrieabfällen in Gabès verunreinigt. Wir erkundigen uns nach der Sicherheit dieses Übernachtungsplatzes und die Polizisten meinen nur o.k.


Donnerstag, 17. Mai

Unruhig geschlafen. War des das ungewohnte Meeresrauschen oder die Moskitos? Die Luft ist diesig und die Sonne ist kaum zu sehen. Wir machen uns auf den Weg zum 6 km entfernten Badestrand, gerne wollen wir mal einen Tag am Wasser verbringen. Wie immer finden wir nicht sofort unser Ziel. Der Strand liegt ganz einsam, außer ein paar Fischern und 2 Jugendlichen sind wir ganz allein. Gerade haben wir nach einem Bad es uns auf den Badematten bequem gemacht, da kommt ein Sandsturm auf. Der heiße Wind treibt Sand aus dem Binnenland vor sich her. Wir gehen nochmals schwimmen und packen dann hastig unsere Sachen. Alle anderen Besucher haben für uns unbemerkt schon längst den Strand verlassen. Im Auto duschen wir den Sand ab und lassen Haut und Haare im warmen Wind trocknen. Nach ca. 1 ½ Stunden lässt der Wind nach und wir machen Rast in Nakta, einem schönen Strand ca. 30 km vor Sfax. Diese Stadt ist noch wenig vom Tourismus erschlossen und wir wollen sie uns am Nachmittag ansehen. Außerhalb der alten Medina an der alten Stadtmauer finden wir einen Parkplatz. Durch das Tor Bab Gharbi betreten wir die Stadt. Unser Reiseführer empfiehlt auf den Aussichtsturm der Kasbah zu steigen. Den Turm kann man nur mit einer Eintrittskarte fürs Museum besteigen. So verzichten wir, denn Museen haben wir schon einige gesehen. Dafür entschließen wir uns für eine Erfischung im Cafe Diwan. Dieses ist ein Touristencafe, welches auch von Frauen besucht wird. Eine Freitreppe führt in das Cafe im 1. Stock und durch die offenen Fenster ist es luftig. Der Kellner empfiehlt uns Zitrone mit Eis. Das ist ½ ltr. Zitronensaft mit 1 großen Kugel Limoneneis. Das ganze wird kühl mit einem Strohhalm serviert und stellt unsere vorher getrunkene Coca-Cola in den Schatten. Das Cafe ist im maurischen Stil (mit Rundbögen, blauen Tischchen und Stühlen, Sitzbänken in Nischen die mit Teppich belegt sind) eingerichtet und viele Männer rauchen hier eine Wasserpfeife. Danach durchstreifen wir mehrere kleine Gassen bis wir zum Haupttor der Medina, dem Bab Diwan kommen. Von hier ist es nicht weit zu dem Souk el Omrane, ein lebhafter Markt für Lebensmittel und Alltagsbedarf. Auf dem Gemüsemarkt geht es zu wie bei uns auf dem Fischmarkt, laut und viel Gedrängel. Es gibt Straßen nur mit Lederwaren, Schmuck, Bekleidung und Haushaltswaren. In einem Geschäft für Touristenbedarf kaufen wir Geschenke für unsere Familie ein, die gekauften Gegenstände sind um einiges preiswerter als in Tozeur. Nachdem wir die Geschenke im Auto verstaut haben gehen wir nochmals in die Medina, wir brauchen noch Obst und Gemüse. Zum Abschluss trinken wir noch eine Zitrone mit Eis im Cafe Diwan. In der Küche lasse ich mit die Zubereitung zeigen, das werde ich zu Hause meinen Gästen auch mal servieren. Beim Auto angekommen erwartet uns schon ein deutschsprachiger Tunesier. In den 70zigern hat er 2 Jahre in Berlin gearbeitet, jetzt freut er sich mit Deutschen zu plaudern. Er lädt uns auf einen Tee zu sich nach Hause ein. Wir lehnen ab, denn wir wollen noch ein gutes Stück außerhalb der Stadt fahren –wir benötigen noch einen Stellplatz für die Nacht. Wir fahren Richtung Sidi Mansour ans Wasser. Der Parkplatz wir von allen nur möglichen Personen aufgesucht: Man schwatzt, klönt in Autos und trifft sich zum Rendez-vous. Wir gehen in eine Pizzeria die auf einem Pfahlbau im Meer gebaut wurde, ähnlich wie in Ahlbeck auf Usedom (nur nicht so schön). Nachts ist es durch die Straße sehr laut.



Freitag, 18. Mai

Am Vormittag Aufbruch nach El Jem ,dem großen Amphitheater. Es wurde um 200 n Chr. begonnen aber niemals ganz beendet. Das Theater fasste 30-40.000 Zuschauer und meistens fanden in der Arena Wagen- und Hunderennen, Gladiatoren und Tierkämpfe, sowie später Hinrichtungen –meist durch wilde Tiere- statt. Gut erhalten sind die unter der Arena gelegenen Zwinger, Verliese und Stallungen. Gegen 11.00 Uhr fahren wir weiter nach Kairouan. Nach Mekka, Medina und Jerusalem gilt Kairouan als viertheiligste Stadt es Islam. Sie hat die besterhaltene Medina des Landes und die ältesten Moscheen des Maghreb. Wir suchen zuerst die Touristeninformation auf und man berichtet uns: heute am Freitag sind ab 8.00 Uhr alle wichtigen Sehenswürdigkeiten geschlossen. Erst am Samstag 8.00 Uhr gibt es eine Sammelticket für den Eintritt. Durch das Bab ech Chouhada betreten wir die Medina. Weil wir ein wenig unschlüssig rumstehen nimmt ein junger Student (er spricht sehr gut deutsch) sich unser an und führt uns so um die 45 min. zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten: der Koranschule mit den schönen Holzdecken, der Tleta Biban-Moschee (Moschee mit den 3 Türen), dem auf dem 17. Jh. stammenden Brunnen „Bir Barcuta“. Wo noch heute für die Touristen und Pilger „heiliges“ Wasser mit einem Schöpfrad (angetrieben durch ein Kamel) gefördert wird. Die wohl berühmteste und bedeutendste Moschee Tunesiens ist die Sidi-Oqba-Moschee, die wir als Ungläubige nicht betreten dürfen. Es gibt aber die Möglichkeit vom 3. Stock des Teppichgeschäfts gegenüber in den Innenhof der Moschee zu blicken. Zum Schluss zeigt uns der Führer noch das Haus des Gouverneurs. Ein Haus mit 17 Zimmern im alten Stil und sehr schön erhalten. Jetzt ist ein Teppichgeschäft hier untergebracht. Natürlich lädt man uns unverbindlich zum Tee ein und zeigt uns Teppiche. Wir lehnen ab mit dem Kommentar: unser Haus (Reisemobil) ist zu klein für Teppiche. In den Souks haben am Freitag nur wenige Geschäfte geöffnet. Die Preisvorstellungen für einige Gegenstände sind unverschämt hoch. Jetzt nach der Hitze (ca. 38 °C) wollen wir nur noch ans Wasser. Wir fahren Richtung Monastir. Vorher brauchen wir noch Frischwasser und eine Obenwäsche fürs Auto (Frischwasser TD 5 und Obenwäsche von Hand TD 15). An der Einfahrtstraße Richtung Monastir sehen wir nur die riesigen Hotelgebäude. Es ist hier merklich kühler als in Kairouan und ein Cafe am Meer wäre jetzt das genau richtige. Nach den Hotels sehen wir einen Parkplatz mit Auto und dahinter das Meer, hier wollen wir Rast machen. Zuerst ist der Weg eine harte Piste doch dann –oh Schreck- kommt feuchter Sand und wir stecken bis zur Achse fest. Die Räder drehen durch und wir können das Auto nicht mehr vor noch zurück bewegen. Wir steigen entnervt aus. Inzwischen kommt der andere Fahrzeugbesitzer vom Strandspaziergang zurück. Er spricht deutsch und gibt uns Tipps. Vom nahen Bauhof holen wir uns getrocknete Palmwedel die wir als Haftmaterial hinter die Reifen legen. Doch auch das hilft nicht, die Räder sinken nur noch tiefer ein. Jetzt brauchen wir Hilfe. Als wir uns auf die Suche nach einem Abschleppfahrzeug wie LKW usw. machen, begegnet uns ein junger Mann. Er spricht sehr gut englisch und nachdem auf dem Bauhof schon alle Fahrer von Baggern und Raupen Feierabend haben, gehen wir Richtung Monastir um dort Hilfe zu finden. Der junge Mann begleitet uns, denn vielleicht kann er „dolmetschen“. Die Zeit drängt, denn bald wird es dunkel werden. Wir halten ein Taxi an und fahren in den Ort. Unterweg erklären wir dem Fahrer unser Problem. Er will sich unser Problem selbst ansehen, so fahren wir zum Reisemobil zurück. Dann ruft er einen Freund der eine Werkstatt hat über sein Handy an. Die kommen bald zu dritt mit einem Pick-up. Die ersten Versuche unser Fahrzeug rückwärts rauszuziehen schlagen fehl. Wir suchen reichlich Steine auf dem Parkplatz. Unser Reisemobil wird mit Hilfe eines Krans vorne angehoben und die Steine unter die Reifen gelegt. Vorher wird reichlich Luft aus den Vorderreifen gelassen. Wieder zieht das Pick-up von hinten und wir schieben von vorne. Da endlich- das Reisemobil bewegt sich- wir sind frei! Gott sei Dank! Mit 6 Personen waren wir beschäftigt, nun muss Peter noch die Reifen mit Luft befüllen. Mit Hilfe eines kleinen Kompressors schaffen wir es gerade mit der Luftmenge bis zur nächsten 3 km entfernten Tankstelle. Das Auto ist fahrbereit und wir fahren wieder zum Stellplatz zurück. Jetzt parken wir auf der harten Piste. Der Appetit auf ein Abendessen im Restaurant ist uns vergangen. Das Rausschleppen aus dem feuchten Sand hat uns TD 100 gekostet, jetzt ist sparen angesagt. Der junge Mann der uns die ganze Zeit geholfen hat möchte keine Bezahlung. Er meint das wäre Ehrensache. Mit einem Blick auf seine ausgetretenen Schuhe bieten wir ihm Turnschuhe und einen Trainingsanzug von Peter an. Das nimmt er gerne an. Er arbeitet während der Semesterferien auf dem Bau (gleich nebenan) damit er sein Studium finanzieren kann. Herzlich verabschieden wir uns. Was für ein Tag!!!



Samstag, 19. Mai

Heute wollen wir den Strand genießen, das Wetter scheint schön zu werden. Während ich das Frühstück bereite, geht Peter schon mal zum Strand. Hier trifft er auf Hassan (unserem Dolmetscher), der hat wahrscheinlich in unserer Nähe am Strand übernachtet. Auf Peters Frage warum er heute nicht arbeitet entgegnet er: Er fühlt sich müde. So wird nichts aus der Zweisamkeit am Strand, denn er kommt zu unserem Auto und verwickelt uns in ein langes Gespräch. Wir verabschieden uns von ihm und fahren nach Monastir. Zuerst sehen wir uns das Bouguiba Mausoleum an, es nimmt fast 1/3 des übrigen Friedhofs in Anspruch. Bouguiba war der 1. tun. Staatspräsident. Danach besichtigen wir den Ribat, die Festungsanlage. Besteigen den Turm, von hier hat man einen schönen Blick über die Medina und die Badebucht. Leider hat sich das Wetter nicht so gut entwickelt, es ist kühl. Wir bummeln durch die Medina und tauschen Geld bei einer Bank, denn unsere „Vorräte“ sind seit gestern Abend aufgebraucht. Hier merkt man dass Monastir eine Touristenstadt ist, denn vor jedem Geschäft stehen „Schlepper“ die uns in die Läden locken wollen. Manche sind recht dreist. Da wir inzwischen wissen was manche Gegenstände kosten dürfen, ist es recht einfach den Preis für ein Parfümfläschchen herunter zu handeln. Mittags gehen wir zum Strand, aber nach 1 Std. kommt kalter Wind auf. So machen wir über die Promenade einen Spaziergang zu einem Felsen im Meer, den Taubeninseln. Trinken Cappuccino und gehen nochmals in die Medina. Wir essen in einem Restaurant zu Abend und fahren dann wieder Richtung Sousse, wo wir in der Nähe des gestrigen Platzes übernachten.



Sonntag, 20. Mai

Schon vor Tagesanbruch kommen die Fischer zurück. Peter kauft Fische für den Abend ein. Jetzt ist es für ein Morgenbad zu spät. So fahren wir zum „Festfahrplatz“ zurück. Säubern die Fische und baden im Meer. Dann fahren wir die 18 km nach Sousse. Hier soll am Sonntag ein großer Markt sein. Wie immer, erst nach dem 2. Anlauf finden wir ihn. Es ist so eine Art großer Flohmarkt mit gebrauchter westlicher Kleidung, Gemüse, Gewürzen, Haushaltsgegenständen - sogar Möbel-, Touristenbedarf, lebenden Tieren, Stoffen und Lederwaren. Es gibt nichts was es nicht gibt. Für zu Hause kaufe ich 10 m Dekostoff. In Hamburg sollte ich für einen ähnlichen Stoff DM 30 pro Meter zahlen. Hier handle ich ihn bei der Menge von TD 6 auf TD 4.50 runter – ich habe DM 230 gespart. Jetzt muss ich nur noch nach Goldquasten Ausschau halten. Nach dem Markt nehmen wir uns die Medina vor. Wir parken in der Nähe des Bab el Djedid, einem der noch 3 erhaltenen Toren der Medina. An Sehenswürdigkeiten wären der Ribat, die große Moschee, die Zisterne, die Kasbah und das Museum zu nennen. Die Katakomben befinden sich außerhalb. Durch das Gewirr der engen Gassen ist es schwer alles zu finden, so bummeln wir durch den wirklich schönen, zum Teil überdachten, Souk. Nur so zum Spaß sehen wir uns Gegenstände an die wir bereits gekauft haben und stellen hier sehr große Preisunterschiede fest. Hier ist alles teurer. Das Wetter ist recht gut und wir beschließen außerhalb von Sousse ans Wasser zu fahren. Zuerst reiht sich Hotel an Hotel so an die 10 km und der Strand davor ist mit Hotelgästen belegt. Etwas außerhalb finden wir ein Plätzchen, aber der Wind weht recht heftig, so dass wir uns nach 1 Stunde ins Auto verziehen. Wir lesen in unserer Reiselektüre und suchen dann einen Platz für die Nacht. An der Steilküste von Hergia finden wir unmittelbar am Meer ein einsames Plätzchen. Im Windschatten des Autos können wir die gekauften Fische des Vormittags grillen. Um 20 Uhr wird es schlagartig dunkel und der Wind weht noch stärker. Wir verziehen uns ins Auto – mal sehen was der nächste Tag so bringt.

Montag, 21. Mai

Nichts mit Badetag. Der Sturm (mit ca. 1.50 Meter hohen Wellen) hat nicht nachgelassen. So machen wir eine Wanderung an der Steilküste entlang. Gegen 10 Uhr soll es für eine Stunde einen deutschsprachigen Sender geben. Wir wissen, außer ein paar gekauften Bildzeitungen, so gar nicht was in der Welt passiert. Wie sich dann später herausstellt, sind es eher belanglose Touristeninformationen über Tunesien –untermalt mit englischen Musiktiteln. Die Sonne schaut etwas hinter den Wolken hervor, so bleiben wir noch bis gegen 14 Uhr. Nicht weit von uns im Binnenland, in der Nähe von Zaghouan, kann man die Reste von alten Städten ansehen. Die ersten Reste oben auf dem Berg sind die von Takrouna. Schon als wir ankommen werden wir am Parkplatz von ca. 5 Führern begrüßt. Das Panorama ist grandios. Da wir den Führern immer deutlich zu verstehen geben. „Wir wollen keine Führung!“ sehen wir uns auch nicht veranlasst für ihre ungewollte Begleitung zu zahlen. Wir geben den Kindern ein paar Kaugummis. Danach folgen wir unserem Reisebuchvorschlag, einen Besuch von Zirba Ancien hoch im Gebirge. Unterwegs, noch unten, begegnen wir 3 Kindern (Geschwistern), sie kommen gerade aus der Schule und sie versichern uns, dass sie in Zirba Ancien oben im Gebirge (ca. 7 km entfernt) leben. Wir nehmen sie im Reisemobil so ca. 5 km mit, bis die Straße (Piste) für unser Auto zu beschwerlich wird. Dann gehen wir gemeinsam die letzten 2 km bergan. Nur mit dem Geländewagen könnte man die Strecke schaffen, selbst für ein Mofa oder Roller ist es zu steinig. Oben angekommen zeigt uns der Junge, ca. 12 Jahre, sein Elternhaus. Es liegt neben der ehemaligen Schule, jetzt Stallgebäude. Die Wohnung besteht nur aus 3 Räumen. 2 haben von außen eine einfache Tür und die Räume haben keine Fenster. Die Eltern arbeiten unten im Hammam und kommen erst spät am Abend (auch zu Fuß) nach Hause. Sie haben noch einen 3 Jahren alten Bruder, den sie jetzt von der Nachbarin abholen. Im Ort leben noch 11 weitere Familien. Viele der mit Tonnendächern überwölbten Gebäude sind jetzt verlassen. Der Junge zeigt uns sein Dorf. Wir klettern, das Dorf schmiegt sich an einen Berghang, in verlassene Häuser und über verschüttete Straßen. Die nächste Zisterne (Trinkwassermöglichkeit) liegt ca. 1 km vom Ort entfernt und das Wasser muss mit Eseln herbeigeschafft werden. Wir hatten den Kindern schon vorher Werberucksäcke, Kaugummis und Getränke geschenkt. Jetzt wo wir durstig sind haben wir nichts zum Trinken dabei. Die Kinder pflücken uns Früchte von einem großen Baum vor ihrem Elternhaus. Sie sehen aus wie weiße Himbeeren und haben einen säuerlichen Stachelbeere-Pflaumengeschmack. Die Kinder hätten notwendig neue Schuhe benötigt, doch die haben wir inzwischen alle verschenkt. Wir verabschieden uns herzlich und machen uns auf den Abstieg zum Auto. Ein paar jugendliche Ziegenhirten, die in der Zwischenzeit auf unser Auto aufgepasst haben, belohnen wir mit Kaugummis. Unten im Ort ist die ausgeschilderte Strecke bis Hammamet recht gut. Wir steuern einen kleinen Campinglatz, den ersten wieder nach 7 Tagen, im Vorort von Nabeul an. Die Einfahrt ist recht schmal und unter den Bäumen, die zwar Schatten spenden, gibt es nur an wenigen Stellen ein Plätzchen für große Fahrzeuge. Wir grillen die restlichen Fische.

Dienstag, 22. Mai

Ruhiger Platz, mit uns nur 2 andere Womo. Nach dem Frühstück sehen wir uns die Potterien gleich an der Straße an. Nabeul ist bekannt für die Herstellung von Keramik. Die Teller kosten etwa so viel wie wir schon in anderen Städten (heruntergehandelt) bezahlt haben. Für den Garten haben sie sehr schöne, große Gefäße (ca. TD 5, aber nicht frostsicher)- Doch zuerst heißt es Geld tauschen - wir sind wieder einmal blank-, Übernachtung Camping TD 8,40. Bis zum Zentrum von Nabeul sind es 2,5 km, wir nehmen das Auto. Im Zentrum gibt es Banken und eine Cooperation wo man bei der Herstellung von den verschiedenen Souvenirs wie: Teppich, Keramik, Halfagras-Matten, Eisen, Glas, Stoff, und Messing zusehen kann. Wir fahren Richtung Markthalle. Hier treffen wir nach dem Einparken einen Angestellten vom Hotelcampingplatz –er hat heute seinen freien Tag. Da er etwas deutsch spricht zeigt er uns noch ein paar Sehenswürdigkeiten der Altstadt. Auf dem Markt kaufen wir frische Aprikosen, Erdbeeren und Salat. Inzwischen ist es recht warm, aber immer noch windig. Wir fahren zurück Richtung Campinghotel und am Ende der Sackgasse können wir direkt am Meer parken. Wir wollen es uns für 1 Stündchen am Meer gemütlich machen. Das Wasser ist recht frisch. Zum ersten Mal in Tunesien sehe ich Segelboote und Surfer. Nach dem Mittagessen fahren wir weiter Richtung Kobra und Menzel Temine, wir wollen die große Halbinsel, das Cap Bon, umfahren. Unterwegs fallen uns schon die vielen Äcker mit Gemüseanbau auf. Zurzeit ist gerade Kartoffelernte. Vor Kelibia wollen wir punische Gräber besichtigen, doch leider sind sie nicht ausgeschildert. So trinken wir erst einmal einen Kaffee und fahren auf die Festung von Kelibia. Gegen Eintritt kann man das Gelände besichtigen und einmal oben auf der Anlage herumspazieren. Beim Fotografieren ist Vorsicht geboten, hier oben sitzt das Militär. Von hier ist Italien nicht weit. Wir versuchen nochmals nach unserer Buchbeschreibung die punischen Gräber zu finden. Peter schaut auf einem kleinen Hügel nach, da entdeckt er sie in den Fels gehauen und mit einer kleinen Treppe steigt man in die Kammer (die so 2-3 qm groß sind) herab. Die Toten hat man zu damaliger Zeit in Nischen gebettet und in die anderen Nischen Grabbeigaben gelegt. Der Raum wurde mit einer Felstür (Stein) verschlossen. Jetzt ist alles offen und die Steine liegen daneben. Ca 10 Gräber gibt es noch hier. Auf dem Feld vor den Gräbern ist ein Bauer mit seiner Frau bei der Kartoffelernte. Sie sammelt die Kartoffeln auf Häufchen damit diese abtrocknen können. Wir wollen von den schönen, großen Kartoffeln einen Vorrat mit nach Hause nehmen, Platz genug ist ja im Reismobilkeller. Wir schnappen uns eine leere Vorratsbox und geben der Frau mit Handzeichen zu verstehen, dass wir K. haben möchten. Sie füllt die Box zur Hälfte. Unser Geld zur Bezahlung will sie nicht annehmen. Wir schenken ihr ein Päckchen Kaffee. Die Ausgrabungsstätten Kerkouane sind schon geschlossen als wir eintreffen, so fahren wir weiter nach El Haouaria zu den Grotten von El Kebir. In diesen Grotten wurden die Steine für Karthago und das Amphitheater von El Djem von Sklaven aus dem Sandstein geschlagen und dann auf dem Wasserweg weitertransportiert. Als wir so gegen 19 Uhr ankommen ist zwar der Ticket-Verkauf schon geschlossen, aber die Anlage mit ihren vielen Grotten lässt sich auch so besichtigen. Wir nehmen eine Taschenlampe mit und treffen unterwegs eine deutschsprachigen Führer. Er zeigt uns, streckenweise müssen wir recht geduckt gehen, einige Grotten. Man hat von oben den Steinabbau pyramidenförmig betrieben und die Sklaven lebten in den Grotten. Die herausgeschlagenen Steine wurden mit Flaschenzügen durch die Schächte nach oben gezogen. Als es dunkel wird, so um 20 Uhr, gehen wir in das kleine Restaurant „La Dourade“ an den Grotten. Der Kellner empfiehlt uns Fisch. Aber uns steht der Sinn nach 2 Tagen eigene Fischzubereitung nach was anderem. Peter isst Putenschnitzel und ich gegrillten Tintenfisch, dazu einen Salat Cape Bon. Für alles zusammen bezahlen wir TD 20. Anmerkung: 100 g Fisch sollten TD 4 kosten. Warum sind Fischgerichte am Meer eigentlich immer so teuer? Auf dem Rückweg nach El Haouaria übernachten wir auf einem ebenen Parkplatz vor einem anderen Restaurant.

Mittwoch 23. Mai

Heute wollen wir über die Küstenstraße nach Korbous, der Stadt mit den heißen Thermalquellen. Zuerst führt die Straße noch durch das fruchtbare Binnenland, dann geht eine schmale Nebenstrecke nach Korbous ab. Unterwegs von der Steilküstestraße schöne Ausblicke bis Kathargo. Korbous ist noch nicht von den ausländischen Touristen entdeckt. Es gibt auch nur wenige Parkplätze an den schmalen Straßen, dieser Ort „klebt“ am Berghang. Kurz nach K. ist die Straße durch einen Erdrutsch verschüttet. Wir müssen umdrehen und die Strecke zurück durchs Binnenland nehmen. Mittags sind wir wieder am „Hausstrand „ von Nabeul. Allerdings wird es ungemütlich als eine Schar junger Männer ein Fußballspiel beginnt. Wir fahren wir dem Auto zum Souk von Nabeul. Auch hier werden wir wieder von einem jungen Mann angesprochen: „Kennen Sie mich nicht aus dem Hotel, soll ich Ihnen die Teppichknüpffabrik zeigen? In der Fabrik sitzt nur eine Frau beim Knüpfen. Man will uns wieder Teppiche zeigen, doch wir lehnen ab. Die Geschäfte in den Souks machen Feierabend und wollen noch schnell etwas an uns Touristen etwas verkaufen, sie sind zu großen Preisnachlässen bereit. Wir wollen es aber erst einmal eine Nacht überschlafen

Donnerstag 24. Mai

Unser vorletzter Tag in Tunesien. Nach dem Frühstück machen wir noch einen langen Spaziergang am Strand und baden noch einmal im Meer. Das Wetter heute ist wieder einmal bewölkt und am Strand herrscht Marienkäferplage. Mit uns steht noch ein Schweizer Reisemobil auf dem Parkplatz, die hatten wir schon in Metlaoui getroffen. Man sieht nur sehr wenige Reisemobile in dieser Jahreszeit, so nutzt man das Treffen für einen kurzen Austausch von Informationen. Wir kaufen noch einige Pflanzschalen für die Terrasse und machen uns dann auf den Weg nach Tunis. Wir wollen uns am Nachmittag das Bardo-Museum ansehen. Um 1420 von den Hafsiden gegründet und von den türk. Beys im 19.Jh ausgebauten Palastbezirk befindet sich das Bardo-Museum in einem ehemaligen Harem. Vor allem wegen seiner einzigartigen Sammlung römischer Mosaiken ist das 1888 eröffnete Bardo-Museum neben dem Nationalmuseum von Kairo das bedeutendste Museum Nordafrikas. Doch zuerst müssen wir es erst einmal finden. Auf einem kleinen Ausschnitt des Stadtplans von Tunis meinen wir den Weg selbst mit dem Auto zu finden. Doch leider passt die Beschreibung nicht ganz so und einige Stadtteile sind auf den Ortsschildern anders als im Stadtplan vermerkt. So verfahren wir uns total. Wir halten ein Taxi an und lassen uns durch dieses den Weg zeigen –war sehr kostspielig! Das Museum selbst mit seinen über 30 Räumen über 3 Etagen ist sehr sehenswert. Viele guterhaltene Mosaiken aus Bulla Rigia, Dougga, Sousse, El Djem und besonders aus Karthago sind hier zu sehen. Durch die Bustouristen sind einige Räume überlaufen. Wir halten uns ca. 2 ½ Stunden auf. Da die Sonne inzwischen scheint, fahren wir Richtung La Marsa ans Meer. Hier parken wir an der Strandpromenade und trinken einen Kaffee. Wir nehmen uns vor zum Abschluss unserer Tunesienreise im „Cafe du nattes“ in Sidi Bou Said einen Pfefferminztee zu trinken. Inzwischen kennen wir uns dort mit den Parkmöglichkeiten aus. Außerdem hatte ich dort in einem Geschäft wunderbare Bilder auf eine Vogelfeder gemalt gesehen. Der Preis ist vielleicht ein wenig hoch, doch dafür jedes Bild einmalig. Noch einmal schlendern wir durch die Gassen bis zur Anhöhe, von hier hat man einen Blick über die Bucht von Tunis bis zum Cap Bon. Auf der Terrasse des berühmten Cafes trinken wir noch einen Abschiedstee. Für die Nacht haben wir den Stellplatz unserer 1. Übernachtung in Tunesien wiederaufgesucht.

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Freitag, 25. Mai

Da unser Schiff erst am Nachmittag abgelegen soll, haben wir noch Zeit für einen Stadtbummel in der Medina von Tunis. Mit dem Parken ist es beschwerlich, denn die Avenue Bourgibia, die Prachtstraße in Tunis, ist eine einzige Baustelle. So parken wir recht weit außerhalb und gehen den recht weiten Weg zu Fuß. Für den Rückweg kann man sich immer noch ein Taxi nehmen. Es reiht sich in der Medina, gleich wenn man das Tor zum Meer durchschritten hat, Shop an Shop und die Verkäufer rufen zu Peter: Oliver Kahn. Als blonder sticht er natürlich in der Menge hervor. Vor 2 Tagen hat Bayern München gegen Valencia 4:3 beim Elfmeterschießen gewonnen. Star war der Torwart Oliver Kahn. Tunesien scheint ein fußallbegeistertes Land zu sein, denn Formel 1 Ergebnisse waren nicht so leicht abzufragen. Leider war die Ölbaummoschee, die sonst Touristen zugängig ist, heute am Freitag nicht zu besichtigen. Es gibt hier noch Straßen die nach Gewerken benannt sind und wo hauptsächlich auch nur diese angesiedelt sind. Wie z.B. Souk der Chebika, der typischen Männerkopfbedeckung. Zuerst strickt man riesige Wollmützen, die dann durch warmes Wasser gezogen, gefärbt und in Form gebracht werden. Dann beginnt das aufwendige aufrauen der Kappe. Heute ist es Mode dass auch junge Frauen (die Männer sehen es nicht gerne) so eine Chebika tragen, darum gibt es sie in allen Farben und auch verziert. Wir schnuppern an den Parfümölen der Parfümsouks und bewundern die Stoffe in den Stoffsouks. Bei den Souks hat man damals bewusst auf Artentrennung geachtet, damit Frauen ungestört einkaufen konnten. Man findet auch noch heute so gut wie kein Kaufhaus. Im Touristensouk, dort wo die Souvenirs angeboten werden, hätten wir noch schönere Lampen kaufen können. So ist das Leben! Nicht weit ist die Markthalle und wir kaufen unseren Heimreisebedarf ein. Gegen 13Uhr kommen wir im Hafen an und müssen auch gleich alle Formalitäten erledigen. Das Schiff wird nicht ganz voll, wir sind das einzige große Reisemobil. Außer uns gibt es noch 13 Ferraris, 1 Porsche, viele Motorräder, Geländewagen und Pkws auf dem Autodeck. Dieses Mal haben wir an Deck 7 unsere Kabine. Sie ist, abgesehen von der Farbe, identisch wie die Kabine auf der Hinreise. Mit Faulenzen und Lesen in der noch warmen Sonne vertreiben wir uns die Zeit bis zum Abendbrot, das ähnlich wie auf der Hinreise ausfällt. Zurück in der Kabine merken wir, dass das Schiff doch ganz schön schwankt.


Samstag, 26. Mai

Kleines Frühstück und dichter Nebel. Wir hören im Hintergrund immer das Nebelhorn unserer Fähre. Kommen wir gut und rechtzeitig in Genua an. Wir wollen es heute noch bis Füssen bis zu unserer Tochter schaffen. Alles klappt zeitlich bestens, um 22 Uhr kommen wir in Füssen an.

Sonntag, 27. Mai

Wir haben heute noch 800 km vor uns. Ohne große Probleme, aber mit starken Regenfällen, kommen wir im Norden am späten Nachmittag an.

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