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Spanien - Marokko - 2005-1

So schnell kann eine Reise zu Ende sein!

So schnell kann eine Reise zu Ende sein!

Frühling 2005
Reisebericht von Monika und Peter Ambos

1.Febr. bis 2. Febr.
Besuch von Verwandten in Freiburg


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Donnerstag, 3. Febr.

Ab Freiburg geht es über die Grenze bei Mühlhaus - weiter über die A36 - Baume - N83 - Besancon – Arbois – Lons-leSaunier – Bourg en Bresse nach Villars. Der von uns angesteuerte Camping hat leider geschlossen, so übernachten wir auf dem Parkplatz davor.

   |   Tages KM: 372

Freitag, 4. Febr.

Weiter geht über die Autobahn um Lyon herum über Vienne – N7 – Nimes – bis Narbonne Plage. Wir nehmen den Stellplatz beim „Aquajet Creneau Naturel“. Der Stellplatz ist gratis.

   |   Tages KM: 465

Samstag, 5. Febr.

Wir wollen einen Ausflug zur mittelalterlichen Stadt Carcassonne unternehmen. Auf dem Rückweg stoppen wir in Narbonne und besichtigen die Kathedrale und die Innenstadt mit Rathaus. Zurück am Parkplatz haben wir eine kleine Meinungsverschiedenheit mit Busfahrern. Es hat ihnen nicht gefallen, dass wir auf einem Busparkplatz gestanden haben. Die Parksituation im Ort ist schwierig. Übernachtung in Narbonne Plage.

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Sonntag, 6. Febr.

Nachts Sturm und starker Regen (Außentempeatur10°C). Weiter fahren wir über Leucate, die Küstenstrasse entlang bis Cerbere. Hier passieren wir die Grenze. Die Strecke ist gebirgig mit grandiosen Ausblicken. Das Wetter ist gemischt, mal trocken und dann wieder Regen. In Figueres besichtigen wir das Salvador Dali Museum. Sehr Eindrucksvoll – besonders die Bilder, die erst auf den 2. Blick das wahre Bild erkennen lassen. Inzwischen haben wir 17° Grad. Wir fahren weiter an die Küste L’Escala. Zwei Campingplätze steuern wir an, beide haben noch Winterpause. Beim letzteren müssen wir eine lange Strecke wieder rückwärts bis zur Hauptstrasse fahren. Wir nehmen einen Stellplatz im Hafen. Es setzt starker Regen ein, die Strasse kann die Menge nicht bewältigen und die Gullydeckel hebt es aus ihren Verankerungen, große Vorsicht ist geboten.


   |   Tages KM: 250

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Montag, 7. Febr.

Über Verges fahren wir nach Ullastret (röm. Ausgrabungsstelle), im Februar noch geschlossen. Pals hat eine schöne, in sich geschlossene Altstadt. Nächste Station ist Palamos. Wir parken weit außerhalb. Unser Weg geht am Strand (hohe Brandung) entlang zum Hafen und in die Altstadt. Nur wenige Geschäfte haben geöffnet. Von St.Feliu führt nun die Straße durchs Gebirge mit schönen Ausblicken auf die Küste und teilweise hässlichen Touristen-Unterkünften aus den 70zigern. Wir sehen uns Tossa de Mar (Vila Vella) an. Noch geschlossene Restaurants und Bars, so geht es zur Anhöhe. Im Sommer soll hier kein freies Plätzchen zu finden sein (3.000 Ew. und 60.000 Gäste), zur Zeit kaum vorstellbar. Auf der bergigen Küstenstr. sind viele Radfahrgruppen unterwegs – beschwerliches Überholen. Noch ein wenig Gebirgsstr., dann sind wir in Lloret de Mar. Wir sehen Wohnmobile auf Parkplätzen stehen. Auf der Suche nach einer geeigneten Zufahrt führt uns das Navi steil bergan, durch eine Einbahnstr. Hoppla - wir müssen wenden und finden die Zufahrt. Ein Riesenmobil lässt den Generator laufen, eine VW-Bus- Besatzung steigt durch die Schiebetür aus und ein (Rummms) – und es regnet wieder mal, sonniger Süden wo bist du?

   |   Tages KM: 107

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Dienstag, 8. Febr.

Über die Autobahn und Schnellstr. (sehr verwirrend) erreichen wir einen Campingplatz vor Casteldelfels, Filipinas. Mit uns scheinen nur wenige Campinggäste hier zu sein, endlich Sonnenschein. Wir verabreden uns mit Herrn Ruks. Er kommt mit dem Auto und bei einem Gläschen Sekt sprechen wir über alte Zeiten. Er fährt uns zum Einkaufen und zurück, hier am Platz haben die Geschäfte noch geschlossen. Wir verabreden uns mit ihm für Mittwochabend.

   |   Tages KM: 100

Mittwoch, 9. Febr.

Barcelona, mit dem Bus L94 sind wir in 45 Min. im Zentrum. Wir schlendern durch die Les Rambles, eine Flaniermeile mit Straßenkünstlern, Blumen, Zeitungs- und Vogelständen. Der Markt Sant Josep – Lebensmittelmarkt seit 1830 – fasziniert mit großem Angebot an Erdbeeren (Kilo1.19 €), Fisch Fleisch Gemüse und Obst. Alles sehr appetitlich aufgebaut. Weiter geht’s über Placa del Rei, Poleau Reial Major, Placa de Saint Jaume, Kathedrale La Seu, Barri Gotic (Gotic Viertel), Rathaus, Oper und vielen historischen Gebäuden. Uns fällt auf, dass alle Gebäude einen äußerst gepflegten Eindruck machen. Wir sehen uns das Museum der alten Schiffswerften an. Am Nachmittag schließen wir die Stadtbesichtigung mit einer Stadtrundfahrt ab. Auf dem Doppeldecker ist recht frisch (22.-€ pro Pers.). Abends haben wir unsere Verabredung zum Essen. Herr Ruks holt uns mit dem PKW ab. Es gibt Fischvariationen, und wir wissen unseren Gastgebern vieles aus „Old Germany“ zu berichten. Erst weit nach Mitternacht treffen wir wieder bei unserem Campingplatz ein.

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Donnerstag, 10. Febr.

Flugzeuglärm ab 7 Uhr. Mit dem Bus fahren wir wieder in die Innenstadt Barcelonas. Wir besichtigen das span. Dorf am Montjuic (6 €), anlässlich der Olympiade 1992 gebaut. Viele Gebäude aus Spanien sind hier in Miniatur nachgebildet. Geschäfte von Künstlern und viele Restaurants haben sich hier niedergelassen. Zu Fuß gehen wir bis zum Nationalmuseum und zum Olympiastadion. Ein schöner Blick über Barcelona erwartet uns. Mit der Tour Barcelona geht es weiter über die Hochbrücke, Olympiazentrum bis zur Kathedrale. Dann wieder ein kleiner Fußmarsch an der Musikhalle vorbei bis zum Placa Catalania, hier steigen wir wieder ein und fahren mit dem Bus bis zur Kirche von Gaudi Sagrada Familia. Sie ist noch unvollendet, aber von außen sehr eindrucksvoll. Seit 1882 baut man an dieser Kirche (1884- 1926 Gaudi). 1950 wurde die Arbeit finanziert durch Spenden wieder aufgenommen. Voraussichtlich wird es noch 40 Jahre bis zur Fertigstellung dauern. Auf dem Markt am Les Rambles kaufen wir ein und fahren mit dem Bus zurück zum Platz.

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Freitag, 11. Febr.

Heute Morgen starten und landen die Flugzeuge aus einer anderen Richtung, so wachen wir erst recht spät auf. Ein kurzer Blick aus dem Alkovenfenster und dann Entsorgen, Versorgen, bezahlen - für 3 Tage 50 Euro. Mal auf Autobahnen und dann wieder auf Landstrassen fahren wir Richtung Süden. Es wird wärmer, das Thermometer zeigt 28° Grad. Nach Valencia biegen wir bei Olivia zum Strand, auf den Campingplatz „Europa“ ab. Wir haben einen Stellplatz in den Dünen. Unterwegs pflückten wir ein paar Orangen, igitt wie waren die sauer!


   |   Tages KM: 449

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Samstag, 12. Febr.

Mit dem Roller machen wir einen Ausflug nach Oliva. Mist - falsche Karte dabei und noch mal zurück. Bei Pego gibt es schöne Terassenfelder, Mandeln, Kirschen und Orangen - ein Blütentraum. In Planes kehren wir ein im einzigen geöffneten Cafe im Ort und verzehren Tapas und genehmigen uns einen Espresso. Über den Stausee Beniarres und einer schönen Gebirgsstrecke fahren wir nach Lorcha. Wir nehmen den gleichen Weg zurück, durch ein noch sehr ursprüngliches Spanien.

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Sonntag, 13. Febr.

Heute machen wir nochmals eine kleine Roller-Tour, an der Küste entlang bis Denia. Hier besitzt unser Freund Jürgen ein Ferienhaus und das wollen wir uns ansehen. Im Hafen genießen wir eine Tasse Kaffee – ein wirklich schöner Ort. Wir fahren weiter an der Küste und sehen viele Radfahrgruppen auf dem Weg nach Javea. Über Moraira führt uns eine schöne Strecke an der Steilküste bis Calpe. Unterwegs viele schöne Häuser mit Meeresblick. In Calpe trifft uns der Schock – nur Hochhausburgen! Nun zieht es uns ins Gebirge, über eine interessante Strecke - vorbei an blühenden Mandelbäumen, Orangenplantagen und durch Flies geschützte Kakaobäume? Über Orba und Pego fahren wir zurück nach Oliva. Unterwegs kaufen wir noch frische Orangen (20 St. 3.00 €), sie schmecken zuckersüß. Am Campingplatz haben wir Sonnenschein und herrliche 24° in der Sonne.

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Montag, 14. Febr.

Am Camping bezahlen wir für 3 Tg. 70 €, ganz schön heftig für die Nebensaison. Über Altea – Benidorm (wie schrecklich diese Bettenburgen) bis Alicante. Die Stadtautobahn ist kostenfrei bis Elche. Hier sehen wir uns die Palmengärten an, in der Vorsaison sind nur wenige Besucher hier. Über die A37 reisen wir weiter bis Cartagena und treffen wieder auf die 332. Wir fahren durch das Campo de Cartagena mit seinen blühenden Mandelbäumen und in den Tälern sehen wir Gemüseanbau (Salat und Brokkoli), Treibhäuser bis Mazarron. Hier wollen wir Clubmitglieder aus dem iaRMC (Arthur und Gerda) besuchen. Doch es gar nicht so einfach diesen Platz zu finden – es gibt mehrere – doch nur einen (Bolnuevo in Puerto Mazarron) am Wasser. Der Campingplatz ist voll – und viele Wohnmobilisten stehen vor dem Platz auf Warteschleife. Arthur und Gerda sind seit dem 1.12. hier und wollen noch bis zum 11.3. bleiben, dann erwarten sie Arzttermine in Deutschland. Arthur ist bereits 85 und wir sagen uns: „Hut ab“ vor solchen Touren. Doch ihm macht das Autofahren nichts aus. Wir sitzen bei Rotwein im Vorzelt und als wir spät abends zu unserem abgestellten Mobil gehen ist es zwar windig aber es sind immer noch angenehme Temperaturen – so wie bei uns im Sommer.


   |   Tages KM: 247

Dienstag, 15. Febr.

Wir bleiben einen Tag Vorort und fahren mit dem Mobil nach Puerto Mazarron. Am Hafen ist zurzeit große Baustelle. An der Promenade sehen wir viele Cafes, die Sonne scheint kräftig. Wir erledigen Einkäufe im Supermarkt, es gibt alles was das Herz begehrt. Nachmittags sind wir zum Kaffee bei Arthur und Gerda und spielen bis in den Abend Kniffel. Wir müssen noch einmal umparken, weil angeblich Falschparker (Freisteher) mit Strafmandaten um 400€ bestraft werden. Es findet sich noch ein Plätzchen am Warteparkplatz für den Campingbereich. Erst gegen 20 Uhr komme ich zum Kochen. Nachts ist es sehr stürmisch- besonders die nahen Markisen der Cafes klappern recht laut.

Mittwoch, 16. Febr.

Wir verabschieden uns bei Arthur, Gerda ist schon beim Sport. Dieser Campingplatz bietet eine Menge Unterhaltung für seine Gäste. Darum ist er auch wohl bei dem internationalen Publikum sehr beliebt. Gegen 10 Uhr starten wir über Nebenstrecken nach Agiuilas. Wir parken im Hafen und kommen mit Engländern ins Gespräch. Sie sind bereits seit Samstag hier auf dem Parkplatz. Sehenswert ist hier die Keramiktreppe. Wir fahren ins Binnenland. Von Los Estrechos geht es über die Querverbindung nach Puerto Lumberras. Teilweise ist die Straße so schmal, dass uns kein großer Brummer entgegenkommen darf - wer fährt dann zurück? Gebirgig geht’s über die kostenfreie Autobahn A92 bis kurz nach Baza. Schon von weitem sehen wir den Stausee Embalse de Negratin, der sich blau von den schroffen Felsen, die sich braun, gelb und rötlich vom blauen Himmel abheben, leuchten. Hinter uns die weißen Gipfel der Sierra Nevada. Über die sehr gut ausgebaute 315 bei Cuevas del Campo fahren wir weiter an schier endlosen Olivenhainen bis Quesada. Ab hier suchen wir einen Stellplatz für die Nacht, kurz vor Cazorla soll ein Camping sein. Die Zufahrt ist sehr steil und nur 2.4m breit. Wir parken erst an einmal an einem Feldweg und machen uns zu Fuß auf den Weg nach Cazorla. Der Campingplatz erweist sich für uns als ungeeignet, aber wir haben Glück, denn die Burg Castillo de la Yedra ist bis 20 Uhr geöffnet. Wir besuchen das dortige Museum und ein Führer begleitet uns durch die Ausstellungsräume. Durch schmale Gassen, steile Steige, an alten Häusern vorbei, gehen wir ca. 2 km zurück zu unserem Auto und beschließen hier stehen zu bleiben.

   |   Tages KM: 281

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Donnerstag, 17. Febr.

Nachts Temperaturen um den Gefrierpunkt. Heute wollen wir nach Übeda, einer Stadt spanischer Baukunst (Renaissance / Barock 17 Jh.), Kirchen und Palazzos liegen recht weit auseinander. Der Stadtplan von der Touristinformation ist empfehlenswert. Einige Bauwerke sind nur mit Eintritt zu besichtigen. Eine andere schöne Stadt auf unserem weiterenWeg ist Baeza. Wir parken am Piazza de Toros und nicht weit zu Fuß sind die wichtigsten Bauwerke wie: Fuente de los Leones, Kathedrale und Palacio de Jabalquinto zu erreichen. Es sind nur noch wenige Touristen in der Stadt. Die Temperaturen sind tagsüber nur 9° C, aber viel Sonne. Wir bleiben über Nacht auf dem Parkplatz.

   |   Tages KM: 62

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Freitag, 18. Febr.

Unsere heutige Route führt uns von Baeza, Linares nach Banos de la Encina, hier sehen wir eine Festung an, von dem maurischen Fürsten El Hacim erbaut (Bauzeit von 357 bis 967). Dann nehmen wir den Weg zum Stausee Embalse de Rumblas. Doch wie sich herausstellt landen wir nicht an einer Badestelle (Picknickplatz), sondern am Staudamm. Unterwegs begegnet uns auf der sehr schmalen Strasse ein LKW Oh! Gerade noch mal gut gegangen. Nun wollen wir uns das kleine Städtchen Andujar ansehen. Über Nebenstrecken gelangen wir in die Stadt Bailen, mitten ins Strassengewirr der Altstadt. Die Strasse wird immer enger und dann zur Einbahnstrasse. Mitten in der Altstadt entlädt ein kleiner Pritschenwagen Ware und blockiert einen Teil der Strasse, Pkws kommen vorbei - wir aber nicht. Nichts geht mehr! Hinter uns setzt ein Hupkonzert ein. Der Pritschenwagenfahrer ist nicht zu sehen. Ein Polizist kommt, findet den Fahrer und hilft noch schnell beim Abladen. Dann läuft er zu Fuß vor uns die Strasse entlang und zeigt uns den Weg heraus - aus diesen engen Gassen. Ich bin fix und fertig – habe ich uns doch schon für ewige Zeit hier in der Stadt verbringen sehen. Fahrer Peter verbringt seine Meisterleistung. Bevor es weiter nach Andujar geht machen wir noch einen Ausflug ins Gebirge zum Wallfahrtsort Virgin de la Cabeza. Über 30 km, an vielen Olivenplantagen, Picknickplätzen und schönen Aussichten vorbei, schlängelt sich diese Aspaltstr. unserem Ziel entgegen. Riesige Wiesen dienen den Pilgern (letztes Wochenende im April) als Lagerstätten. Auch wir erklimmen den Kirchberg und sehen uns oben die Kirche und die Madonna an. Auf dem Rückweg machen wir mittags eine Rast auf einem sonnigen Plätzchen. Eine Stunde brauchen wir bergab und entschließen uns gleich über die 311 zur Provinzhauptstadt Jaen zu fahren. Am Südring Ronda Sur finden wir einen großen Parkplatz und merken uns diesen für die Übernachtung (hier sind keine Campingplätze in der näheren Umgebung). Auch hier ist die Innenstadt für größere Reisemobile nicht geeignet. Am Straßenrand finden wir einen geeigneten Platz. Zu Fuß geht es zur wirklich sehenswerten Kathedrale Santa Maria und an vielen schönen Gebäuden vorbei, bis es schummrig wird. Gegen 19 Uhr sind wir an unserem Übernachtungsplatz.

   |   Tages KM: 204

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Samstag, 19. Febr.

Nach dem Frühstück zieht es uns nochmals in die Altstadt von Jean. Markthalle und Museum (naive Malerei, Volkstümliches und arabische Bäder). EU- Bürger Eintritt frei. Dann geht’s über die Nebenstrecke 306 weiter und bei El Carpio auf die Autobahn nach Cordoba. Es ist gar nicht so einfach den vor der Stadt liegenden Campingplatz Los Villares zu finden. Ab Camping Municipal gibt es dann eine gute Ausschilderung. Wir scheinen die einzigen Gäste zu sein. Wir stellen uns abseits an die Wasserstelle und bunkern erst einmal Frischwasser. Peter entsorgt und putzt die Dachfenster. In der Sonne genießen wir noch einen Kaffee. Am Abend wird es recht frisch (7° C), doch unsere Heizung sorgt für wohlige Wärme. Sternenklare Nacht und recht ruhig.

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Sonntag, 20. Febr.

Mit dem Roller geht’s mit 14% Gefälle in die Altstadt. Wir finden einen Parkplatz gleich in der Nähe der Kathedrale, die heute am Sonntag erst ab 14 Uhr besichtigt werden kann. So sehen wir uns erst das jüdische Viertel mit den vielen engen Gässchen an. Schöne Einblicke in orientalische Innenhöfe, manchmal als Restaurant oder auch privat genutzt. Im Sommer muss es dort lauschig und kühl sein. Wir sehen uns ein solches Haus (jetzt kl. Privatmuseum) von innen an. Die Callejon de las Flores hat jetzt im Febr. noch keinen Blumenschmuck. Die Mezquita (Moschee aus dem 12 Jh.) ist nach einigen Anbauten und Umbauten nach Zerstörungen eine Kathedrale. Sehenswert (umwerfend) sind die mehr als 850 Säulen aus Granit, Jaspis und Marmor, fast verwirrend. Die Bögen sind rot/weiß gestreift und durch unterschiedliche Lichteinfälle treten sie stark hervor (spanisch flämischer Stil). Wir machen noch Fotos von der Römerbrücke und fahren dann mit dem Roller zur außerhalb der Stadt gelegenen Medina Azahara. Mit 10.000 Arbeitern hat Kalif Abd al-Rahmann III diesen Palast im 10. Jh. errichtet. Berber plünderten diesen Palast 1010 und man entwendete viel Baumaterial. Seit einiger Zeit restauriert man nun diese Ruinenreste. Heute am Sonntag leider nur von 10 bis 14 Uhr geöffnet. So müssen wir ohne Besichtigung unseren Weg fortsetzen. Es gibt frische Erdbeertorte in der Sonne vor unserem Mobil

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Montag, 21. Febr.

Spannende Wahlen in S-H, wir verfolgen sie bis Mitternacht. Gleich nach dem Frühstück wollen wir abreisen. Doch der Platzbetreiber scheint nicht am Platz zu wohnen und die Tore sind verschlossen. Na - das kann ja wohl lange dauern, denn am Anschlagsbrett ist keine Telefon Nr. hinterlassen. Ich suche erst einmal im Wörterbuch nach Formulierungen für Fragen nach dem Platzbetreiber auf spanisch. Vielleicht kann uns ja jemand helfen. Da fährt ein Auto vor – der Platzbetreiber. 28.80 € für 2 Tage in dieser Abgeschiedenheit. Wir nehmen einen anderen Weg abwärts, 14% Gefälle sind für mich ein Horror. Der zweite Weg zieht sich, bis wir auf die 431 treffen. Bei Almo Dovar sehen wir uns eine Burg (Privatbesitz) an. 4.50€ pro Pers. – absolut empfehlenswert. Auf viele Wehrtürme lässt es sich steigen und man hat einen Weitblick bis zum 30 km entfernten Cordoba. In fast allen Sprachen (auch in deutsch) hat man Erklärungen angebracht. Anfang 1900 hat ein Privatmann aus Sevilla diese Burg (damals Ruine) gekauft und liebevoll renoviert. Alte und neue Bilder belegen die Renovierung vortrefflich. Palma del Rio ist eine Kleinstadt mit einer guten Touristinformation, man zeigt uns die Sehenswürdigkeiten auf dem Stadtplan. Leider sind die Kirche wegen Renovierung und das Kloster über Mittag geschlossen. Wir kurven durch Lora del Rio um dann bei Caroma auf die N IV zu fahren. Nur noch 32 km bis Sevilla. Der Campingplatz liegt in der Nähe vom Flughafen und ist ausgeschildert. Mit uns stehen etliche Mobile und Caravans auf dem Platz.

   |   Tages KM: 150

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Dienstag, 22. Febr.

Heute Morgen haben wir die Waschmaschine in Betrieb gesetzt (3 ½ Std.). Die Sonne scheint, also wird die Wäsche draußen aufgehängt. Mit dem Roller geht’s über die Autobahn ins Zentrum von Sevilla. Wir parken vor der Uni und machen einen Spaziergang zum: Plaze de Espania, durch den Parque de Maria Luisa, Torre del Oro (Goldturm), Stierkampfarena in Barrio Santa Cruz, Judenviertel mit den vielen Pensionen und Restaurants und zur Kathedrale Santa Maria de la Sede. Ab 1402 100 Jahre Bauzeit, sie ist ein Meisterwerk der Spätgotik, unter den gotischen Bauwerken ist sie die größte. Christoph Columbus liegt hier begraben. Wir steigen auf die Giralda, Glockenturm er ist im Wesentlichen das Minarett der früheren Moschee. Interessant - im ersten Abschnitt gibt es keine Stufen, sondern schräge Aufgänge, so konnten zwei Reiter auf Pferden aneinander vorbei reiten. Der Vorhof Patio de los Naranjos wurde vom islamischen Teil des Gebäudes übernommen. Ein wichtiges anderes Bauwerk ist der Palast der maurischen Könige der Reales Alcazaren. Maurische Könige ließen die ersten Abschnitte bauen. Danach (Eroberung durch Christen) ließen die neuen Herren den Palast durch arabisch stämmige Handwerker erweitern. Schön sind die vielen Brunnen. Wir besuchen nur die vielen Räume und Gärten im Erdgeschoss. Nach diesem großen Besichtigungsprogramm planen wir mit dem Roller noch eine Spritztour an anderen Sehenswürdigkeiten vorbei. Doch leider verirren wir uns in den vielen Engen Gassen (Einbahnstr.) und nehmen dann die Strasse am Fluss (Rio Gualdalquiver) zum Campingplatz zurück.

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Mittwoch, 23. Febr.

Wir hören in den Nachrichten: Hamburg starke Schneefälle mit Sturm - hier morgens um 8 Uhr +10° C. In den Waschboxen reinigen wir das Mobil und haben Erfahrungsaustausch mit Reisemobilisten aus Kiel. Wir starten über die A49 Richtung Huelva. Ab Cartaya nehmen wir die 43 und gehen bei Isla Christina auf einen schattigen Strandparkplatz. Bei Sonnenschein 17° C lässt es sich gut aushalten. Am Meer ist es windig und kühl, zum Sonnenbaden braucht man ein windgeschütztes Plätzchen. Nachmittags beginnt es etwas zu regnen. Wir treffen einen Bremer PhoeniX-Fahrer. Aussteiger – er ist schon seit 3 Jahren mit seinem Mobil, Frau und Hund unterwegs. Sie haben ihr Haus in Deutschland verkauft und haben nur noch eine Postadresse bei der Tochter. Ob ich (wir) so leben möchten?

   |   Tages KM: 152

Donnerstag, 24. Febr.

Zu Fuß laufen wir in den nahen Ort, ein paar Kleinigkeiten einkaufen und nach Restaurants Ausschau halten. Eigentlich sehr preiswert. Für 4,80 € gibt es drei verschiedene Mittagsgerichte zur Wahl. Wir entscheiden uns aber fürs „selber kochen“ am Abend, so früh haben wir noch keinen Hunger. Am späten Nachmittag erkunden wir den ganzen Ort (in der ganzen Länge und Breite einschl. Hafen). Gegen Abend finden wir nur schwer den Weg zurück aus der Stadt. Wir fragen uns zum Campingplatz durch, der sich gegenüber unserem Stellplatz am Strand befindet. (Campingplatzgeb. 1 Nacht 19 €, für Langzeitbes. 8 €.) Am Platz tauschen wir uns noch mit anderen deutschen Reisemobilisten aus.

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Freitag, 25. Febr.

Mit dem Mobil machen wir uns auf den Weg zu der am nächsten gelegenen Stadt in Portugal. Hier soll es einfach sein Gas (Gastank) zu tanken. Wir finden tatsächlich die uns genannte Tankstelle und füllen unseren Tank (55 L kosten 24.80 €), für die nächste Zeit dürfte es keine Probleme mehr geben. Nach Isla Christina suchen wir einen anderen Parkplatz am Strand (unter Eukalyptusbäumen) auf. Die Sonne meint es gut mit uns und der Wind kommt aus dem Landesinneren. Wir finden ein windgeschütztes Eckchen an einer geschlossenen Strandbude und lassen uns die Sonne auf den Pelz brennen. Abends grillen wir die mittags im Ort gekauften Makrelen. (4 Stück 4.00 €)

   |   Tages KM: 44

Samstag, 26. Febr.

Wir machen einen langen Spaziergang in den nächsten Ort (4 km La Antilla).Es ist Ebbe und viele Einheimische sind auf der Suche nach Muscheln für ihre Paella. Sie stehen oft bis zur Hüfte im Wasser (wir finden es recht kalt) und ziehen ein recht eigenwilliges Gerät durch den Sand im Wasser. So schaben sie die Muscheln aus dem Sand und müssen diese noch sortieren (mit Inhalt oder nur Schale), sehr mühsam – aber die Muscheln müssen wohl eine große Delikatesse sein. Zurück am Stellplatz schnappen wir uns den Windschutz und unsere Liegematten und suchen uns ein Plätzchen am schier unendlichen Strand. Leider bewölkt es sich und sobald die Sonne bedeckt ist, wird es merklich kühler. Nach einem Kaffee am Auto beschließen wir noch ein Stückchen zu fahren. Wir landen nach Huelva auf einem Picknickplatz in Strandnähe. Der Strand um die Steilküste ist stark vermüllt (Parque Natural de Donana). In der Nacht setzt Regen ein.


   |   Tages KM: 72

Sonntag, 27. Febr.

Hier in diesem Naturreservat kann man an Führungen teilnehmen und seltene Vögel und freilebende Tiere (mit Glück) beobachten. Wir nehmen uns die Wallfahrtskirche in El Rocio vor. Die Stadt hat nur Sandstr., keine befestigten Wege. So schaut alles aus wie in einer Westernstadt. (Kirche Nuestra Senora del Rocio). Auf dem großen unbefestigten Parkplatz, durch den vielen Regen ist alles aufgeweicht, stehen viele Busse aus verschiedenen Ortschaften. Heute am Sonntag ist Gottesdienst. Auch wir betreten die Kirche und ich muss sagen: sehr schön. Rund um den Kirchplatz sind viele Geschäfte (Souvenirs) geöffnet und übervolle Cafes. Im Ort scheint es viele Herbergen zu geben. Zu Pfingsten findet dort eine Romania (1 Mio. Leute) statt. Scheinbar haben hier viele Orte Herbergen, in denen die Gläubigen aus den verschiedenen Gegenden übernachten können. Pfingsten ist hier dann wohl der „Teufel“ los! Es regnet immer noch kräftig und wir müssen das Naturschutzgebiet weitläufig umfahren, über Sevilla Autobahn bis Las Cabeas und dann an die Küste bis Chipiona. Kurz vor Rota parken wir bei einer Sportanlage. Als der Regen nachlässt, fahren wir in der Stadt und machen einen Stadtbummel. Abends parken wir zwecks Übernachtung auf einem Picknickplatz. Nur die hohen Bodenschwellen auf der nahegelegenen Strasse stören unsere Nachtruhe, wenn die Autos darüber donnern. Nachts fängt es leider wieder an zu regnen.

   |   Tages KM: 262

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Montag, 28. Febr.

Regen, Regen, Regen – wir gehen dennoch durch das nahe Kieferwäldchen zum Strand. Ebbe – draußen tobt die Brandung. Wir beschließen, uns bei dem „Scheißwetter“ Jerez anzusehen, die Stadt des Sherrys. Mit Schirm und Regenjacken bekleidet starten wir unsere Stadtbesichtigung beim Park Sandemann. Das Museum nahe der Sandemann Bodega klärt uns auf, warum heute so wenige Menschen und Autos auf den Strassen sind: Heute ist andalusischer Nationalfeiertag. Auch das Museum hat geschlossen – aber morgen läuft alles wieder seinen Gang. Bei der Touristinfo im Ort gibt es einen schönen Stadtplan und Erklärungen was heute geöffnet hat. Wir trinken erst einmal einen Kaffee ( das Café ist heute am Sonntag recht voll). Wir finden noch ein Plätzchen bei einem span. Ehepaar und kommen mit Ihnen ins Gespräch. Er ist Polizeibeamter und spricht etwas englisch. Den Rest schreiben und zeichnen wir auf das Papier (fettig) von Churros, die er uns anbietet. Sie haben 6 Kinder 22 – 33 Jahre alt und er schreibt uns die Namen auf, auch erklärt er uns welche Berufe sie haben. Auch wir erzählen von unseren Kindern. Die Frau hat Bilder dabei und zeigt uns wo sie Urlaub machen (Tarifa), an Fotos haben wir nicht gedacht. So tauschen wir noch einige Informationen aus – z. Bsp. wo wir bereits in Spanien waren. Dann machen wir uns auf den Weg zur Kathedrale und zur Almohadenfestung. Tio Pepe, die Sherry-Bodega bietet heute am Sonntag Führungen an. Wir haben Glück, eine deutsche Gruppe startet in 15 Min. Per Video wird uns der Anbau des Weines und die Geschichte der Firma erklärt. Danach besichtigen wir die Lagerräume in denen der Sherry und Brandy gelagert werden. Auch für die Mäuse wird in den Lagerräumen gesorgt, so steht immer ein gefülltes Glas Sherry am Boden mit einer kleinen Leiter. Wie wir selbst beobachten konnten, machen die Mäuse regen gebrauch davon – amüsant. Auch wir durften am Ende der Führung an einer Verkostung teilnehmen. Trockener Sherry, kalt und lieblich auf Zimmertemperatur. An unserem Tisch (4 Pers.) sitzt ein junges Paar. Sie studiert zurzeit ½ Jahr Medizin in Cadiz, er in Berlin. Im Moment reisen sie herum und sehen sich einiges an. Wir sprechen über Berufsaussichten und unsere Eindrücke in Spanien wie Gastfreundschaften usw. Im Shop kaufen wir noch eine Fl. Sherry-Croft (wird nur nach England exportiert). Zurück am Auto – wir sind sehr nass – fahren wir nach Conil. Hier sollen sich die schönsten Strände befinden. Wir finden endlich einen Campingplatz der geöffnet hat – überwiegend Engländer. Die Plätze sind fast alle in starker Schräglage am Hang und viele durch den Regen aufgeweicht. Wir parken oben am Berg – mal sehen wie das Wetter morgen ist und wo wir uns dann reinquetschen.

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Dienstag, 1. März

Immer noch Regen – wir gehen nach dem Frühstück im kleinen Supermarkt einkaufen. Außer Brot, Wein und ein paar Konserven liegen nur Badeartikel in den Regalen. Aber das Brot ist gut – seit langem das erste Bauernbrot. Wir bestücken die einzige Warmwaschmaschine (30 Min.) und sehen uns nach einem geeigneten Stellplatz um. Wir schaffen es auch das Mobil einzuparken, doch bei der Schräglage reichen unsere Keile nicht aus. Wir ent- und versorgen am Platz. Als ich mit der Wäsche vom Tümmler zurückkomme, hat Peter sich mit dem Mobil auf einem Seitenstreifen im lehmigen Grasboden festgefahren. Die Räder auf der rechten Seite sind vorn und hinten bis zu den Achsen im Schlamm verschwunden, ich habe gedacht das Auto kippt um. Der Boden war, trotz Überprüfung, durch die Regenfälle der letzten Tage total aufgeweicht. Wir fordern Hilfe an der Rezeption an. Der Kleinlaster versucht unser Mobil erst nach vorn (was nicht klappt) und dann nach hinten rauszuziehen. Die Räder drehen durch, auch das Sperrdifferential nützt nichts - wir sind einfach zu schwer. Man besorgt Bretter als Unterfütterung und ein Engländer steht den Spaniern mit Rat und Tat zur Seite. Endlich – schafft es der Abschlepper uns rauszuziehen. Wir sind heilfroh! Hoffentlich haben wir nicht auch noch einen Reifenschaden, die Bretter hatten Nägel. Es gibt viele Schaulustige und die blödesten Sprüche kamen wohl von neidischen Deutschen – wie: was will man auch mit so einem großen Auto in Spanien, geholfen hat letztendlich nur ein Engländer. Inzwischen hat der Regen aufgehört. Wir parken unser Auto auf einem festen Grund (Parkplatz) und machen uns auf den Weg ans Meer - zu Fuß. Vielleicht sind es zum Meer nur 30 Min., aber durch viele Baumaßnahmen sind einige Wege abgesperrt und wir kommen nicht ans Wasser. Wir gehen Richtung Ort und treffen auf eine Strasse die zum Meer führt. Am Atlantik könnte man weit am Strand spazieren gehen, doch weil es wieder nach Regen aussieht, begnügen wir uns mit einem Kaffee am Strandrestaurant. Hier braucht man am Campingplatz schon einen PKW um ans Meer zu gelangen. Was reizt die vielen Urlauber (besonders Engländer) auf diesem Platz Urlaub zu machen? Wo das Wasser doch so weit weg ist? Den Nachmittag verbringen wir mit Wäsche waschen und trocknen.

Mittwoch, 2. März

Der Regen hat aufgehört – aber es geht ein starker Wind. Wir machen uns auf zu den Pueblos Blancos (den weißen Dörfern) der Sierra. Wir beginnen in Vejer de la Frontera und parken außerhalb der Medina (Altstadt) bei der Touristinformation auf einem Großparkplatz. Die Strassen sind schmal, winklig und steil. Wie finden sich die Einheimischen mit ihren Autos bloß zurecht und wo parken sie hier? Nicht weit entfernt liegt Medina Sidonia. Auch hier parken wir außerhalb. Durch ein Stadttor geht es in diesen schönen Ort. Wir erkunden die engen Gassen, sehen den Hauptplatz mit der Pfarrkirche, gehen zu den Resten der maurischen Burg. Am schönen Plaza de Espania gehen wir in eine Tapas Bar. Die Auslagen der Tapas und die vielen Tischchen sehen einfach zu einladend aus. Ich esse eine Tapas Variante, die hier wohl extra für Touristen angeboten wird. Peter ist etwas skeptisch was ihn wohl erwartet und nimmt gem. Salat und einen Fleischspieß. Gestärkt geht es in den engen Gassen wieder bergan zum Auto. In einem kl. Gemüsegeschäft kaufen wir Salat, Tomaten, Bananen und Orangen – alles sehr frisch. Die Strasse A393, die nun nach Arcos de la Frontera führt (50 km) geht bergauf und bergab und windet sich um einige Berghänge. Felder mit grünem Korn und bestellten Feldern, wir können nicht erkennen was hier wohl wachsen wird. Auch in Frontera parken wir außerhalb, die Altstadt liegt an einem steilen Berghang mit einem Wirrwarr von blendend weißen Häusern und hübschen Kirchen. Wir gehen zur Plaza del Cabilde, hier haben wir von einem Aussichtspunkt einen herrlichen Blick über die Landschaft. Weil es schon auf 18 Uhr zu geht, überlegen wir am See Arcos unterhalb der Stadt einen Übernachtungsplatz zu suchen. Wir stehen mit Blick auf Arcos und nur wenige Autos fahren an uns vorbei zur in der Nähe gelegenen Wohnanlage.

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Donnerstag, 3. März

Durch Landschaften mit schönen Aussichten über Berge und durch Täler, sehr abwechslungsreich, führt uns die Strasse über El Bosque nach Ubrique, die Stadt der Lederindustrie. Viele Geschäfte mit Lederwaren wie: Schuhe, Taschen und modischem Zubehör. Nun klettert die Strasse empor ins Gebirgsstädtchen Grazalema. Wir fahren zwar in die Stadt – aber mit Parkplätzen sieht es nicht so super aus – so fahren wir wieder zurück und parken außerhalb der Stadt. Wir marschieren die engen, steilen Gassen rauf und runter und im Sommer, wenn in den Blumentöpfen alles blüht, muss es hier zauberhaft aussehen. Auf dem Rückweg zum Auto fängt es an zu regnen. Wir fahren auf unserer geplanten Route weiter, durch Korkeichenwälder nach Ronda. Auf den Gipfeln der Serrania de Ronda liegt Schnee. Der in der Karte eingezeichnete Campingplatz liegt 2 km außerhalb - an der Strasse 369 nach Algeciras. Gleich am Anfang der Stadt (Hauptstr. geht mitten durch die Stadt) müssen wir kräftig in die Bremsen steigen und wären fast mit einem von rechts kommenden LKW zusammengestoßen. Eigentlich hatten wir Vorfahrt, wir müssen uns erst einmal von dem Schreck erholen. Die Ausschilderung Camping El Sur bringt uns gut durch die Stadt. Am Nachmittag starten wir zur Stadtbesichtigung, ½ Std. Fußmarsch bis zur Stadtmauer. Der Regen wird wieder heftiger. Wir besichtigen die Kirche Saint Esprit und haben vom Kirchturm einen Blick auf die Stadtmauer und Tor aus dem 13. Jh. Über schmale Bürgersteige machen wir einen Abstecher zur Kirche Santa Maria und zum Palais Mondragon. Nicht weit von hier gibt es Aussichtspunkte auf die Schlucht Tajo, die durch die Puente Nuevo die Altstadt mit der Neustadt verbindet. Von der Brücke kann man noch weitere römische Brücken sehen. Wir laufen noch bis zur Stierkampfarena (Ronda ist sehr berühmt durch die Ausbildung der Stierkämpfer) und durch weitere Einkaufsstrassen. Es gibt hier viele Restaurants und Geschäfte. Da der Regen immer heftiger wird, und ich inzwischen nasse Schuhe habe, brechen wir für heute die Stadtbesichtigung ab und gehen den langen Weg zurück in unser warmes Mobil.


   |   Tages KM: 101

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Freitag, 4. März

Es ist deutlich kälter geworden und der Regen geht in Schnee über. Was sollen wir machen? Ins Gebirge weiter fahren gibt keinen Sinn - ans Meer, vielleicht ist dort auch Regen? So beschließen wir einen Ruhetag einzulegen und die Schneefälle abzuwarten. Um uns herum suchen viele Vögel nach Futter unter anderem ein Wiedehopf. Die Schneedecke wächst zusehends. Ich bin so übel gelaunt und am liebsten würde ich nach Hause fahren. Spanien hatte ich mir bezüglich des Wetters ganz anders vorgestellt. So verbringen wir die Zeit mit lesen und es schneit weiterhin unaufhörlich. Da gibt es auf einmal eine willkommene Abwechslung - ein Reisemobil fährt sich im Schnee fest. Der Besitzer sägt schon fleißig an den Bäumen die Äste ab, gegen die er immer näher zu rutschen droht. Aus vielen Mobilen schaut man diesem Treiben zu. Peter und ich beschließen uns das aus der Nähe anzusehen, vielleicht können wir helfen. Wir schütten aus dem nahegelegenen Waschhaus, heißes Wasser auf die Eisplatten, damit das Eis schmilzt und die Reifen wieder greifen. Gemeinsam, nun kommt noch weitere Hilfe, schieben wir das Mobil auf den Stellplatz. So etwas kann ja jedem passieren! Jetzt ist es auch an der Zeit noch mal in Stadt zu gehen. Wir haben vor uns den Rest der Sehenswürdigkeiten anzusehen und am Abend würden wir uns gerne eine Flamenco Show ansehen. Winterlich ausgerüstet machen wir uns auf den Weg. Jetzt nach 18 Uhr haben nur noch ganz wenige Geschäfte geöffnet. Nicht weit sind die arabischen Bäder und die röm. arab. Brücke. Von hier ergibt sich ein wundervoller Blick auf die neue Brücke und Schlucht. In der Jesus Kirche sind viele Einheimische. Sie küssen den Jesus und die Marienfigur, die Karwoche scheint hier bereits in vollem Gang. Am Ende der Neustadt befindet sich das Flamenco Lokal. Die Show soll erst um 22 Uhr beginnen, wir reservieren Plätze und haben noch Zeit in einem nahen Restaurant einige Spezialitäten zu probieren. Calamaris, Fleischspieße und Muscheln. Die großen Muscheln, die uns der Wirt probieren lässt, schmecken uns überhaupt nicht, aber die kleinen – vorzüglich! Als wir das Flamenco Lokal betreten sind schon viele Leute (überwiegend Männer) da. Um 22.15 Uhr es geht endlich los. Auf der Bühne steht ein Trommler und nach und nach geben einige Männer ihre Stimme zum Besten. Peter meint: es hört sich so an, als ob jemand ihnen auf die Füße getreten ist. Es ist reine Trauermusik zur Karwoche. Nicht das was wir erwartet haben. In der Pause verlassen wir schnell diese Veranstaltung und begeben uns auf den langen Heimweg (1 Std.). Die Nacht ist sternenklar und es ist bitterkalt.

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Samstag, 5. März

Sonnenschein und Schnee – alles sieht wie verzaubert aus. Wir machen uns bereit für die Weiterreise und mit uns auch einige andere Mobile. Wir nehmen die 369 über Gaucin nach Algeciras. Das weiße Bergpanorama verzaubert uns. Immer öfter müssen wir einen Fotostopp einlegen. Uns kommen viele Einheimische mit ihren Autos entgegen. Auch sie genießen den Blick auf die weißen Berge und den Schnee – wann hat es hier das letzte Mal geschneit? Wir passieren viele kleine Dörfer und in Gaucin machen wir einen Stopp. Wir gehen auf die Burg (Ruine) und bewundern den Blick auf diesen beschaulichen Ort. Die Strasse windet sich langsam bergab Richtung Meer. Kurz vor Algeciras fahren wir einen Supermarkt an. Hier können wir auch das Ticket für die Fähre nach Marokko buchen. Vor dem Supermarkt Erfahrungsaustausch mit einem Reisemobilfahrer aus Berlin, der die letzten 8 Wochen in Marokko war. Wir können vor dem Ticketbüro bei Carlos übernachten. Die Sonne scheint um 19 Uhr immer noch und wir haben angenehme +18° C.

   |   Tages KM: 90

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Sonntag, 6. März

Wir bezahlen 235 € für die Hin- und Rückfahrt ohne festen Termin. Da wir zeitig die Fähre (10.30 geplante Abfahrt) erreichen wollen, machen wir uns rechtzeitig auf den Weg. Doch als wir dort ankommen (9.30 Uhr) bekommen wir mitgeteilt die Fähre wird erst um 12.00 Uhr starten. Wir sehen eine Fähre nach der anderen abfahren, hätten wir doch die Tickets direkt an der Fähre gekauft! Als unser Schiff dann endlich eintrifft, müssen alle Fahrzeuge rückwärts in den Laderaum, auch die riesengroßen LKWs. Wir kommen als letzte aufs Schiff. 13.30 Uhr heißt es: Leinen los! Bei Sonnenschein, aber starkem kalten Wind, erreichen wir in 3 Std. Tanger. Die Formalitäten für die Pässe haben wir bereits an Bord erledigt, das Formular für die Autoeinreise bereits ausgefüllt. Nachdem wir als Erste von Bord gefahren sind, müssen wir mit der Einreisepolizei den Papierkrieg erledigen. Einige „Helfer“, sie sprechen auch deutsch, wollen gegen Bezahlung uns behilflich sein! (5
€ und 2 Schachteln span. Zigaretten, haben wir für solche Fälle dabei). Wir müssen noch ein wenig warten, vielleicht war die Aussage, dass wir nicht das erste Mal in Marokko sind für die schnelle Abwicklung hilfreich. Los geht’s, der nahe Campingplatz in unserem Reiseführer soll nicht weit sein. Trotz mehrmaligem Nachfragen, finden wir die Ausschilderung nicht (600m, gleich li. usw.). Wir sprechen ein paar Passanten an (die wie Urlauber aussehen). Sie sprechen franz. und wollen auch zum Campingplatz. Eine der Frauen fährt mit uns und zeigt uns den Platz. Wer weiß ob wir in sonst jemals gefunden hätten?

Der Campingplatz wurde scheinbar schon lange aufgegeben und wird nur noch von einem Wächter bewacht, aber er lässt uns dort stehen.


   |   Tages KM: 29

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Montag, 7. März

Zeitumstellung 1 Std. zurück. Der Hund mit seinem Gebell am frühen Morgen kann einem schon den Nerv rauben. Sehr zeitig machen wir uns zu Fuß auf den Weg in die Stadt (2 km). Wir verbringen schon eine kleine Ewigkeit bis wir die Touristinfo finden, um einen Stadtplan zu bekommen. Zuerst suchen wir das Cafe Hafa. Mehrmals fragen wir nach dem Weg, erst ein junger Mann bringt uns auf den richtigen Weg. Der The du Mint und die Aussicht auf die Meerenge zwischen Tanger und Tarifa sind wirklich gut. Jetzt wollen wir alleine durch die Medina streifen, doch der junge Mann (inzwischen ist noch ein Freund hinzugekommen) lässt sich nicht abschütteln. Wirklich schmale Gassen (weniger als 1,5m breit) – davon soll es in Tanger mehr als 160 geben – ziehen sich kreuz und quer. Handwerksbetriebe – auf ganz wenige m² - gibt es links und rechts des Weges. Von einer Dachterrasse haben wir einen schönen Blick über die Altstadt, natürlich sollen wir danach unverbindlich einen Teppichhandel besuchen. Wir sind nicht interessiert und geben den jungen Männern zu verstehen, dass ihre Führung nicht erwünscht ist. Nun wollen sie für bereits geleistete Arbeit einen Führerlohn haben, (50 DH). Wir sind nicht dazu bereit, geben dann aber doch einen kl. Betrag - schließlich haben wir sie nicht dazu aufgefordert uns zu begleiten. Am großen Souk essen wir in einem Straßenlokal eine Kleinigkeit. Die Köche sind freundlich und zuvorkommend. Es schmeckt vorzüglich. Nun brauchen wir für die Einkäufe im Souk dringend Kleingeld. Bei der nahen Bank müssen wir lange warten bis wir endlich an der Reihe sind (100 € -- 1090 DH). Für 1 kg Erdbeeren zahlen wir 0.70 €, 1 kg Paprika 0.70 €, 1 kg Gurken 0.70 €, für frischen Salat 0.15 €. Wir nehmen in Hafennähe ein Taxi zum Campingplatz. Über den Preis sind wir angenehm überrascht, für die 3 km zahlen wir weniger als einen Euro. Im Souk sind die einzelnen Verkaufsbereiche klar unterteilt: Geflügel, Fleisch, Fisch, Gemüse, Brot, Gewürze, Haushaltswaren und Bekleidung.

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Dienstag, 8. März

Für 2 Übernachtungen zahlen wir 6 DH. Es war natürlich nur ein Stellplatz, ohne jeglichen Service, dafür hatte der nette Platzwart stets ein Auge auf unserem Auto. Wir starten über die P38 nach Tetouan und parken nahe der Medina auf einem LKW Parkplatz (für 3 Std. möchte der Wärter 1 €). An der Haupteinkaufsstr. befindet sich die Touristinformation, hier holen wir uns einen Stadtplan. Die nette Angestellte empfiehlt uns einen offiziellen Stadtführer (½ Tag 10 € in deutscher Sprache). Wir trinken bis zu seiner Ankunft einen Kaffee und schon 15 Min. später können wir mit Abdullah losmarschieren. Er erklärt uns die Medina und führt uns durch den Souk mit seinen sehr schmalen Gassen. Wir bewundern kleine Läden, schauen den Handwerkern bei der Arbeit zu: Kaftanschneider, Gerber, Tischler, Bäcker und Drechsler. Zum Schluss zeigt er uns noch das jüdische Viertel. Die Häuser unterscheiden sich von dem arabischen Viertel, bei den Juden gibt es Fenster zur Strasse, bei den arab. nicht. Nach gut 2 Std. ist unsere Führung bereits zu Ende – wir haben genug gesehen. Die 10 € haben sich gelohnt, wir haben sehr viel gesehen und wurden nie durch andere „aufdringliche Führer“ belästigt. Abdullah hat uns viel gezeigt und erklärt. Nach einer kleinen Stärkung in einem Imbiss sind wir nach 3 Std. wieder am Auto. Unser heutiges Ziel ist Chefchaouen. Die 60 km führen uns über teilweise recht schlechtem Straßenbelag durchs Gebirge in diesen Ort, der Campingplatz liegt oberhalb der Stadt. Abends haben wir einen tollen Blick von oben auf Stadt.

   |   Tages KM: 119

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Mittwoch, 9. März

Hier endet mein Bericht, warum werdet ihr gleich erfahren! Ab hier schreibt Peter.

Sehr schönes Wetter heute morgen. Wir wollen uns die Stadt Chefchaouen ansehen. Es geht von oben ein kleiner gemauerter Pfad über Serpentinen in die etwa 150 m tiefer gelegene Medina. Doch oh weh - gleich an der ersten Kehre stürzt Monika und ich sehe ihr Sprunggelenk steht rechtwinkelig zur Seite. Zuerst denke ich das Fußgelenk ist ausgehakt, ein Auftreten ist nicht möglich. Ich laufe schnell zurück zum nahegelegenen Campingplatz und lasse einen Krankenwagen rufen. Derweil liegt Monika allein auf dem Weg. Der Krankenwagen ist relativ schnell zur Stelle und bringt Monika ins Krankenhaus. Nach mehreren Versuchen gelingt endlich ein Röntgenbild. Es stellt sich heraus, dass operiert werden muss. Das Sprunggelenk ist gebrochen. Da mir die Zustände im Krankenhaus nicht gerade vertrauenswürdig vorkommen, (trotz sehr freundlichem und bemühtem Personal) entschließen wir uns den ADAC anzurufen und einen Transport nach Deutschland zu organisieren. Der ADAC leitet alles in die Wege, viele Telefonate sind notwendig. Der Flug nach Hamburg soll am Freitag von Casablanca aus starten. Die Ärzte legen eine Schiene an, aus der Apotheke hole ich Medikamente und Gehhilfen und mit dem Taxi transportieren wir Monika zurück zum Campingplatz. Der ADAC meldet sich wieder, wir benötigen noch ein Zertifikat vom Arzt (Unbedenklichkeitsbescheinigung zum Transport im Flugzeug). So mache ich mich wieder auf den Weg in die Stadt zum Krankenhaus um die Bescheinigung zu besorgen. Auf dem Rückweg werfe ich noch einen kleinen Blick in die Medina. Sie ist wunderschön, hierher müssen wir auf jeden Fall wiederkommen. Am Abend richte ich für Monika einen Schlafplatz auf dem Sofa her, auf dem sie einigermaßen die Nacht verbringen kann.
PS. Wie sich später zu Hause herausstellt, ist das Sprunggelenk mehrfach gebrochen!


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Donnerstag, 10. März

Monika hat eine relativ ruhige Nacht verbracht. Um 9 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Casablanca. Eine lange Fahrt liegt vor uns. Monika liegt hinten auf dem Sofa. Wir fahren durch teilweise sehr schöne Landschaften, gegen 16 Uhr erreichen wir den Flughafen von Casablanca. Nachdem ich die Örtlichkeiten erkundet habe, bereite ich das Abendessen zu. Monika geht früh schlafen. Morgen liegt ein anstrengender Tag vor ihr.


   |   Tages KM: 370

Freitag, 11. März

Um 5 Uhr klingelt bereits der Wecker, denn um6 Uhr sollen wir bereits am Abfluggate stehen. Der Begleiter vom ADAC aus Hamburg ist bereits gestern Abend hier eingetroffen. Um 6 Uhr treffen wir uns mit ihm, er organisiert einen Rollstuhl und begleitet von hier Monika bis nach Hamburg ins Krankenhaus. Wir verabschieden uns, ich wünsche meiner Frau alles Gute. Ich werde hier in Casablanca bleiben bis unsere Tochter hier eintrifft. Es war geplant, dass sie mit uns 14 Tage durch Marokko reist und wir sie dann wieder in Casablanca in den Flieger setzen. Nun kommt alles anders. Ich fahre allein zum Campingplatz in Casablanca. Gegen 10 Uhr mache ich mich zu Fuß auf den Weg ins Zentrum der Stadt. Der Weg ist weit. So nehme ich mir unterwegs ein Taxi. Wie sich später heraus stellt, (ich habe mir einen Stadtplan gekauft), fährt er einen großen Umweg und hat dann unterwegs auch noch einen Plattfuß. Ich laufe weiter zur großen Moschee, aber die hat natürlich heute am Freitag geschlossen. Nun spaziere ich durch die alte Medina, (werde von einer älteren Frau aufgefordert auf meine Sachen aufzupassen) und gehe dann den weiten Weg (5 km) zurück zum Campingplatz. Monika ist gegen 19 Uhr im Krankenhaus Reinbek eingetroffen.

   |   Tages KM: 39

Samstag, 12. März

Nach der schlechten Erfahrung mit dem Taxi gestern, hole ich meinen Roller aus der Garage und fahre zur großen Moschee Hassan II. Um 11 Uhr beginnt die Führung (Eintritt 12 €, nicht gerade preiswert). Die Führung ist leider nur in französischer Sprache, der Führer versucht mir, als einzigem Deutschen, hin und wieder etwas zu erklären - leider ist sehr ungenügend. Dann rollere ich wieder ins Zentrum, bummele wieder durch andere Teile der Medina und Neustadt. Gehe mal hier in ein Cafe, verweile mal dort und sauge das orientalische Treiben in mich auf. Irgendwie mag ich das und es fasziniert mich immer mehr. Um 16 Uhr mache ich mich wieder auf den Weg zurück zum Platz

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Sonntag, 13. März

Gegen 10.30 Uhr starte ich wieder mit dem Roller, diesmal zum Boulevard de la Cornige. Das ist die Flaniermeile der Stadt am Atlantic. Wider Erwarten ist es hier sehr voll, aber das Wetter ist fantastisch und es ist Sonntag. An der Küste entlang fahre ich bis zum Marabout Sidi Abderahman, eine kleine Siedlung im Meer, die man nur bei Ebbe erreichen kann. Ich habe Glück. Es ist Ebbe und so statte ich der kleinen Insel einen Besuch ab. Marabouts sind Grabstätten der heiligen Moslems und so auch Pilgerziele von vielen Einheimischen, die sich hier Hilfe in vielen Lebenslagen erhoffen. Auf dem Weg zum Platz bemerke ich, dass trotz des Sonntags sehr viele Geschäfte geöffnet haben - selbst die Markthalle.

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Montag, 14. März

Heute will ich mir die neue Medina ansehen. Das bunte Treiben hier erschlägt mich fast, es übertrifft in Größe und Menge alles was ich bisher gesehen habe. Es ist ein unendliches Strassengewirr voller Menschen und Geschäfte, die hier angebotenen Waren gibt es in großer Vielfalt - einfach unglaublich. Der große Vorteil besteht darin, dass es hier so gut wie keine Touristen gibt, man völlig unbehelligt durch die Strassen bummeln kann. Am Platz ist inzwischen Rotel-Tours eingetroffen, es immer wieder bewundernswert wie die Gruppe ihre Aufgaben so im Griff hat.

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Dienstag, 15. März

Am Vormittag brause ich mit dem Roller zum Strand außerhalb der Stadt. Durch militärisches Sperrgebiet führt ein kleiner Weg zum Strand. Es ist gut warm, man könnte wunderbar baden, der Strand ist breit und einsam. Nur die starke Brandung, sicher sind die Wellen so um die 3m hoch, hält mich davon ab. Zurück durch die stinkende Stadt. So langsam kann ich den Gestank in der Stadt nicht mehr ertragen, ich bin froh dass unsere Tochter Jenny bald kommt. 80% der Kraftfahrzeuge hier sind Diesel und nicht einer würde den bei uns vorgeschriebenen Abgastest bestehen.

Mittwoch, 16. März

So langsam muss ich mal wieder meine Vorräte auffüllen und so mache ich mich auf den Weg zur Markthalle. Jede Menge Salat, Gurken, Erdbeeren und sogar Himbeeren füllen meine Taschen. Für Jenny zur Begrüßung werde ich eine Obsttorte zubereiten. Das Auto muss wieder mit Wasser versorgt werden, Roller verstauen und alles wieder startklar machen. Morgen früh kommt Jenny! (6 Tg. Camping 24 €).

Donnerstag, 17. März

Pünktlich um 12 Uhr stehe ich am Flughafen Mohamed V und um 12.40 trifft auch unsere Tochter hier ein. Wir setzen die Rundreise durch Marokko fort, unser erstes Ziel ist El Jadida. Hier machen wir erstmal Pause und genießen die frische Erdbeer- Himbeertorte. Anschließend besichtigen wir die Altstadt. Wir schlendern über die Stadtmauer, gehen in die Zisterne und auch das Shopping kommt nicht zu kurz. Weiter geht’s an der Küste entlang bis Safi. Den dortigen Campingplatz finden wir sehr schnell (schöner gepflegter Platz 2 Pers. + Auto 6 €).

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Freitag, 18. März

Gegen 9 Uhr starten wir ins Zentrum der Töpferstadt Safi. Safi hat eine schöne Medina mit vielen Gassen. Schnell schließt sich uns wieder ein selbsternannter Führer an. Er führt uns ins Töpferviertel, zeigt und erklärt uns die Herstellung der Töpferwaren (war sehr lehrreich). Wir erstehen anschließend in der Medina mit vielem handeln und feilschen diverse Teller und Schalen zu für uns vernünftigen Preisen. Nach einer Kaffeepause starten wir Richtung Marrakesch. Um 16 Uhr erreichen wir den Parkplatz an der Koutoubiya Moschee. Außer uns stehen noch mindestens 16 weitere Reisemobile hier auf dem Platz. Sofort machen wir uns auf in die Medina. Wir lassen uns in alle Richtungen treiben. Kaufen hier und feilschen dort, schon bald können wir unsere Einkäufe kaum noch zum Reisemobil tragen. Die Temperatur beträgt hier 33° Grad, das ist schon gut warm. Wir laden die Einkäufe im Auto ab. Ein Glück, dass der Platz nur 5 Min. zu Fuß vom Djema el Fnaa entfernt liegt. Danach stürzen wir uns wieder ins Getümmel der Gassen und auf dem Platz hören wir den Musikern zu, bewundern die Gaukler und Künstler, sehen den Medizinmännern über die Schulter. Das Abendessen nehmen wir in den Garküchen auf dem Platz ein, war alles ok. Nochmals schlendern wir durch die Gassen und sind um 22 Uhr am Reisemobil. Wir müssen erstmal ordentlich lüften, denn die Hitze ist ganz ordentlich. Inzwischen hat es auf 25° Grad abgekühlt. Ermattet sinken wir in unsere Betten.

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Samstag, 19. März

Um 9 Uhr sind wir bereits wieder auf dem Weg und marschieren zum alten Königspalast (Eintritt 10 oder erweitert 20 DH). Wir wählen den erweiterten Rundgang und los geht’s. Vom Palast ist hier allerdings kaum noch etwas zu sehen und der höhere Eintritt ist absolut sinnlos, da der Inhalt der Gebäude völlig uninteressant ist. Beeindruckend sind die vielen Störche und der Blick von der Aussichtsterrasse. Anschließend besichtigen wir die Saadier Gräber. Es lohnt sich, und entsprechend groß ist hier auch der Andrang. Von hier gehen wir ins Judenviertel, die Synagoge finden wir nicht und der Bahia Palast hat schon wieder geschlossen. Also wieder auf in die Souks. Jenni kauft bei den Schmieden, mit langem Gefeilsche, groß ein und wir benötigen einen Träger der uns den schmiedeeisernen Paravant zum Reisemobil trägt. Dann laufen wir noch ausgiebig durch das Färberviertel. Um 16.00 Uhr verlassen wir Marrakesch um nach Essaouira zu fahren. Dort treffen wir um 19 Uhr hier auf dem Camping ein. (Parkgebühr in Marrakesch für 24 Std. 4 €).

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Sonntag, 20. März

Gleich am Morgen machen wir uns auf den Weg in die Medina. Über die Stadtmauer mit sehr schönen Ausblicken zum Meer, gehen wir zu den holzverarbeitenden Betrieben. Sehr kunstvoll gearbeitete Dinge sind hier zu sehen, aber unseren Geschmack treffen sie nicht. Durch die vielen Gassen schlendern wir zum Hotel, dass ich schon vom letzten Essaouira Besuch her kenne. Wir bestellen „Whisky a la Berber“ (sehr süßer Pfefferminztee) und Jenni ist von diesem kl. Hotel ganz begeistert. Aber wir müssen weiter, besichtigen noch den Hafen, und schauen dem bunten Treiben der Fischrestaurants zu. Dann zieht es uns wieder zurück zum Auto und wir fahren an der Küste entlang nach Agadir. Unterwegs machen wir einen Stopp im Bananendorf und versorgen uns mit leckeren Bananen. Kurz danach halten wir an um im Atlantik zu baden. Die Wassertemperatur ist angenehm - wenn nur die Wellen nicht so hoch wären, da ist das Vergnügen nur von kurzer Dauer. In Agadir angekommen spazieren wir noch etwas durch die Stadt und am Strand zurück, aber für uns ist das durch diesen schrecklichen Touristenrummel eher enttäuschend.

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Montag, 21. März

Unser erster Weg führt uns heute zum Supermarkt Marjane. Die Vorräte wollen wieder einmal aufgefüllt werden. Das Angebot ist überzeugend, man bekommt alles was man so braucht. Hier gibt es sogar eine Ver- und Entsorgungsstation für Reisemobile. Nun setzen wir unsere Reise fort und bewegen uns zur Silberstadt Tiznit. Hier machen wir eine Stadtbesichtigung, um die Mittagszeit ist nicht viel los. Die alte Moschee können wir nur von außen besichtigen. Wir gehen noch zu ein paar Silberschmieden. Doch unsere Tochter, eine Silberschmuckliebhaberin, kann sich für die hier angebotenen Silberschmuckstücke und anderen Dinge wie: Vasen, Tablett etc. nicht begeistern. Wir setzen die Fahrt fort nach Tafraoute. Eine sehr schöne Strecke, doch leider haben wir nicht genügend Zeit um diese Gegend ausreichend zu würdigen. So fahren wir durch schöne Landschaften und über hohe Pässe bis in den Abend. Übernachten werden wir mitten im Gebirge. Wir setzen mit dem Auto rückwärts in einen felsigen Weg. Um uns herum nur Steine soweit das Auge reicht, nichts Grünes.

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Dienstag, 22. März

Durch merkwürdige Geräusche werden wir am frühen Morgen geweckt, wir schauen aus dem Fenster und glauben es kaum. An unserem Mobil vorbei reiten Frauen auf Eseln weiter ins Gebirge. Wo sind die bloß hergekommen, hier ist doch weit und breit nichts? Sie lachen uns freundlich zu. Wo wir nun schon wach sind, starten wir auch bald. Durch endlos scheinende Wüsten, hin und wieder begegnen wir einer Kamelherde. So erreichen gegen 14 Uhr Ait Benhadou. Wir gehen über Sandsäcke durch die Furt und klettern rauf und runter, kreuz und quer durch diese Kasbah. In Quarzazate besichtigt Jenny noch das Museum, ich kenne es bereits. Kurz vor dem Campingplatz ist noch ein großer Markt. Wir laufen einige Male hin und her, aber wir haben schon weitaus eindrucksvollere gesehen.

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Mittwoch, 23. März

Auf unserer Marokkoreise liegt das heutige Ziel Merzouga am Rande der Wüste, am Erg Chebbi. Zunächst fahren wir über die Serpentinen-Straße nach Agdz. Vorbei an einer Schlucht, die ein wenig dem Grand Canyon gleicht. Wir schlendern nun durch Agdz und dann besuchen wir einen Campingplatz, an dem wir schon vor 6 Jahren Station gemacht haben. Er hat inzwischen eine neue Zufahrt (letztes Mal sind wir hier fast in der Einfahrt stecken geblieben). Wir bitten den Platzbetreiber uns zu begleiten und uns durch den Ort Tamnugalt zu führen. Beim letzten Besuch hatte ich den Ort schon gesehen. Er hat mir sehr gefallen und nun möchte ich es auch unserer Tochter Jenni zeigen. Es hat sich wieder gelohnt - der junge Mann hat sich sehr viel Mühe gegeben uns die Besonderheiten seiner Heimat näher zu bringen. Durch wirklich schöne und abwechslungsreiche Landschaften, bei sehr guten Straßenverhältnissen, erreichen wir am Nachmittag den Erg Chebbi. Wir stehen hier direkt am Rand der Wüste. Der Besitzer des Platzes vermittelt uns eine Tour um den Erg Chebbi zur Oase, die inmitten der Sanddünen liegt. Die Tour ist sehr schön. Leider hat sich der Himmel etwas zugezogen, so dass der Sonnenuntergang ein wenig hinter den Wolken verschwindet. Am Abend serviert uns der nette Besitzer eine sehr schmackhafte Taijine. Wir bezahlen für alles 500 DH pro Pers. und sind mit dem Preis zufrieden. In der Gaststätte lädt uns ein deutsches Pärchen zum Glas Wein ein und es wird ein unterhaltsamer Abend.

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Donnerstag, 24. März

Schon beim ersten Sonnenstrahl stehen wir mitten in den Dünen. Wir beobachten den Sonnenaufgang und wollen uns dieses Schauspiel der Natur nicht entgehen lassen. Nach dem Frühstück reitet Jenni mit dem Camel ein Stück in die Wüste. Dann zieht es uns weiter nach Rissani. Heute am Donnerstag ist hier Markttag, auch mit Tiermarkt. Der sehenswerte Markt ist in großen Teilen überdacht und noch sehr ursprünglich. Auch der Eselsmarkt mit dem Geschrei der Esel hinterlässt bleibende Eindrücke. Am frühen Nachmittag erreichen wir die blauen Quellen „Blue Meski“. Den Nachmittag wollen wir nur mit faulenzen verbringen. Es sonnig und wir schauen den Besuchern des Bades zu. Jenny verbringt einen Teil ihrer Zeit mit shoppen - sie handelt und tauscht mit den hier ansässigen Händlern. Am Abend essen wir draußen unter dem Sternenhimmel.

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Freitag, 25. März

Über mehrere hohe Pässe durchqueren wir das Atlasgebirge. Nach tagelangen Wüstenfahrten mit viel Trockenheit, überraschen uns die bewaldeten Berghänge und die grünen Täler. Bei Ifrane stehen, für Marokko ungewöhnlich, gemauerte Häuser mit Dachziegeln. Deshalb nennt man diese Ecke auch marokkanische Schweiz. Wir rollen durch riesige Zederwälder und sehen in den Bäumen die Berberaffen umherhüpfen. Um 15 Uhr erreichen wir den Campingplatz in Fes, den wir diesmal nicht auf Anhieb finden. Wir kümmern uns um eine Stadtführung. Morgen wollen wir Fes besichtigen.

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Samstag, 26. März

Der Stadtführer holt uns um 9 Uhr am Campingplatz ab. Wir fahren mit unserem eigenen Auto in die Stadt und parken direkt in der Altstadt. Fast im Laufschritt geht es durch die Medina und immer, wenn wir uns etwas ansehen, ist er mit dem Handy am telefonieren. Wir sind froh, als er sich gegen 14 Uhr von uns verabschiedet. Anschließend gehen wir nochmals allein in die Medina und lassen das emsige Treiben auf uns wirken. Wir bleiben mit dem Mobil in der Stadt und übernachten auf einem Parkplatz in der Neustadt, an der Strasse Hassan II.

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Sonntag, 27. März

Den ganzen Tag verbringen wir in dieser interessanten Stadt, so dass wir bald jede Gasse und jeden Winkel kennen. Der eine oder andere Einkauf wird noch getätigt, natürlich mit der üblichen Feilscherei. So langsam scheint uns das spaß zu bringen. Können wir später Zuhause noch etwas „normal“ kaufen? Am Nachmittag brennen unsere Füße und wir kehren zum Parkplatz zurück. Abends bummeln wir durch die Neustadt und bleiben noch eine weitere Nacht hier auf dem Parkplatz.

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Montag, 28. März

Gleich am Morgen haben wir uns vorgenommen zum Obst- und Gemüsegroßmarkt zu fahren und dort etliche Kisten Orangen zu kaufen. Wir werden auch schnell handelseinig und zwei junge Männer schleppen die Kisten zu unserem Mobil. Ich schließe die Garage auf und sie wollen die Orangen einfach hineinschütten. Ich protestiere und es geht die Streiterei los. Bei so viel Geschrei eilen 2 Polizisten herbei und ich erkläre ihnen die Sachlage. Sie geben uns recht und wir erhalten die Orangen in den Kisten. Nun machen wir uns aber schnell aus dem Staub. Die Weiterfahrt geht durch das Rifgebirge, berühmt und berüchtigt wegen des Drogenanbaus. Die Strassen sind gut zu befahren und die Landschaft sehr schön. Und außer, dass uns viele junge Männer vom Straßenrand aus zuwinken und Drogen verkaufen wollen, gibt es keinerlei Vorfälle. Um 14 Uhr haben wir Chefchauoen, den Platz an dem Monika vor 3 Wochen so unglücklich gestürzt ist, erreicht. Mohamed, der uns vor 3 Wochen so stark unterstützt hat, ist leider nicht mehr da. Er setzt sein Studium in Tetuan fort. Wir wandern wieder über die Stufen hinunter in die Stadt. Jenny kann sich gar nicht satt sehen und nicht genug bekommen. So geht es immer bergauf und bergab, kreuz und quer durch die Gassen. Es ist aber auch eine wirklich schöne Stadt und ein absolutes Muss bei einer Marokkoreise. Am Abend essen wir auf dem Marktplatz Couscous, hat aber in einem anderen Restaurant uns entschieden besser geschmeckt. Mit dem Taxi lassen wir uns zurück zum Platz kutschieren.

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Dienstag, 29. März

Der Urlaub unserer Tochter nähert sich dem Ende, also ab nach Tanger - zur Fähre. Den Vormittag verbringen wir in der Medina, dann wenden wir uns den Formalitäten im Hafen zu. Wieder heißt es warten. Beim Warten auf die Fähre beobachten wir, wie die Zollbeamten insgesamt 7 junge Marokkaner unter den LKWs hervorholen. Sie werden verprügelt und davon gejagt. Auch bei uns bemerke ich, wie sich ein junger Bengel unter unserem Auto verstecken will. Erst um 21.30 Uhr erreichen wir Europa. Wir übernachten beim nur 9 km entfernten Supermarkt Carrefour.

Mittwoch, 30. März bis Freitag, 1. April

Sehr früh starten wir jeden morgen, wir wollen nur noch Strecke schaffen und fahren täglich 12 Std. Am 1. April um 18 Uhr treffen wir in Glinde ein. Monika ist bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Wie sich aber später herausstellt, ist es noch ein langer Weg bis zur völligen Genesung. Es war absolut richtig den ADAC einzuschalten und den Rücktransport zu veranlassen. Ich kann hier nur Jedem empfehlen eine Auslandskranken- Versicherung abzuschließen.

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