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Schottland - 2004-1

Natur pur

Unsere erste Fahrt im Ruhestand/Unruhestand

15.5. bis 20.6.2004
Tagebuchnotizen von Monika Ambos........ Bilder Peter Ambos
Wir haben Ostern 2004 nur noch eine Fährpassage von Cuxhafen nach Harwich in England bekommen, die Hintour. Gegen 16 Uhr soll Einschiffung sein. Von Glinde sind es ungefähr 150 km und wir starten um 12 Uhr. Für die Strecke benötigen wir 3 Stunden, es sind viele landwirtschaftliche Fahrzeuge unterwegs. In Cuxhafen weht vom Meer ein starker Wind und bis zur Einschiffung haben wir noch Zeit für einen Kaffee im Mobil. Mit uns warten etliche Pkws und drei weitere Mobile. Wir kommen so ziemlich als letzte an Bord der Duchess of Scandinavia. Rückwärts, Peter meistert alles fabelhaft. Wir werden von einer Serviceperson in unsere Kabine 511 geführt. Es gibt nur 2 Decks mit Kabinen. Unsere Kabine hat 4 Betten - davon 2 von uns belegt - und eine Nasszelle, alles sauber und hell. Das Fährschiff fährt unter DSDS Seaways, einer dänischen Reederei. Vom Oberdeck aus beobachten wir das Auslaufen der Fähre, danach machen wir uns mit den Einrichtungen vertraut. Im Restaurant soll ein Mehrgängemenü € 30 und Büfett € 25 pro Person kosten. Wir entscheiden uns für das SBRestaurant und werden für ein kleines Menü mit Getränken auch schon € 28 los. In der Bar spielt man Bingo. Wir beobachten die Teilnehmer, jedes Völkchen hat sein Aussehen und – sein Benehmen. Da haben doch einige Frauen so eine Art Abendkleid und andere auffällige „Fummel“ an. Wir bestellen Cocktails und amüsieren uns über die anderen Passagiere. So gegen 22 Uhr fallen wir in unsere Betten, Peter kann aus dem oberen Bett direkt aufs Meer schauen. Nachts hören wir ungewohnte Geräusche, die Klimaanlage?


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Sonntag, 16. Mai

7 Uhr, wir wachen zeitig auf. Gegen 7,30 Uhr verkündet eine Stimme aus dem Lautsprecher: das Frühstück steht bereit. Wir entscheiden uns wieder für das SB-Restaurant, auch für ein einfaches Frühstück stellen wir überzogene Preise fest. Danach heißt es warten, erst gegen 10.30 Uhr sollen wir in Harwich eintreffen. Im Salon lese ich in unserem Reiseführer und schlage Peter vor, auf unserem Weg nach Norden in Ely die drittgrößte Kathedrale Englands zu besichtigen und weiter in den Feen Distrikt bis Kings-Lynn zu fahren. Wir wollen uns genügend Zeit für den ungewohnten Linksverkehr nehmen, denn erst am Montagnachmittag sind wir mit unserem Sohn in Edinburgh verabredet. So ziemlich als die Ersten verlassen wir um 10.30 Uhr nach UK Zeit die Fähre. Unser Navigationssystem sagt uns alles an – besonders die „Roundabouts“, den Kreisverkehr -. Vor der Kathedrale in Ely gibt es genügend Parkplätze, auch für größere Mobile. Inzwischen ist es sommerlich warm, so um die 23° C und die Leute laufen leicht bekleidet –Männer oft mit bloßem Oberkörper - umher. Die Kathedrale aus dem 11 Jh. ist schon überwältigend, der Park rundherum ist sehr gepflegt und die Häuser mit den schönen Garten sehen „verwunschen“ aus. Im Feen Distrikt fühlt man sich wie in Holland: Wasser, Blumenplantagen und Windmühlen. Der beschauliche Ort Kings Lynn mit seinen alten Kontorhäusern und schmalen Straßen liegt an der Ouse. Wir fahren nach Spalding. Bekannt ist dieser Ort für die unendlich vielen Tulpen- und Narzissenfelder im Frühling. Jetzt blühen aber schon überall die Geranien, Rhododendren und Azaleen. Wir fragen den Parkplatzwärter nach einem Caravanplatz und er schickt uns nach Surfleeth, dort sollen wir nochmals fragen. In Surfleeth empfiehlt uns eine Frau auf dem großen Parkplatz bei der Kirche zu übernachten. Sie meint, dass für eine Nacht wohl niemand was dagegen hat. Ich mache mich ans Kochen und Peter schaut auf die Landkarte. Puh, noch 650 km bis Edinburgh. Nach dem Abendessen machen wir noch einen Bummel durch den kleinen Ort. Außer den gepflegten Einfamilienhäusern und Gärten gibt es zwei Restaurants, aber keine Einkaufsmöglichkeiten. Andere Spaziergänger grüßen uns freundlich. Die Kirchturmuhr schlägt jede ¼ Stunde, ansonsten ist es hier auf dem Parkplatz wunderbar ruhig.



   |   Tages KM: 249

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Montag, 17. Mai.

Wir wachen 7.15 h Ortszeit auf, zum Glück haben wir fürs Frühstück im Mobil alles dabei. Auf direktem Weg wollen wir jetzt nach Schottland, nach Edinburgh, fahren. Bei Newark-on- Trent fahren wir auf die A 1, zähflüssiger Verkehr mit vielen LKWs und deutschen Mobilen. Bei Darlington verlassen wir die Autobahn und nehmen die 68 nach Norden. Wunderschöne hügelige Landschaft. Manchmal geht es stark bergan – und dann wieder mit 14% Gefälle – bergab, wie auf einer Achterbahn. In Corbridge ein kleiner Zwischenstopp, wir müssen tanken. Diesel kostet 0,81 Pfund der Liter. Die größte Mengenabgabe sind 100 Liter, dann schaltet sich die Pumpe automatisch ab, unser Tank fasst 170 Liter. Die restliche Strecke der 68 ist nicht so stark gebirgig, aber es zieht sich enorm bis Edinburgh. Unser Navi lenkt uns bis zur Haustür von unserem Sohn Björn. Parken im Zentrum ist nur mit Warnblinkanlage möglich. Nach dem Ausladen von Weinen und Geschenken parken wir das Mobil in eine ruhige Seitenstrasse um. Jetzt ist es Zeit für einen Spaziergang durch die „Neustadt“. Unser Weg führt unterhalb der Burg durch eine schöne Gartenanlage, den Park Princes Street Gardens. Achtung beim Überqueren der Straßen, Linksverkehr! Abends kochen wir italienisch. Der Wein mundet hervorragend, Espresso und Cantuccini krönen das Ganze und mit einem Schluck Champagner stoßen wir auf die neue Wohnung, die unser Sohn gekauft hat, an. Chears Renovierung!


   |   Tages KM: 477

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Dienstag, 18. Mai

Wir wachen auf mit Brummschädel, der Wecker war auf 7.30 h gestellt. Um 8.30 h wollen wir gemeinsam im Mobil frühstücken. Doch oh Schreck, als wir mit allem fertig sind ist es erst 7.30 h, wir haben vergessen den Wecker zurückzustellen. So bleibt noch genügend Zeit für Tagebuch und Reiselektüre. Wir essen Toast, - den Toaster haben wir wohlweißlich von zu Hause mitgenommen -. Mit Björn machen wir uns zu Fuß auf den Weg zur Burg. Noch ist das Wetter trocken, aber es weht ein kalter Wind dunkle Wolken vor sich her. Besichtigung der Burg mit „Audio-Guide“ und deutscher Erklärung in 2 Stunden, man könnte hier noch mehr Zeit verbringen. Besonders interessant die Geschichte von den „Ehrenzeichen“. Wir nehmen die High-Street (Royal Mile) und besichtigen die Kathedrale St. Giles. In der Thistle Chapel –dem höchsten schottischen Ritterorden geweiht - sehen wir etwas sehr Originelles: einen kleinen Holzengel der Dudelsack spielt. Am Grassmarket essen wir aus der Hand „Fisch and Chips“ und trinken draußen in der Sonne vor einem der vielen Bierlokale ein Bier. Dann trennen sich unsere Wege, denn unser Sohn muss an seinen Arbeitsplatz. Peter und ich entschließen uns für die Stadtrundfahrt „hop on – hop off“, an beliebigen Stellen die Tour unterbrechen und wieder einsteigen mit 24 Stunden Gültigkeit. Wir erfahren viel Wissenswertes in deutscher Sprache über unsere Kopfhörer. Bei der Endstation (Monument von Scott) steigen wir aus und sehen uns das älteste Kaufhaus –Jenners - an. Zu Fuß geht es durch die Neustadt bis zum Mory Place und am Charlotte Scquare besuchen wir eines der ältesten Wohnhäuser, das Georgien-Houses. Heute ein sehr sehenswertes Museum und wunderschön eingerichtet. In jedem Zimmer kann man auf deutsch Hinweise zum Zweck der Einrichtungsgegenstände nachlesen. Danach wird es Zeit unser Mobil aufzusuchen. denn um 19 h hat unser Sohn mit Freundin uns zum Essen ins Hexenhaus auf dem Burggelände eingeladen. Wir nehmen ein typisches englisches Taxi. Was um diese Zeit, zur Rushhour, gar nicht so einfach ist. Das Hexenhaus ist urig eingerichtet, aber die Menüpreise sind für deutsche Verhältnisse ganz schön „gepfeffert“ und die Speisen übersichtlich. In Schottland kann man davon ausgehen, dass die Pfundpreise gleich lauten wie in Euro, nur dass ein Pfund = 1,50 Euro sind, also ist für uns alles 1,5-mal so teuer. Gegen 22 h verlassen wir das Lokal. Beim Reservieren muss man sich immer für eine festgelegte Tischzeit entscheiden, so kann das Lokal die Tische öfter belegen. Ohne Reservierung geht hier gar nichts! Wir trinken noch etwas in einer der vielen Bars. Diese war vorher eine Bank, The Royal Bank of Scotland. Ein Taxi bringt uns zum Mobil.

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Mittwoch 19. Mai

Peter und Björn besuchen einen Obi-Markt. Björn spielt mit dem Gedanken einen Laminat- Fußboden in seine neue Wohnung zu verlegen und sein Vater soll ihm helfen. Obi ist hier ganz anders als in Deutschland. Kaum ist Peter zurück, marschieren wir los um den Rest unserer Stadtrundfahrt abzufahren. Am Grassmarket steigen wir aus, bewegen uns Richtung Royal-mile und werfen einen Blick in die vielen kleinen Gassen. Dann heißt es Abschied nehmen. Wir wollen mit unserer Schottlandrundreise beginnen und fahren Richtung Süden, nach Melrose Abby. Die gotische Abtei in Melrose ist eine der reichsten Abteien Schottlands. Wir übernachten mit einem weiteren Mobil auf dem Parkplatz vor der Abby. Vorher machen wir noch einen Spaziergang durch die Landschaft zum Fluss Tweed und durch den Ort zurück. Ab 23 Uhr ist es auf dem Parkplatz sehr ruhig.

   |   Tages KM: 53

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Donnerstag, 20. Mai

Morgens um 9 h verlassen wir den Parkplatz - dieser ist von 9-17 h gebührenpflichtig – und fahren zum Scott’s View. Hier stand der bekannte schottische Schriftsteller Walter Scott am liebsten und blickte über das Grenzland. Die teilweise sehr schmale Straße führt unser Mobil zu diesem schönen Aussichtspunkt. Wir fahren weiter nach Jedburgh. Außer der Jedburgh Abby, 12. Jh., gibt es noch das Jedburgh Castle (das ehemalige Gefängnis) zu besichtigen, Auf einem gesonderten Blatt sind auf deutsch das Gefängnis, seine Zellen, die Wärterräume und die damaligen Bedingungen der Gefangenen, auch Frauen, erklärt. Von dort geht unsere Reise nach Gretna Green. Einem Ort mit großem Touristenrummel, vielen Shops und Bistros. Besonders interessant ist das Museum mit der Geschichte von Gretna Green. Wir fahren jetzt weiter nach der Route von Uwe + Annegret Rohland: Mit dem Wohnmobil durch Schottland. Wir sehen uns außerhalb von Ruthwell die Kirche mit dem 5 m hohen Sandstein-Kreuz aus dem 7. Jh. an. Den Schlüssel zur Kirche gibt es im Pfarrhaus. Dann geht es weiter zur Trutzburg, Caerlaverock Castle. Die im 13 Jh. aus rotem Sandstein erbaute Burg ist von einem Wassergraben umgeben und wurde im 17. Jh. zerstört. Auf einem Parkplatz (genau von Rohlands beschrieben) lassen wir unser Mobil stehen und gehen einen schmalen Spazierweg (20 Min.)durch das Naturschutzgebiet bis zur Burg. Wir erstehen für alle in einem gesonderten Heft aufgeführten Burgen so eine Art Monatskarte, den Explorer-Pass (25 Tage für 25 £ pro Person). Oft liegen die Eintrittsgelder pro Pers. bei 4 £ und mehr. Jetzt am späten Nachmittag sind wir die einzigen Besucher und können so uns alles in Ruhe ansehen. Für Kinder müssen diese Burgen und Wege ideale Ferienbedingungen sein. Heute Sonnenschein, Wind und ab und zu ein Regenschauer.

   |   Tages KM: 153

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Freitag, 21. Mai

Wir fahren nach Dumfries, der Stadt von Robert Burns. Der Nationaldichter hat hier seine bekanntesten Werke verfasst. In New Abbey sehen wir uns „Sweetheart Abbey“ an. Am Rockcliffe wollen wir eine Pause einlegen, doch der Parkplatz lädt nicht zum Verweilen ein. So fahren wir die einspurige Straße zurück und haben auf der zweispurigen Hauptstrasse fast einen Unfall. Wir befinden uns auf der falschen Straßenseite und können einem auf unserer Seite entgegenkommenden Kleinlaster gerade noch über einen Randstreifen ausweichen. Der Schreck ist uns ganz schön „in die Glieder gefahren“. Jetzt geht es zum Threave Castle, einer Burgruine auf einer kleinen Insel. Diese kann nur zu Fuß und mit einer Fähre erreicht werden. Man parkt das Mobil auf dem Farmgelände und zu Fuß geht es auf eingezäuntem Weg an Tierwiesen (Kühe und Schafe) bis zum Fähranleger. Just als wir ankommen geht ein kurzer, kräftiger Regenschauer nieder. Wir entscheiden uns gegen einen Besuch und begnügen uns mit einem Blick auf die Ruine. Über New Galloway geht es durch den Galloway Forrest Park zum Clatteringshaws Loch. Hier lässt es sich gut wandern, doch das Wetter ist uns zu wechselhaft und viele Fahrwege sind für große Mobile ungeeignet. So reisen wir weiter nach Newton Stewart. Hügelige Landschaft, Wald, Schafweiden, Äcker und schmale Straßen wechseln sich ab. Erst kurz vor Girvan sehen wir zwischen den Hügeln das Meer leuchten. Wir parken am Hafen und entscheiden uns für einen langen Spaziergang am Meer, die Promenade entlang und durch die Stadt zurück. Es gibt viele kleine Läden und Möglichkeiten für den traditionellen Imbiss: „Fish and Chips“. Abends am Mobil haben wir freien Blick auf die Insel Arran.

   |   Tages KM: 179

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Samstag, 22. Mai

Unser heutiges Ziel ist Culzean Castle. Seit 1945 von der Familie Kennedy dem National Trust of Scotland zur Verfügung gestellt. Der Eintritt ist mit 10 £ pro Person recht happig. Das Castle wurde 1790 von dem damals in Schottland berühmtesten Architekten Adam umgebaut, 1970 vom Trust liebevoll restauriert und die Parkanlagen mit viel Mühe neu angelegt. Erwähnenswert sind die Stuckdecken in Pastelltönen, ein ovales Treppenhaus und von vielen Räumen der Blick aufs Meer. Mir gefällt besonders die Gartenanlage im Wall- Park. Unbekannte und bekannte Blumen sind zu dieser Jahreszeit schon viel weiter entwickelt als bei uns in Deutschland. Auf dem gepflegten Rasen vor unserem Mobil machen wir in der Sonne Picknick. –An meinen Sandwichs muss ich noch arbeiten, englische sind viel aufwendiger. Über Nebenstrecke fahren wir auf einen Campingplatz außerhalb von Glasgow. Peter macht den Roller flott und ich lese inzwischen was wir morgen in Glasgow besichtigen können. . Gebühr für 1 Tag ohne Strom 9,60 £.

   |   Tages KM: 117

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Sonntag, 23. Mai

Mit dem Roller wollen wir uns die größte Stadt Schottlands, Glasgow, ansehen. Heute, am Sonntagmorgen, sind die Autobahnen und Straßen noch relativ frei. Wir erreichen das Stadtzentrum auf anderen Wegen als erwartet und landen gleich bei Barras, dem größten Flohmarkt (hat nur Samstags und Sonntags geöffnet). An vielen Ständen wird das auch bei uns übliche wie: billige und gebrauchte Bekleidung und minderwertige Spielsachen verkauft. Viele Stände gibt es mit Fastfood. Wir finden erst später die „richtigen“ überdachten Flohmarktstände mit alten Möbeln, Geschirr, Schallplatten usw. Hier lässt es sich gut stöbern. Mit dem Roller geht es weiter zur Kathedrale. Während des Gottesdienstes ist eine Besichtigung nicht möglich. Doch schon der kleine vordere Teil der Kirche gibt einen guten Überblick was interessierten Besuchern erwartet. Wir steigen zum alten Friedhof hinauf, von hier hat man einen Blick auf die Kathedrale. Anschließend geht es zum George Square, von hier starten die Stadtrundfahrten. Wir haben noch etwas Zeit bis die deutsche Tour beginnt, so bleibt noch Zeit für einen Kaffee. In einem von außen eher unscheinbaren Gebäude befindet sich ein Cafe. Innen erwartet uns Prunk. Auch hier ist es, wie in Edinburgh, ein altes Bankgebäude. Bei der Stadtrundfahrt werden alle Sehenswürdigkeiten erklärt, wir steigen beim Tenement House aus. Diese Wohnung wurde über 50 Jahre von einer Miss Toward bewohnt (1911-1965) und da diese nichts wegwerfen konnte, waren ihre Sammlungen für die Nachwelt einzigartig. Später wurde diese Wohnung dem Nat. Trust of Scotland vermacht. Das Besondere ist: in solchen Wohnungen hätten auch meine Oma und Tanten wohnen können. Es handelt sich um eine einfache Mietwohnung für einfache Leute. Einrichtungen in Schlössern sind das genaue Gegenteil. Aber auch schon damals hatten diese Mietwohnungen fließend Kalt- und Warmwasser und Badezimmer. Sauchtehall Street und Buchann Street sind auch heute am Sonntag stark besuchte Einkaufsstrassen. Anders als bei uns in Deutschland haben alle Geschäfte auch am Sonntag durchgehend geöffnet. In einem Supermarkt kaufen wir noch rasch etwas für unser Abendessen ein, wir wollen grillen. Schwer bepackt geht es mit dem Roller Richtung Autobahn. Doch irgendwie verfahren wir uns, erst die Skizze von einem Passanten bringt uns auf großen Umwegen zum Mobil zurück. Merke: Vergesse nie die Landkarte im Mobil! Abends gibt es leckere Pfefferhacksteaks mit jungen Kartoffeln.

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Montag, 24. Mai

Die Duscheinrichtungen sind 1a. Roller verräumen, entsorgen und Tschüss! Heute wollen wir über die M 74 südlich nach New Lanark. Hier befindet sich eine alte Bauwollspinnerei, die 1970 als Museum eingerichtet wurde. Der ehemalige Besitzer dieser Spinnerei, Mr. Own, hat in den Jahren 1800-1825 viel soziales für seine 2500 Angestellten getan. Überwiegend wohnten diese in Firmenwohnungen auf dem Gelände, somit war der Arbeitsweg nicht so weit. Heute kann man eine Spinnerei, eine Arbeiterwohnung (um 1820), den Kaufmannladen, die Schule und das Haus von Mr. Own besichtigen. Alles wird anschaulich, auch mit Film (in deutscher Sprache) und Fotos erklärt. Für diesen interessanten Rundgang benötigt man mind. 3 Stunden. Für uns geht es weiter nach Stirling. Bei gutem Wetter – und heute scheint die Sonne - soll man oben von der Burg einen weiten Blick ins Land haben. Doch erst einmal heißt es: wo parkt man ein so großes Mobil in Burgnähe? So einige Male umkreisen wir die Altstadt. Bis wir schließlich unweit dieser auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz ein Plätzchen für uns finden. Bergan geht es zu Fuß in 20 Minuten. Wir haben Glück, dass die Burg erst um 18 h geschlossen wird. So haben wir noch eine Stunde Zeit für die Besichtigung mit dem Audio-Guide. Für diese Besichtigung ist unsere „Monatskarte“ gültig, ansonsten 10 £ pro Person Eintritt. Es gibt ausführliche Informationen über die Burg und das Leben von Mary Stuart. Oben von der Burgmauer erblicken wir einen großen Parkplatz, diesen wollen wir später zwecks Übernachtung ansteuern. Er liegt unweit auf dem Weg zu unserem morgigen Ziel, dem Loch Lomond.

   |   Tages KM: 102

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Dienstag, 25. Mai

Auf unserem Übernachtungsplatz, einem Parkplatz, wird es morgens etwas lauter. Das Wetter ist bedeckt. Wir nehmen die 811 zum Loch Lomond. Überall in den Wäldern sieht man Teppiche von blauen Hyazinthen, den Blue Bells. Ob es verboten ist einige für meinen Garten zu Hause auszugraben? Eine kleine Schaufel habe ich gestern im Supermarkt gekauft. Anmerkung: die Blue Bells wollen in meinem Garten nicht blühen! Wir nehmen den Weg westlich vom See. Es gibt viele Aussichtspunkte und viele Touristen. Bei Tabet führt uns die 83 ins Gebirge. Auf einem Picknickplatz sprechen uns zwei Engländer an und wir erfahren warum sie diese Gegend für ihren Urlaub bevorzugen. Noch höher im Gebirge stoßen wir auf einem Rastplatz auf zwei deutsche Mobile, es ergibt sich ein reger Austausch, denn sie haben einen Großteil der Tour mit dem Führer der Rohlands schon zurückgelegt. Wir fahren weiter bis Inveraray, inzwischen scheint die Sonne recht warm. Mittags besichtigen wir Inveraray Jail, das ehemalige Gefängnis. Auch hier deutsche Erklärungen, sogar an einer nachgestellten Gerichtsverhandlung( so um 1820) kann man teilnehmen. Einige Figuren sind täuschend echt dargestellt, zum Teil mit Geräuschen. Frauen und sogar Kinder wurden in diesem Gefängnis eingesperrt. Es wurde auch festgelegt was man zu essen bekam und wann man sich zu waschen hatte. Wenn ich bedenke, was den Personen damals bei recht kleinen Verfehlungen „blühen“ konnte –sogar bis Deputationen nach Australien- geht es den heutigen Häftlingen verhältnismäßig gut. Wir sehen uns auch noch das Schloss Inveraray an, heute Sitz der Campells. Ein Teil des Schlosses ist für Besichtigungen freigegeben, der andere ist privat. Besonders hervorzuheben sind die riesigen gewebten Wandteppiche, eigens für dieses Schloss angefertigt. Heute ist ein besonders großer Besucheransturm von Holländern, so kommen wir nicht besonders gut vorwärts, überall wird erklärt. Nach einem Kaffee auf dem Parkplatz fahren wir die 819 Richtung Norden und dann die 85 bis Oban. Vor Oban nehmen wir die Brücke über den Loch Etive, in der Nähe vom Sea Life Centre gibt es einen preisgünstigen Campingplatz. Hier sind wir mit unseren 55 Jahren schon Senioren und bezahlen für die Übernachtung nur 4,50 Pfund. Wir packen den Roller aus und fahren eine recht schöne Nebenstrecke (845) mit Ausblicken auf Loch Etive. Der Weg ist stellenweise ganz schön gebirgig und überall blühen die Blue Bells. Abends will es gar nicht dunkel werden, selbst um 22 Uhr ist es noch taghell.


   |   Tages KM: 183

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Mittwoch 26. Mai

Die Sonne weckt uns. Was es ist schon 9 Uhr? Jetzt aber raus aus den Betten und aufstehen! Was machen wir heute? Mal ein Tag zum Faulenzen wäre nicht schlecht. Mit dem Roller geht es auf Umwegen und über die Brücke nach Oban. Zuerst sehen wir uns Mac Caigs Tower an. Eine Nachbildung des antiken Colosseums von Rom mit Panoramablick auf den Hafen und den vorgelagerten Inseln. Beim Bummel durch den schönen Ort entdecken wir viele kleine Geschäfte, Shops und Imbissmöglichkeiten. Wir kaufen frischen Fisch und Vorräte im Supermarkt. Was wollen die vielen Leute hier einkaufen, es ist doch noch nicht Wochenende? Und auch dann hat der Supermarkt alle Tage geöffnet. Am Campingplatz warten wir auf Sonne, doch ab Mittag ist es bewölkt.

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Donnerstag 27. Mai

Wetter gut – alles gut! Wir starten zu den 48 Meilen Richtung Fort Williams. Unterwegs kann man noch das auf einer kleinen Insel gelegene Castel Stalker bewundern. Gegen 10 Uhr erreichen wir den Ausgangspunkt (einen Stellplatz in Nähe der Jugendherberge) zur Besteigung des 1343 m hohen Ben Nevis. Der Gipfel des Ben Nevis soll an 9 von 10 Tagen im Nebel versteckt sein und heute ist ein Tag ohne Nebel. Schnell sind unsere Rucksäcke gepackt und die Wanderschuhe angezogen – der Berg ruft. Laut unserem Reiseführer kann man in dieser Gegend schnell mit Wetterumschwüngen rechnen, so packen wir auch noch warme Kleidung und Verpflegung ein. Man rechnet 4 Stunden für den Aufstieg und 3 Stunden für den Abstieg. Mühsam steigen wir den Weg, über aus Felssteinen gepflasterten Stufen, aufwärts. Weiter oben treffen wir auf einen weiteren Wanderweg. Es geht stetig bergan und immer über Steine. Auf dem nach einer Stunde erreichten Hochplateau mit See machen viele Bergsteiger Rast. Wir nehmen unser Ziel, den Gipfel, in Angriff. Alles ist recht beschwerlich, Gruppen überholen uns, wir überholen sie und andere kommen uns schon vom Abstieg entgegen. Bei der einen Biegung – wir denken nun ist es geschafft – erwartet uns ein Schneefeld. Ich fühle mich ganz „flau“ und habe Kopfschmerzen. Man sagt uns, dass es noch ca. 30 Min. bis zum Gipfel sind. Peter geht alleine weiter und ich kann inzwischen ein Schwätzchen halten, mit all denen die sich hier ausruhen. Nach 45 Min. ist Peter mit all seinen Gipfelerlebnissen wieder da und wir machen uns an den Abstieg – Südseite und volle Sonne -. Was ich vorher nicht so beobachtet hatte, der Weg zieht sich treppchenweise über Felssteine. Für mich und meine Knie fast noch beschwerlicher als der Aufstieg. Nach qualvollen drei Stunden – ab und zu eine kleine Rast – sind wir dann „fix und foxi“ beim Mobil. Beide haben wir starke Kopfschmerzen und das Gesicht brennt –Sonnenstich? Wir fahren die noch wenigen Kilometer bis zum Stellplatz an der Winterseilbahn und übernachten hier. – Ruhen unsere müden Knochen aus.

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Freitag, 28. Mai

Wetter bewölkt – Gott sei Dank haben wir uns gestern für Ben Nevis entschlossen. Auf unserer Weiterfahrt auf der 830 nach Mallaig (von hier wollen wir die Fähre zur Insel Sky nehmen), fängt es sogar an zu regnen und es weht ein recht böiger Wind. Wir fahren eine landschaftlich schöne Stecke am Loch Eil entlang und sehen uns diese aus dem Auto an. Am Loch Morar gibt es herrliche weiße Strände- wie in Dänemark. Wir buchen die Fähre – 1 Mobil und 2 Personen über 40 £ – und gegen 11 Uhr geht es los. Nach 30 Min. Überfahrt kommen wir auf Sky an. Der Weg führt mit schöner Aussicht auf den Sound of Sieat in die Hauptstadt Broadford. Hier tanken wir auf und versorgen und entsorgen. Was sich als sehr zeitaufwendig erweist, da keiner unserer Wasseranschlüsse passt (da bleibt nur die Kanne). Nördlich biegen wir auf die 863 zum Dunvegan Castle ab. Wir verzichten auf eine Besichtigung (nicht in der Monatskarte enthalten und kostet 6.50 £ Eintritt) und nehmen die 850, vorbei an Heideweideland und bewaldeten Hügeln. Es gibt immer wieder Parkplätze mit schönen Aussichten auf die Buchten und vorgelagerten Inseln. Inzwischen hat der Wind die vielen Regenwolken vertrieben und zeitweise blickt die Sonne aus den Wolken. Von Uig gehen die Fähren zu den „Äußeren Hebriden“, doch man kann sich nicht alles ansehen und außerdem sind die Fährpreise unverschämt hoch. In Kilmuir gibt es ein Sky Museum. In alten mit Reet gedeckten Häusern sind alte Gegenstände liebevoll zusammengetragen und dekoriert. Wir machen zu Fuß noch einen Abstecher zu nahen Friedhof. Hier ist das Grab von Flora Mc Donald. Vor ihr wurde der letzte Thronanwärter von Schottland: Bonnie Prince Charlie (als Frau verkleidet) zur Flucht verholfen. Hier an der Steilküste von Sky weht ein sehr starker Wind. Wir finden ein windgeschütztes, abgelegenes Plätzchen für die Nacht. Morgen wollen wir uns an der Ostküste den „Kilt Rock“ und den „Old Man of Storr“ ansehen.


   |   Tages KM: 223

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Samstag, 29. Mai

Nach einer ruhigen Nacht, der Wind hat in der Nacht nachgelassen, weckt uns Sonnenschein. Wir setzen unsere Rundreise fort: Kilt Rock, Wasserfall und Old Man of Storr. Oft müssen wir mit dem Mobil anhalten, weil Schafe die Straße überqueren. Im kleinen Fischerhafen Portree, mit seinen bunten Häusern und vielen Einkaufsmöglichkeiten für Touristen, machen wir Station. Durch das Glen Varragill mit den hier typischen Häusern erreichen wir die Brücke die Sky mit dem Festland verbindet. (Maut 5.70 £) Wir wollen uns bevor wir weiter Richtung Norden zu den „Wester Ross“ fahren, das typisch schottische Castle „Eilean Donan“ ansehen. Erst 1920-32 von den Mc Rae sehr kostspielig aufgebaut. In deutsch kann in jedem Zimmer alles wissenswerte nachgelesen werden. Das Wetter ist heute sehr wechselhaft – auf Regen folgt Sonne -. Wir fahren auf der 890 – gebirgig - am Loch Carron auf Single Roads. Es klappt prima mit der Verständigung und dem Halten auf den ausgewiesenen Passier- Stellen. Überall sieht man Schafe, Heide und ab und zu einen See (Loch). Am Loch Maree machen wir am späten Nachmittag Rast. Es regnet wieder einmal. Da es aber relativ warm ist, gibt es hier wahre Schwärme von Moskitos. Wir haben uns schon vorgestern im Hafen von Mailleg wohlweislich mit Spray und einer Art Kopfüberwurf eingedeckt. Zieht Peter die Moskitos an? Am frühen Abend, hier scheint um 19 Uhr immer noch die Sonne, zieht Peter verkleidet los um die Umgebung zu erkunden. Die Sonne scheint selbst hier um 21 h abends just noch wie bei uns in Deutschland um 16 h. So richtig dämmrig wird es erst gegen 23 h und des nachts nicht so richtig dunkel. Wir sind hier ungefähr auf dem Breitengrad von Moskau.


   |   Tages KM: 193

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Sonntag, 30. Mai

Wir trauen uns nicht ein Fenster zu öffnen, die kleinen schwarzen Quälgeister sind schon da und tanzen vor dem Fenster. Nach dem Motto: „Her mit eurem Blut, dann geht’s uns gut!“ Selbst das Fliegengitter ist für sie kein Problem, da kommen sie ohne weiteres durch. Der Lüfter in der Küche löst das Problem – er sorgt für den Luftaustausch. Wir sind jetzt zwei Wochen in Schottland unterwegs und haben jedes Zeitgefühl verloren. Links vom See liegen die Viktoria Falls und sind einen kleinen Abstecher wert. Von hier hat man einen Blick über den glasklaren Loch Maree. Die Berge und Wolken spiegeln sich in ihm, das ist ein Foto wert. Über Gairloch und Poolewe führt uns der Weg nach Inverewe Garden. Diesen wollen wir heute besichtigen. 1862 wurde von einem jungen Mackenzie der Grundstein für diesen schönen botanischen Garten gelegt. Das milde Klima des Golfstroms begünstigt den Wuchs der einheimischen und exotischen Pflanzen. Zuerst hat Mackenzie Bäume zum Schutz gegen die starken Winde gepflanzt. Mauern umgeben den Garten und 130 000 Besucher jährlich suchen diesen schönen Garten (mehr als 22ha) auf. 1952 wurde dieses Anwesen dem Nat. Trust of Scotland übergeben. Wir laufen die Wege bei Sonnenschein ab. Als wir gegen 13 Uhr unser Reisemobil aufsuchen (Peter will Formel 1 sehen) fängt es an zu regnen, aber 15 Min später klart es wieder auf. Ich gehe nochmals in den Garten auf Fototour. Um 15 Uhr fahren wir auf der 832 mit Blick auf die Grinard Bay mit ihren Badestränden und dem Loch Little Broom zu den Falls of Measach. Von einer Hängebrücke kann man tief in die Schlucht blicken. Bis Ullapool am Loch Broom ist es nicht mehr weit. Wir versorgen das Auto mit Kraftstoff, kaufen im nahen Supermarkt (heute ist Sonntag) ein und bummeln am Hafen entlang. Außer kleinen netten Häusern gibt es nicht viel Sehenswertes. Wir beschließen in einem der vielen „Take away“ Shops uns Fisch and Chips zu kaufen. Gleich am Hafen essen wir die riesigen Portionen und die vielen Möwen machen sich über die Reste her. Wir wollen noch etwas fahren und uns außerhalb einen Übernachtungsplatz suchen. Bei der Ruine Ardvreck Castle entdecken wir einen. Die Ruine ist zur Zeit eingerüstet. Mal sehen was im nächsten Jahr mit viel Eintritt hier zu besichtigen ist.

   |   Tages KM: 151

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Montag, 31. Mai

Von unserem „neuen“ Castle Parkplatz (ohne Verbotsschild: no Overnightparking) geht es weiter die 894 nach Norden. Aussicht auf: moorige Landschaften, Heide, Schafe und links der Atlantik mit seinen Buchten. Über teilweise recht steile Bergstraßen fahren wir auf Single Roads bis Durness. Wir passieren nur wenige Dörfer. Das hängt mit der Endsiedelung von 15000 Menschen im 19. Jh. zusammen. Damals brauchten die Großgrundbesitzer mehr Weideland für ihre Schafzucht. In Durness nehmen wir den Campingplatz Sango Sands oben an der Steilküste mit Blick auf die Strandbucht. Heute bei Sonnenschein ist hier viel Betrieb: Spaziergänger mit Hunden und Surfer. Das Wasser (Handprobe) ist noch recht kalt. Wir nehmen den Roller und fahren zur Fähre, die uns zur Halbinsel mit dem Cape Wrath (höchster Punkt von nordwest Europa) bringt. Doch jetzt ist Ebbe, die Fähre fährt erst wieder bei Flut um 14 Uhr. So besichtigen wir vorher die Smoo Cave Höhlen (kein Eintritt). Den ersten Teil erreicht man über einen Treppchenweg hinunter zur Strandbucht. Diese dreiteilige Kalksteinhöhle lässt sich nur im ersten Teil allein besichtigen. Danach kann man mit einem Schlauchboot (mit Führer gegen Gebühr) die zweite Höhle mit Wasserfall erkunden und dann zu Fuß ein Stückchen in die sich anschließende dritte Höhle gehen. Wir nehmen den Rundweg (mit Einsicht in die zweite Höhle von oben) zurück. Als wir gegen 14 Uhr bei der Fähre ankommen, warten schon einige Personen auf diese. Um 14.30 h geht es dann in einem kleinen Boot (4 Pfund pro Person) mit uns und noch 8 weiteren Personen los. Drüben erwartet uns ein Minibus, der uns für weitere 6.50 £ p.Pers. die 16 km zum Cape Wrath (Aussichtspunkt) bringt. Das Gebiet ist Militärgebiet und Spaziergänge links und rechts des Weges sind nicht zu empfehlen – es ist auch stark moorig. Der Fahrweg ist sehr schlecht und führt uns in einer Stunde über „ Stock und Stein“ zum Cape. Der Leuchtturm wurde schon 1820 von Stevenson erbaut. Wir haben gute 45 Min Aufenthalt. Auf steilen Wegen kann man ums Kap wandern und sich den starken Wind um die Nase wehen lassen. Dann geht es auf gleichem Weg zurück mit noch mehr Fahrgästen und zwei großen Hunden. Diese riechen stark und wir sind wieder froh, als wir am Bootssteg ankommen. Das kleine Fährboot liegt tief im Wasser (wichtig die Gewichtsverteilung) und bringt uns rasch zum Roller zurück. Als wir gerade im Mobil sitzen und einen Kaffee trinken, prasselt ein starker Regenguss nieder. So wird es nichts mit unserem Grillabend und bereite unser Abendbrot im Mobil zu. Abends klart es dann wieder auf und wir können bis 22 h bei Tageslicht lesen.


   |   Tages KM: 69

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Dienstag, 1. Juni

Gegen Morgen gibt es ein starkes Gewitter mit heftigen Regengüssen. Dann, um 9.30 h, scheint wieder die Sonne. Wir rüsten uns für eine Wanderung zum Beinn Ceannabeinne (383m). Diese Tour ist in unserem Reiseführer beschrieben, doch wir finden den Weg nicht auf Anhieb. Der Weg geht steinig und langsam bergan, bis er sich am Sattel nach links über Hochmoor zum Gipfel zweigt. Wir verfolgen die Spur von einer Art Geländefahrzeug und müssen so mache große Pfütze umrunden (wahrscheinlich von den Regengüssen am Morgen). Wir benötigen zwei Stunden für den Aufstieg und unsere Wanderstiefel und Stöcke sind uns nützlich. Ab und zu fängt es an zu tröpfeln, aber die Regenwolken werden durch den Wind vertrieben. Den Rückweg planen wir ein wenig anders, aber auch dieser Weg ist bequem zu laufen. Gegen 14 h sind wir am Mobil. Eine kleine Stärkung, ent- und versorgen, ein kleiner Einkauf im Supermarkt (dort gibt es Mehrkornbrot aus Deutschland) und schon kann es weiter gehen. Um das Loch Eriboll geht es auf Single Roads bis Tongue. Hier zweigen wir auf die 836 nach Süden, wir suchen einen Übernachtungsplatz. Die 873 führt am Loch Naver nach Osten mit schönen Ausblicken auf den See und einem stark überfüllten Campingplatz hier in der Einöde. Endlich nach Syre finden wir einen befestigten Platz zum Übernachten. Unterwegs gibt es Haltepunkte mit Informationstafeln, auf denen man die Geschichte der „Highlands Clearances“ erzählt: Im 18 Jh. ging nach einer verlorenen Schlacht das traditionelle Clansystem unter. Die Crofter-Familien wurden zwangsweise an die Küste umgesiedelt und der gesamte Wald gerodet, damit man im großen Umfang Schafsucht betreiben konnte. Viele Bewohner wanderten nach Übersee aus, siehe Neuschottland in Kanada. Bis in die heutige Zeit gehören die Grafschaft zu den menschenleersten Regionen, die Sutherlands zu den reichsten Grundbesitzern und ihr Stammsitz Dunrobin Castle zu den prächtigsten Schlössern Großbritanniens. Und wir: wir grillen und lassen die Mücken tanzen.


   |   Tages KM: 99

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Mittwoch 2. Juni

Wir verlassen nach dem Frühstück dieses ruhige Plätzchen. Ab Bettyhill auf die 836 und zum nördlichsten Punkt, nach Strahy Point. Das einzige was man hier hat ist: die schöne Aussicht. Mittags weiter auf Single Roads bis Thurso. Wir parken unser Mobil auf einem Busparkplatz und machen einen Bummel durch die Kleinstadt. Inzwischen scheint mal wieder die Sonne. Ab und zu nehmen wir für den Lunch ein leckeres Sandwich mit. Nach Thurso kommt die Dunnet Bay mit ihrem langen Badestrand. Wir fahren zum Dunnet Head, von hier hat man einen Blick auf die vor gelagerten Inseln: Storma und den Orkneys. Wir beschließen morgen keinen Tagesausflug auf diese Inseln zu machen. Wir kommen bestimmt ein zweites Mal nach Schottland und dann wollen wir auch noch was neues entdecken! Auf dem Weg nach Duncansby Head, hier steht das letzte Haus nordwestlich, kommen wir am Sommerschloss der Königinmutter (Schoss Mey) vorbei. Der Garten ist für Besichtigungen geöffnet. Am Duncansty Head gibt es eine Vogelkolonie, ein unbeschwerlicher Rundweg von 2 km führt dorthin. Wir können leider keine Puffins – die Papageientaucher – auf den Felsen entdecken, dafür viele Möwenarten. Auf der 99 geht’s nun weiter Richtung Wick. In der Stadt biegen wir nach Noss Head ab. Über kleine Ortschaften: Papigoe und Staxigie geht es zu diesem Punkt. Auf dem Castle Parkplatz kann man in aller Einsamkeit übernachten. Während ich noch ein wenig lese, mach Peter einen Trip zur Burgruine. Abends gibt es frischen Fisch aus Thurso. Heute richtiges Grillwetter: Sonne, windstill und keine Mücken.


   |   Tages KM: 159

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Donnerstag, 3. Juni

Als wir aufwachen steht neben uns noch ein weiteres Mobil. Es tröpfelt, der Regen wird stärker, alles sieht grau in grau aus und der Wetterbericht sagt auch kein besseres Wetter für den Norden von Schottland voraus. Was soll’s, bis jetzt hat uns das Wetter noch nicht enttäuscht. Kleines Missverständnis, denn nach Wick verpassen wir alte Grabstätten, die mein Mann sich gerne angesehen hätte. Bis Helmsdale ist die 99 hier an der Küste sehr gebirgig. Wir besuchen das Timespan-Museum. Anhand einer kleinen deutschen Erklärung sehen wir uns die Ausstellung an. Es gibt einiges zu sehen über die Geschehnisse in Sutherland. Unser nächstes Ziel ist Dunrobin Castle & Gardens mit seinen 189 Zimmern. Dieses nördlichste Highlandschloss ist der Sitz derer von Sutherland, die nach den von ihnen besonders rabiat durchgezogenen Highland Clearances zweifellos bis heute mit einem beschädigten Image leben. Das Castle strahlt feudalen Reichtum aus und nicht alles ist für Touristen zugänglich, hier wird auch noch gewohnt. Im riesigen akribisch gestalteten Garten, der sich zur See hin ausbreitet, kann man Falkner-Vorführungen erleben. Im Gartenhaus-Museum kann man Jagdtrophäen aus aller Welt bestaunen. Wir folgen weiter der A 9 über die Brücken des Dornoch Firth und Cromarty Firth Richtung Inverness. Bei Tore biegen wir ab und nehmen für die Nacht einen Stellplatz mit Blick auf Moray Bay. Sehr bald gesellen sich noch mehr Mobile zu uns (auch deutsche). Inzwischen lässt der starke Wind etwas nach. Wir essen und lesen. Was steht Morgen auf dem Programm?

   |   Tages KM: 171

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Freitag, 4. Juni

Gegen Morgen wird es von der Straße her lauter. Wir parken in Inverness auf dem Supermarkt-Parkplatz, man kann dort 2 Stunden gratis parken und zur Innenstadt sind es nur wenige Schritte. Und - wir wollen später beim Supermarkt noch unsere Vorräte auffüllen. Bei der Touristeninformation holen wir uns einen Stadtplan. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander. Das Museum kostet keinen Eintritt und zeigt Gegenstände, die man hier bei Ausgrabungen gefunden hat. Auch alte Zimmereinrichtungen hat man zusammengetragen. So, nun wird es Zeit für unseren Einkauf, in 30 Min läuft die Zeit ab! Wie immer kaufen wir mehr ein, als wir beabsichtigt haben. Liegt es daran, dass wir hungrig sind? Jetzt nehmen wir die A 82 Richtung Fort William am Loch Ness entlang. Immer wieder halten wir Ausschau nach – Nessi. Doch das Ungeheuer lässt sich nicht blicken. In Drumnadrochit besichtigen wir Urguhart Castle. Die malerische Ruine liegt auf einer Landzunge im Loch Ness. Hier gilt unsere Monatskarte, ansonsten 6 £ Eintritt p.Pers. Im Besucherzentrum wird anhand eines Films die Geschichte dieser Burg erzählt. Auch gibt es ein kleines Burgmodell an dem anschaulich alles gezeigt wird wie es früher vor der Zerstörung aussah. Die Ruine ist soweit renoviert, dass man ohne Mühe über Treppen alles ersteigen und anschauen kann. Im Fort Augustus sehen wir uns den 1822 fertig gestellten Caledonian Canal an, der Loch Lochy, Loch Oich und Loch Ness miteinander verbindet. Über insgesamt 29 Schleusen kann man somit vom Atlantik zur Nordsee schiffen. Das nutzen viele Motor- und Segelboote. Wir haben Glück und können Vorort beim Schleusen zweier Boote zusehen. Beim Loch Lochy wechseln wir auf die A 86. Hier am Loch Laggran im Creag Meagaihd Nat. Nature Reserve bleiben wir auf einem Stellplatz über Nacht. Um uns herum sehen wir die Gipfel von einigen respektvollen Bergen (über 1000 m). Nachdem alle Wanderer ihre Autos bestiegen haben sind wir mit der Landschaft allein. Erst um 23 Uhr (in Deutschland ist es Mitternacht) dämmert es hier. Wenn es nicht so kalt (13°C) draußen wäre, könnte man vor dem Mobil noch lesen.

   |   Tages KM: 134

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Samstag, 5. Juni

Wir besichtigen das Highland-Folk-Museum in Kingussie. Außer ein paar im Original aufgebauten alten Häusern mit Einrichtungen und Hausrat hat man hier auch allerhand Maschinen und Geräte aus der Landwirtschaft zusammengetragen. Die deutsche Beschreibung ist kurz und knapp und an einigen Orten erteilen die Mitarbeiter des Museums Informationen. Wir beide stellen immer wieder einstimmig fest: zu der Zeit und zu den damaligen Bedingungen möchten wir nicht gelebt haben! Wir fahren in den Nationalpark „ the Cairngorms“, benannt nach dem Cairn Gorm einem 1245 m hohen Gipfel. Unser Fahrzeug ist für die kleinen PKW-Stellplätze am See ungeeignet, so parken wir am Straßenrand. Vor unserem Mobil breitet sich der Loch Morlich mit seinen vielen Wassersportmöglichkeiten aus. Wir dösen in der Sonne und schauen auf die zum Teil noch mit Schnee bedeckten Gipfel. Hier kommen fast alle Sportarten auf ihre Kosten. Weiter geht’s auf der 95. Ab Grantown on-spey fahren wir den Whisky-trail. Es wird in allen Brennereien das frische Wasser des Spey für die Herstellung dieses edlen Getränks benötigt.Die Landschaft ist sehr reizvoll und wir machen einen Abstecher bei der Glenfiddich- Distellery (die mit dem Hirsch). Diese führt kostenlose Besichtigungen durch. Wir haben Glück und können nach einem kleinen Einführungsfilm (auch in deutsch) mit einer kleinen Gruppe die geführte Tour durch diese einheimische Distellery (seit Gründung immer noch im Familienbesitz) unternehmen. Zum Schluss gibt es eine Gratisprobe vom 12 Jahre alten Glenfiddich. 1 - 2 - 3 Schlückchen ---, der wärmt durch. Und so mancher Autofahrer dürfte wohl jetzt nicht mehr weiter fahren. Wir steigen auf die nahe Burg Balvenie (Monatskarte). Diese Ruine muss früher mal ein sehr feudales Castle gewesen sein. Kurz vor Charlestown haben wir einen Campingplatz gesehen, den Aberlour Garden Camping. Diesen steuern wir an, Ent- und Versorgung ist angesagt. In diesem wunderschönen, mit Backsteinmauern eingegrenzten Campingplatz finden wir ein Rasenplätzchen. Es ist eine ehemalige Gärtnerei, das besagen Fotos aus den 20zigern. Wir grillen und machen uns dann auf zu einem Spaziergang in den nahen Ort Charlestown, ½ Stunde zu Fuß. Angekommen müssen wir auf unser Bier verzichten, denn es fängt an zu regnen. Wir machen uns schnell auf den Heimweg, denn Regenzeug und Schirm liegen im Mobil. Schöner Fußweg abseits der Straße.


   |   Tages KM: 165

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Sonntag, 6. Juni

7 Uhr Sonnenschein – 9 Uhr Regen, wir fahren zum Schloss Ballindalloch (samstags geschlossen). In diesem Schloss wird seit dem 16 Jh. noch gelebt!! Es ist in dem für die Besucher freigegebenen Teil so eingerichtet (wie vor 50 Jahren), als ob die Besitzer es gerade verlassen haben. Wir denken dass einige Zimmer, wenn die Besucher fort sind, auch noch benutzt werden. Um das Schloss eine schöne englische Gartenanlage. Schade, dass die Rosen noch nicht blühen! Von Marypark fahren wir noch Norden, Richtung Forres. Hier liegt die Destillery Dallas Dhu. Seit Ende 1980 gehört diese still gelegte Destille dem Scotland Trust und kann besichtigt werden. Über Audio Guide wird an den einzelnen Punkten in deutsch alles ausführlich erklärt. Auch hier gibt es zum Abschluss ein Schnäpschen – Sehr empfehlenswert, bevor man zur Besichtigung anderer Destillen fährt. In Elgin steht die Ruine einer bedeutenden Kathedrale aus dem 13. Jh. und etwas außerhalb die Ruinen des Spynie Palace (eines Bischoffsitzes). Heute am Sonntag ist viel los in Elgin, denn wir finden keine Parkmöglichkeit. Wir gehen der Sache nach. Auf einem großen Rasensportplatz im Centrum gibt es die „modernen“ Highland-Games. Gruppen aus 8 Personen müssen verschiedene sportliche Aufgaben bewältigen. Einige Personen sind recht feucht von den Spielen. Eine Augenweide ist die Musikgruppe von Dudelsackpfeifern. Wir suchen den Stellplatz an der Spey-Mündung auf. Doch diese Woche hat man dort beim Wildlife Centre volles Programm und der Parkplatz scheint noch voll zu werden. So fahren wir weiter an der Küste entlang und bleiben im Hafen von Portgordon. Außer vielen grauen Häusern und ein paar Fischereischiffen im Hafen ist alles „tote Hose“. Für uns gerade richtig – ruhig und Blick aufs Meer. Ich sammele Standgut für eine Bildcollage.

   |   Tages KM: 117

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Montag, 7. Juni

Schön wäre mal ein Tag am Meer, doch der starke Wind hält uns davon ab. Wir fahren weiter die schmale Küstenstrasse zu den Bow Fiddie Rock’s. Vom Parkplatz aus ist es nur ein kurzer Fußweg zum Aussichtspunkt, von wo man einen schönen Blick auf den Torbogenfelsen mit seiner Möwenkolonie hat. Mittagspause in Portsoy. Wir parken oberhalb, vielleicht ist im historischen Hafen für unser doch recht großes Mobil kein Platz zum Wenden. Der Ort ist beschaulich, aber jetzt in der Vorsaison und dazu noch am Montag sind kaum Touristen unterwegs. Banff lädt uns zu einem Spaziergang ein, wir parken unten am Hafen. Danach biegen wir zur Route B 9123 nach Gardenstown ab, die Straßen haben 17% und mehr Gefälle. In Gardenstown parken wir das Auto oben an der Straße. Die Straße geht steil bergab, für die Fußgänger über viele Treppenstufen. Im Hafen erreicht uns eine SMS von Freunden in Italien – 24°C und Cappuccino in der Sonne. Davon ist hier leider nicht die Rede. Wir sind froh, wenn einmal nicht regnet. Recht bald kommen wir an eine Traumbucht, die Cullykhan Bay. Und weil die Sonne so schönt scheint, beschließen wir hier den Rest des Tages zu verbringen. Wir wandern auf die vor gelagerte Landzunge und haben einen schönen Blick auf Pennan Head mit seinen bunten Häusern. Nach einem Kaffee ziehe ich mit meinen Malutensilien los und Peter will in eine nahe Höhle hinabsteigen. Hier könnte man durchaus ein paar Tage verweilen.

   |   Tages KM: 57

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Dienstag, 8. Juni

Das Wetter nimmt uns die Entscheidung ab – regnerisch und kühl. Wir fahren weiter und der Regen wird stärker. Mit einem Abstecher in diesen netten Fischerort Pennan wird es nichts. Wir fahren über Ellon zum Castle Tolquhon. Am Eingang dieses Mal keine Aufsicht – somit Eintritt frei. Diese Burg so um 1500 entstanden (jetzt Ruine), hat man äußerlich an vielen Teilen wieder so errichtet, dass man als Besucher es sich gut vorstellen kann wie es früher hier einmal ausgesehen hat. Man kann über mehrere Stockwerke über intakte Treppenhäuser steigen und auf Tafeln ist alles benannt. „Nettes“ Castle, besonders für Kinder. Danach geht es auf direktem Weg nach Aberdeen, der drittgrößten Stadt Schottlands. Die Altstadt mit ihren Universitäten liegt mit ihren schmalen, gepflasterten Straßen abseits der Neustadt. Einen kleinen Bummel zum King’s College lohnt sich allemal, 1495 erste gegründete Universität der Stadt. Wir parken das Mobil um. Die Neustadt ist 1 ½ km von der Altstadt entfernt. Im Zentrum liegen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten beieinander. Doch weder die St. Nicholas Kirk (älteste Pfarrkirche Schottlands), noch das Provost Skene’s House (feudales Wohnhaus des Bürgermeisters aus dem 17. Jh.) ist heute für Besichtigungen geöffnet. Am besten hat uns eine ganz andere Kirche gefallen: eine Kneipenkirche, ein wenig gruftig gestaltet. Dieses Viertel mit seinen Kneipen und Cafes scheint das Studentenviertel zu sein. Am Torpy Battery, der Südspitze Aberdeens mit Blick auf den Hafen, finden wir einen Stellplatz für die Nacht. Viele Schiffe (Tankschiffe?) passieren den Hafen. Aberdeen gelangte erst nach den Ölbohrinseln hier in der Nordsee zu Wohlstand.

   |   Tages KM: 126

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Mittwoch 9. Juni

Von Aberdeen fahren wir nach Stonehaven um uns das etwas außerhalb auf einem Felsvorsprung im Meer gelegene Dumnottar Castle anzusehen. Zu dieser Ruine und 6£ Eintritt geht Peter alleine. Ich mache derweil eine Skizze vom Castle. Peters Kommentar nach der Besichtigung: sehenswert. Auf der 957, einer Querverbindung, kommen wir auf die 93. Hier wollen wir uns Crathes Castle & Garden ansehen. Für zwei Personen parken und Eintritt 20 £, finden wir ganz schön happig. Dieses ist ein typisches Schloss im Baronial Stil des 16. Jh. Ein turmartiges Gebäude mit Schießscharten, verschiedenen Erkern und Türmchen verziert. Liebevoll eingerichtete Innenräume. Besonders der Wallgarten mit seinen kunstvoll geschnittenen Eibenhecken, den vielfarbigen Lupinen und anderen Stauden hat es uns angetan. Man sollte sich dafür Zeit nehmen! Ist auch noch Zeit für das Craigievar Castle? Ja, aber Di - Fr nicht geöffnet. Wir beabsichtigen auf dem schönen Parkplatz davor zu übernachten. Eigentlich nicht erlaubt.

   |   Tages KM: 88

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Donnerstag, 10. Juni

Immer wieder schöne Landschaften, so erreichen wir Corgraff-Castle. Es stehen nicht mehr viele Mauern und wir haben schon schönere Ruinen gesehen. Der Garten ist nur mit Eintritt (über eine Hotelanlage) zu betreten und wir beschießen lieber wieder ein Stückchen zurück in einem Antiquitätenlädchen zu stöbern. Das ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen im Ausland. Doch alle diese schönen Sachen sind für ein Reisemobil ungeeignet. Wir nehmen die 939 und dann die 976 (eine Single Road Richtung Süden). Wieder auf der 93 geht es in das Sommerschloss der englischen Königsfamilie, Balmoral Castle. Das Schloss ist von einem großen Park und Mauern umgeben. Für 5£ Eintritt kann man im Schloss nur einen Raum, den Ballsaal mit seinen vielen Gemälden besichtigen. Ein wenig enttäuschend. Ein gepflegter Garten mit Gartenhaus (die Einrichtung lässt sich durch die Fenster von außen betrachten), Gewächshaus und Ställen kann besichtigt werden. Nur in den Sommermonaten (April bis Juli) ist eine Besichtigung möglich, dann kommen auch bis zu 30 000 Busse. Wir rechnen nach was die Königin nur mit den Eintrittsgeldern in dieser Zeit einnimmt. In Braemer, dieser Ort ist durch die Highland-Games Anfang September bekannt, gibt es außer der Burg und ein paar Souvenirshops wenig sehenswertes. Durch das schöne Tal des Clunie Water geht es stetig bergan. Rundherum grüßen uns die Gipfel der 1000 m hohen Berge. Gleich nach dem Pass, hier gibt es für den Wintersport einige Lifte) finden wir ein Übernachtungsplätzchen. Da es noch recht hell ist, können wir gut die Berghänge beobachten. Wir sehen Rotwildherden (Deers), manche Herden mit über 50-80 Tieren. Sie sehen unheimlich nah aus und lassen sich durch uns nicht stören. Peter findet bei einem kleinen Spaziergang ein abgestoßenes Geweih.

   |   Tages KM: 117

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Freitag, 11. Juni

Unsere letzte Woche in Schottland bricht an. Immer wieder Natur pur: das Glen Shee , die schmale Straße (950) nach Kirkmichael und die 924 bis Pitlorchy. Diese Stadt scheint ein „Muss“ für alle Touristen zu sein. Wir schwärmen aus: Wanderausstattungen, Souvenirshops ein großes Visitor Center – für jeden Geschmack etwas. Wir starten im Supermarkt einen Großeinkauf für die nächsten Tage. In einer Heritage wird anschaulich die Herstellung von Schmuck gezeigt. Und zwar aus dem Holz von Heidesträuchern, die überall in Schottland wie Unkraut wachsen. Getrocknet, gefärbt, geleimt und gepresst werden diese in einer Fabrik dann als „Scheibchen“ zu Schmuck bearbeitet. Man muss nur Ideen entwickeln. – Auch wir erwerben so ein Anschauungsstück. Danach machen wir einen Abstecher Richtung Norden, zum Blair Castle. Über den geschichtsträchtigen Pass of Killicrankie (hier wurden 1689 die Engländer von den Schotten besiegt) ist es bis zum Castle nicht weit. Seit über 700 Jahren gehört es der Atholl Familie und steht offensichtlich bei vielen Touristen auf dem Besichtigungsplan. In 32 Räumen (Infoblätter in deutsch) gibt es viel zu sehen. Wir fahren nun die 9 km Richtung Pitlochty zurück und biegen dann auf die B 8019 zum Loch Tummel ab. Nach 7 km gibt es einen Ausblick, den Queen’s View. Von einer Kanzel kann man auf das Loch Tummel tief im Tal schauen. Wir beschließen uns am See ein Übernachtungsplätzchen zu suchen. Es gibt viele Feriensiedlungen, aber keinen Stellplatz. Dann nach dem Ort Tummel Bridge, die schmale Straße führt bergauf und bergab, findet sich ein netter Übernachtungs- Platz.

   |   Tages KM: 96

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Samstag, 12. Juni

Eine Single Road führt zum Loch Rannoch. Auf der Straße ist viel unterwegs – Wochenende. Man kann hier: Fischen, Wandern, Montainbikefahren und vieles mehr. Da das Wetter nicht viel versprechend aussieht, fahren wir bis Tunnel Bridge zurück, nehmen die 846 Richtung Süden, dann über eine schmale Straße über Keltneyburn nach Fearnan am Loch Tay (bevorzugtes Freitzeitgelände für Wassersportarten). Am See entlang bis Kenmore und von hier nach Aberfeldy. Auf dem Weg liegt Menzies Castle. Der Clan hat dieses inzwischen unbewohnte Castle (16 Jh.) teilweise wieder herstellen lassen und für Besichtigungen freigegeben. Besonders imponieren uns die vielen Latrinen von damals. Der Ort Dunkelnd mit seinen unter Denkmalschutz gestellten Wohnhäusern gefällt uns sehr. Weiter geht es nach Perth, der ehemaligen Hauptstadt Schottlands. Zuerst sehen wir uns vor der Stadt das Castle ............an. Heute findet bei dieser Doppelburg eine Hochzeit statt. Für 600£ kann man einen großen Raum für die Tauung mieten, sehr romantisch. Der andere Teil der Burg lässt sich bis oben auf die Zinnen (Rundweg) besteigen und der Ausblick (bei uns auf die Hochzeitgesellschaft) ist nicht zu verachten. Inzwischen scheint wieder die Sonne und unser Navigator führt uns zum Castle Elcho (Explorer Pass). In dieser Ruine mit ihren 3 Stockwerken kann man unbeaufsichtigt über viele Treppenhäuser umhergehen. Nun ist es Kaffeezeit und gar nicht zu einfach ein geeignetes Plätzchen zu finden. Wir parken am Stadtpark und halten Rast auf einer Parkbank mit Kaffee und Pancake – wobei einige an die Möwen verfüttert werden – Auf dem Parkplatz gegenüber, ab 18 h nicht mehr gebührenpflichtig, wollen wir übernachten. Dann haben wir noch Zeit für einen Stadtbummel. Doch dieser Parkplatz erweist sich als ungünstig. So ab 19 Uhr treffen sich hier die Autoliebhaber mit ihren „aufgemotzten“ Fahrzeugen und lassen die Motoren aufheulen. Wir flüchten. Um Mitternacht kommen wir auf dem nahen Tesco Supermarkt-Parkplatz an. Wie praktisch, können wir doch gleich morgen früh zum Einkauf starten (alle Tage geöffnet).


   |   Tages KM: 153

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Sonntag, 13. Juni

Einkaufserlebnis bei Tesco, frische Lebensmittel und eine Jeans-Arbeitshose für Peter für nur 4£. Von Perth bis Dandee nehmen wir die Autobahn und die mautpflichtige Brücke über den Firth of Tay. Heute scheint die Sonne, aber es bläst ein kräftiger Wind. In der Nähe von St. Andrews gehen wir auf einen Campingplatz. Der recht komfortable Platz mit beheiztem Schwimmbad war gar nicht so einfach zu finden. Kostenpunkt 14,50£ pro Tag. Wir dösen in der Sonne und lesen, als die Sonne sich wieder einmal versteckt, im Mobil. Heute ist Formel 1 Tag. Auf dem Platz stehen überwiegend Homemobile. Die sind etwas komfortabler als die Caravans und dürfen auch mit 10 km/h auf Straßen bewegt werden.

   |   Tages KM: 50

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Montag, 14. Juni

Ruhetag – Rollertag. Sonnenschein und Frühstück vor dem Mobil. Heute ist St. Andrews-Tag. Das Küstenstädtchen an der Nordsee ist stolz auf seine Meriten, denn sein Wahrzeichen, das Andreaskreuz, schmückt immerhin die schottische Flagge. Außerdem wurde hier 1412 Schottlands erste Universität und 1754 der erste Golfclub der Welt gegründet. Zuerst ist die Besichtigung der Kathedrale angesagt. Ein gigantisches Bauwerk aus dem 12. Jh., mit 31 Altären. Wir steigen auf den St. Rule’s Tower (Eintritt) und 164 Stufen lohnen der Rundumsicht allemal. Zu Fuß sind es nur ein paar Schritte zur Ruine St. Andreas Castle. Dieses wurde bei Reformationskämpfen 1546 1547 belagert und dann durch eine franz. Flotte zerstört. Sehenswert die Mine. Stollen, sie wurden von außen bei der Belagerung durch das Gestein getrieben, ebenso von innen um Attacken abzuwehren. Den anschließenden Stadtbummel machen wir zu Fuß. Dann geht es weiter mit dem Roller auf der Costal Tourist Route A 917 nach Crail. Hier liegen aneinandergereiht die sehenswerten Fischerdörfer der Insel Fife. Mit dem Roller kommen durch die engsten Gassen bis zum Hafen mit den netten bunten Fischerhäusern. Unser nächstes Ziel ist Anstruther, hier gibt es ein Scottish Fisheries Museum. Wissenswert: alles über den Heringsfang, der von hier seit vor über 100 Jahren den Orten Reichtum brachten. In der besten!!! Fischbratküche Scotlands der „Arnstruther Fisch Bar“ holen wir uns Haddock mit Fritten und essen diesen auf einer Bank mit Blick auf den Hafen. Selbst bei so starkem Wind wie heute, fast sind uns die Verpackungen davongeflogen, ist der Fisch ein Genuss. Pittenweem ist bekannt durch seine Galerien und Antikshops. Hier kann man gut sein restliches Urlaubsgeld „an den Mann bringen“. Doch dafür haben wir auf dem Roller keinen Platz! Unsere letzte Station ist die Hafenstadt Elie mit seinen schönen Sandstränden, doch heute bei dem starken Sturm sehen die Stände wie leergefegt aus. Durchs Binnenland geht es mit Rückenwind wieder nach St. Andrews zum Campingplatz zurück. Wir nutzen heute das beheizte Schwimmbad. Bei etwas mehr Zeit ist ein Spaziergang an der Küste von Crail nach Anstruther (5 km) zu empfehlen.

   |   Tages KM: 70

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Dienstag, 15. Juni

Entsorgen – versorgen, dann treten wir die Fahrt Richtung Edinburgh an. Auf der Strecke noch ein Kurzeinkauf. Ab Mittwoch wollen wir mit der Renovierung von Björns Wohnung starten. Über die Brücke Forth Road Bridge (1964 erbaut) gelangen wir nach Edinburgh. Wir parken am Hollyrood Park und steigen bei schönstem Sonnenschein auf den 251 m hohen Arthurs Seat (leichter Aufstieg). Den Rückweg treten wir über Camstane Quarrys an, von hier hat man einen guten Blick auf Edinburgh und den Forth. Am späten Nachmittag treffen wir uns mit Björn und Tina um die Renovierung zu besprechen.

   |   Tages KM: 102

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Mittwoch 16.6. bis Freitag 18.6.

Bis 16 Uhr haben wir gemeinsam renoviert. Nun heißt es Abschied nehmen. Meine Gedanken: War es eine gute Entscheidung diese Altbauwohnung zum kaufen? Na – in 2 bis 4 Jahren wird es sich zeigen! Wir fahren die 68 Richtung Süden zum Castle Craigmuir. Eine Ruine mit vielen Räumen und Treppenhäusern. An der Küste weiter auf der Coste-Route bis Dirleton Castle & Garden. Wir wollen auf dem Stellplatz vor dem Castle übernachten, doch der Stellplatz erweist sich als zu schief. So übernachten wir auf einer großen Wiese, gleich gegenüber und ruhig gelegen. Ich bin so müde, dass ich gleich nach dem Abendessen ins Bett falle. In der Nacht davor habe ich kein Auge zugemacht. Wir hatten starke Regenfälle und weil wir unter einem Baum standen verstärkte Tropfgeräusche – einfach schrecklich

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Samstag, 19. Juni

Besichtigung von Dirleton Castle & Garden im Regen. Trutzige Normannenfestung aus dem 13. Jh. mit ehemaliger Zugbrücke und Graben. Erweiterungen im 14. und 15. Jh., Zerstörung 1650 durch Cromwells Truppen. Nicht weit entfernt liegt Tantallon Castle mit seinen 4 m dicken Mauern auf den Felsen der Steilküste, auch dieses wurde durch Cromwell zerstört. Jetzt müssen wir uns aber sputen, denn es sind noch 160 km bis New Castle und um 17.30 h legt dort unsere Fähre nach Amsterdam ab. Einchecken bis 16 h. Unterwegs kaufen wir mit den restlichen £ noch im Safeway Supermarkt ein, heute am Samstag ist dieser gerammelt voll. Wir haben noch etwas Geld, gerne würde ich noch eine Clematis „Montana“ für unseren Garten zu Hause kaufen. Doch Peter hat keinen Nerv – die Zeit drängt. Bei einem Gartenmarkt parkt er trotzdem ein und ich springe raus und schnappe mit die erstbeste Verkäuferin und wir finden tatsächlich in kurzer Zeit zwei Pflanzen. Pünktlich um 15.30 h kommen wir bei der Fähre an und mit uns ca. 100 Motorradfahrer aus den Niederlanden. Die Einschiffung zieht sich und wir kommen so ziemlich zuletzt auf die Fähre, die 17.30 h ablegt. Auf dem Schiff gilt die mitteleurop. Zeit, also ist es jetzt schon 18.30 h. Wir haben „Commodore Class“ (gegen 40 Euro Aufpreis) gebucht, Frühstück inbegriffen.

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Sonntag, 20. Juni

Pünktlich um 9.30 h Ankunft im Fährhafen von Njmuiden - Amsterdam. Doch unsere Ausschiffung zieht sich. Zuerst die Pkws vom Oberdeck, dann die Motorräder und erst dann unser Mobil. Stress, gleich im Hafenbereich verfahren wir uns und immer dran denken: hier herrscht Rechtsverkehr! Endlich erwischen wir die richtige Autobahn und am Spätnachmittag sind wir ohne wesentliche Staus wieder wohlbehalten zu Haus.

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