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Polen - 2019

Samstag, 17.8. Zakopane - Dunajec Floßfahrt

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Freitag, 16.8. Zakopane

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Donnerstag, 15.8. Wieliczka - Zakopane

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   |   Tages KM: 120   |   GPS Nord: 49°16'58''   |   GPS Ost: 19°58'04''

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Mittwoch, 14.8. Krakau - Salzbergwerk

Eine unruhige Nacht liegt hinter uns. Während unserer Abwesenheit hat ein Reisemobil „Spiegelbreit“ neben uns eingeparkt und als die Besitzer nachts zurückkommen, werde ich von lauten Geräuschen geweckt. Dann schreckt uns unser Rauchmelder auf, er ist ohne jeden Grund (Gott sei Dank) losgegangen. Gegen 5 Uhr Wetterleuchten und starker Regen, der bis gegen Mittag anhält.
Was wollen wir heute unternehmen, bis 12 Uhr müssen wir den CP verlassen haben. 2 Mobile fahren schon einmal zum Salzbergwerk – wir anderen 3 versuchen auf dem Busparkplatz beim Wawel zu parken. Als wir ihn endlich finden (wir hatten keine Geo-Daten), sollen wir für jedes Mobil 6 € die Stunde zahlen. Das ist uns entschieden zu viel – auch wenn das „Piroggenfest“ noch so verlockend klingt (immer um den 15.8., die Stände befinden sich auf dem Platz hinter der Marienkirche).
So fahren auch wir die wenigen Kilometer bis zum Salzbergwerk. Gegen Mittag hört der Regen auf und ein kleiner Spaziergang durch den schönen Ort kann unternommen werden. Rosemarie und Harald benötigen noch Eintrittskarten – wir anderen haben bereits unsere Karten vor 2 Wochen per Internet gebucht. Als wir wieder zu den Mobilen zurückkommen, sind Elke und Rolf bereits da – wie schön. Mit Medikamenten sind seine Rückenschmerzen erträglich – alles braucht eben seine Zeit.
Abends gehen einige von uns essen oder auch nur ein Bier trinken. Danke – Harald und Anke für die Einladung. Ihr habt gut gekocht! Den Abend lassen Peter und ich heute mal vor dem Fernseher ausklingen.


   |   Tages KM: 21   |   GPS Nord: 49°59'07   |   GPS Ost: 20°03'20

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Dienstag, 13.8. Krakau

Wetter am Vormittag: leichter Regen, dann bewölkt. Die Zeit bis zur Stadtführung am Nachmittag verbringe ich mit Reisebericht schreiben und ein wenig Hausarbeit. Gegen 12 Uhr fahren wir alle mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt. Der Bus fährt nur wenige 100m vom CP entfernt bis zur Endstation Salvatore. Von hier nehmen wir die Tram, an der Philharmonie steigen wir aus. Erfreulich: Personen über 68 Jahre benötigen in Polen keinen Fahrschein. Die Sonne kommt raus und wir bedauern, dass wir statt der Sonnenbrillen Regenbekleidung eingesteckt haben.
Schon bald stehen wir auf dem großen Marktplatz (200x200m). In der Mitte befinden sich die Tuchhallen und der Rathausturm. Der Platz ist umgeben von schönen Gebäuden und der Marienkirche. Vom Marktplatz gehen 12 Straßen mit wunderschönen restaurierten Bürgerhäusern ab. Gastronomie wohin man schaut mit Tischgruppen und Sonnenschirmen einladend davor.
Etwa 13 Mio. Touristen besuchen jährlich Krakau, die „heimliche“ Hauptstadt von Polen. Der Platz ist, außer von einigen Marktständen mit polnischen Erzeugnissen, stark von Touristen (aller Herren Länder) bevölkert. Die Pferde der Kutschen sind, wie die Damen auf den Kutschbock, schön auszuschauen - eine Fahrt von etwa 30 Minuten soll 65 Euro kosten. Stadtführer/innen laufen vor „ihrer Herde“ durch das Gewimmel. Vom nahen Turm der Marienkirche hören wir das Trompeten solo, es ist zu jeder vollen Stunde (24x täglich) zu hören. Wir schlendern die Floriansgasse hinunter und stärken uns in einem kleinen Café, die Eisbecher und Kuchen in der Auslage sehen verlockend aus.
Um 15 Uhr treffen wir unsere Stadtführerin Agnes an der Barbakane (dem äußeren Stadttor, hinter dem Florianstor). 2 Stunden sind für den Stadtrundgang eingeplant. In der Stadtmauer befanden sich ehemals 7 Stadttore und 46 Verteidigungstürme (von den Zünften der Stadt im Ernstfall zu besetzten um die Stadt zu schützen). Krakau hatte Glück, nie in irgendeinem Krieg zerstört zu werden und blickt auf eine 1000jährige Geschichte zurück. Zu Füßen des Königschloss, Wawel, liegt die Altstadt. 1364 wurde hier die erste Universität Polens gegründet, in der auch Nikolaus Kopernikus studierte. In der Marienkirche gibt es den sehenswerten Altar von Veit Stoß zu bewundern, 12 Jahre haben er und seine Gehilfen daran gearbeitet. Wegen Restaurierungsarbeiten ist bis 2020 nur ein kleiner Teil zu sehen.
Statt des Wawels entscheidet sich die Mehrheit zu einem Rundgang durch das ehemalige Judenviertel Kazimierz. Zwischen 1335 und 1791 war dies eine eigene Stadt. Gegen Ende des 15. Jh. siedelte sich hier die jüdische Bevölkerung Krakaus an und stand unter dem Schutz des Königs. Während des 2. Weltkriegs wurden nahezu alle Juden deportiert – zunächst in das neue Ghetto Podgoze und dann nach Auschwitz. Von den ehemals 65 000 Bewohnern Kazimierz haben nur 4 000 überlebt. In Kazimierz wurden alle jüdischen Kunstdenkmäler und Synagogen zerstört. Nach dem Krieg hat man die wichtigsten Objekte wieder restauriert. Das gibt zu denken: Von den 6 Mio ermordeten Juden des Holocaust stammten etwa 3 Mio aus Polen.
Seit einigen Jahren ist Kazimierz wieder sehr im Kommen. Viele Restaurants und kleine Bars sind entstanden – es ist das „Partyviertel“ von Krakau. Nach 2 Stunden ist unsere Führung beendet und wir gehen gemeinsam essen. Danke an Harald und Rosemarie, sie haben uns zur Führung eingeladen.
Nach der Stärkung teilt sich die Gruppe. Während die anderen zu den Mobilen zurückkehren, laufen Gaby, Chris, Peter und ich durch Kazimierz. Die Bars und Restaurants sind gut besucht, aus einigen klingt Musik. Wir kehren ein und lauschen den Liedern der 2 Musikanten – Gitarre und Geige. Viele Lieder sind uns bekannt und der Rhythmus geht ins Blut. Gegen 22 Uhr treten wir den Heimweg an, zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum CP benötigen wir 1 Stunde.
Wir finden, dass man unbedingt am Abend durch Kazimierz und über den Marktplatz Rynek schlendern sollte, die Stimmung ist unbeschreiblich. Fast ein wenig wie in Italien oder Spanien – alles ist auf den Beinen. Das schöne Sommerwetter trägt dazu bei.


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Montag, 12.8. Auschwitz – Krakau

Lange Warteschlangen bereits um 7.30 Uhr, um 8.15 Uhr betreten wir Auschwitz I ohne Führung. In unserer Information ist ein Rundweg durch das Gelände und die einzelnen „Blöcke“ vorgeschlagen.
Mich erschüttern vor allem die persönlichen Gegenstände von den hier getöteten Personen wie: Prothesen, Koffer mit Namen, Schuhe, Brillen, Kämme und Kinderbekleidung.
In einem Block ist ein deutsches Dokument der Stadt Köln zu sehen. Die Bekanntmachung besagt, dass am 5.12.1941 die Deportation von Juden stattfinden soll. Es werden Hinweise erteilt, was mitgenommen werden darf: z.B. ein Koffer pro Person, nicht schwerer als 25 Kilo und Verpflegung für 4 Tage. Was würde ich auf so eine Reise mitnehmen? Niemand wusste wohin die Reise geht, geschweige denn, was einen dort erwartete.
Am Eingang der Gedenkstätte haben Überlebende (sie waren damals Jugendliche von 14 Jahren) ihre Eindrücke geschildert. U.a. auf die Frage, ob sie ihre am Eingang von ihnen getrennten Familienangehörigen am Ausgang wiedersehen würden – gab man ihnen zur Antwort: „Hier gibt es nur einen Ausgang, den durch den Kamin – heute, morgen, alle Tage!!!“
Noch lange beschäftigt mich das Gesehene: die Einrichtungen, Bilder und Texte dieser Gedenkstätte. Es ist ein Mahnmal für alle Menschen dieser Welt!!!
Bereits um 10 Uhr haben wir 30°C. Wir beschließen sogleich auf den nur 53 km entfernten CP in Krakau zu fahren und dort den Tag geruhsam zu verbringen. Als wir gegen Mittag eintreffen, finden wir mit Mühe noch geeignete Plätze. So voll haben wir den Platz noch nie erlebt.
Und am Abend: Wir backen Kartoffelpuffer um die Wette. Gegen 20 Uhr setzt Regen ein und es kühlt ein wenig ab.


   |   Tages KM: 60   |   GPS Nord: 50°02'49   |   GPS Ost: 19°52'48

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Sonntag, 11.8. Turawskie – Auschwitz

Da die Brauerei Tyskie heute keine Führungen hat, ändern wir unser Besichtigungsprogramm. Wir fahren nach Oswiecim, bekannt als Auschwitz. Wer keinen Eintritt oder Führung (3 Monate vorher im Internet zu buchen) gebucht hat, muss sich in die Warteschlange zum Tickethäuschen einreihen. Unsere Frage bei der Info: „Wann ist die Wartezeit am kürzesten?“ Gibt man uns die Auskunft: „so gut wie nie – morgens um 7.30 Uhr warten bereits die Ersten.“ Zum Ticket (Eintritt ist kostenlos)muss man immer anstehen.
So fahren wir mit dem Shuttlebus nach Auschwitz II, nach Birkenau. Hier kann man ohne Ticket das Gelände betreten. Es gibt nur wenige Erklärungen zu den Gebäuden und Bildern. Und dann nur in den Sprachen: polnisch, englisch und hebräisch – deutsch fehlt gänzlich.
Was soll ich schreiben, die meisten wissen was hier geschehen ist. Überwiegend Juden fanden hier in den Jahren 1941 bis 1945 den Tod. In den ehemaligen polnischen Pferdeställen der Armee waren hier statt der 125 Pferde, bis zu 400 Personen zusammengepfercht. Die Bilder von Frauen mit Kleinkindern auf dem Arm, und alten Personen auf dem Weg in die Gaskammern bedrücken unendlich.
Wie können Menschen anderen Menschen so etwas antun?
In einem Buch Shop erstehe ich eine Information über Führung durch das Gelände Auschwitz und Birkenau. Wir wollen morgen zeitig aufstehen und um 7.30 Uhr bei Verkauf der Tickets anstehen.
Vor den Mobilen warten wir, bis sich die Hitze aus den Mobilen verzieht.


   |   Tages KM: 156   |   GPS Nord: 50°01'35"   |   GPS Ost: 19°11'58"

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Samstag, 10.8. Polanica Zdroj - Turawa See Camping

Heute haben wir kein Besichtigungsprogramm. Nachdem wir uns von Beatrix und Hans verabschiedet haben, starten auch wir um rechtzeitig am See Turawa in der Nähe von Opole anzukommen. Dort haben Gaby und Chris für uns auf einem CP Plätze reserviert. Die Ferien in Polen gehen bis Ende August und bei diesem hochsommerlichen Wetter zieht es alle Einheimischen an die Seen.
Die Straße führt durch ein landschaftlich schönes Gebiet, mit sanften Hügeln und Wäldern mit viel Landwirtschaft. In fast jedem kleinen Ort gibt es einen kleinen gut sortierten Supermarkt. Wir decken uns mit Grillwaren und Getränken ein. Gegen Mittag erreichen wir den recht einfachen CP im Wald. Der See liegt nur wenige 100m entfernt. Nach der Anmeldung hängen wir schlapp in unseren Stühlen, es ist schwülwarm – Gewitterluft. Gaby und Chris sind schon einige Tage in Polen unterwegs und berichten. Sie werden uns eine Woche begleiten um dann weiter gen Süden zu reisen. Ein Erfrischungsbad im See bringt ein wenig Abkühlung – wenn nur nicht die vielen Motorskooter so einen Höllenlärm machen würden! Um aufzufallen, drehen sie den Motor hoch und kurven ganz nahe in Ufernähe vorbei.
Kaum sind wir am Platz zurück, setzt Regen ein. Ein naher überdachter Platz gewährt uns allen und den Grills Unterschlupf. Der Regen trommelt unaufhörlich auf das Dach. Es wird ungemütlich und gegen 21 Uhr verschwinden wir nach und nach in unseren Mobilen.
Das fiel mir auf: In Polen sind viele einheimische Familien mit dem Zelt unterwegs. Wir fühlen uns mit unseren sehr komfortablen Mobilen etwas „fehl“ am Platz.


   |   Tages KM: 157   |   GPS Nord: 50°44'26   |   GPS Ost: 18°07'19

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Freitag, 9.8. Karlow - Polanica Zdroj

Zeitig fahren wir ins Heuscheuergebirge zum Wandern. Auf dem großen Parkplatz einer Gaststätte parken wir unsere Mobile. Vielleicht können wir gratis parken, wenn wir am Mittag nach der Wanderung hier einkehren. Gitta, Bodo und Anke bleiben bei den Mobilen und werden das klären. Rolf hat seit einigen Tagen heftige Rückenschmerzen und will in Görlitz eine Klinik aufsuchen. Wir anderen machen eine Wanderung durch den Nationalpark Gory Stolowe (heißt übersetzt: Tisch- und Tafelberge).
Diese Felsen aus Sandstein wurden im Laufe von Jahrtausenden glatt geschliffen. In Karlow steigt man über 682 Stufen zum Gipfelplateau. Über einen Rundweg erschließt sich die Hochebene und man hat fantastische Weitblicke über die Sudeten. Es geht durch ein Felslabyrinth mit bizarren Gesteinsformen. Einige sind mit Tiernamen benannt. Wir klettern auf Ausgucke, kriechen auf allen vieren durch Gänge und zwängen uns seitlich durch Felsspalten. Ich zähle die Stufen abwärts – bei 950 höre ich auf zu zählen. Das wird aber morgen einen Muskelkater geben!!! Nach 2 Stunden ist unser Ausgangspunkt bei den Mobilen erreicht. Gitta berichtet, dass wir ohne Parkgebühren in der Gaststätte essen können – was wir auch alle gerne machen. Wir essen Piroggen – eine polnische Spezialität. Es gibt sie in herzhafter und süßer Variante. Ich esse „Piroggi Ruski“, gefüllt mit Kartoffeln und Frischkäse, Peter die süße Variante mit Blaubeeren gefüllt. Mit Getränken kostet das für 2 Personen umgerechnet 10 €, soviel will man fürs Parken für große Fahrzeuge haben – das war doch eine gute Entscheidung!
Gegen 12.30 Uhr fahren wir zum nächsten Besichtigungsstopp, einem Freilichtmuseum in der Nähe von Kudowa und unweit der tschechischen Grenze. Im Museumsdorf stehen einige alte Bauernhöfe, die in anderen Dörfern abgetragen und hier wieder aufgebaut wurden. So bekommen wir einen kleinen Eindruck in das ländliche Leben damals in dieser Region. Wir befinden uns im Glatzer Land, im ehemaligen Niederschlesien. Und ich kann gut begreifen, dass unsere „Heimwehdeutschen“, die hier ihre Kindheit verlebt haben, gerne an ihre „verlorene“ Heimat zurückdenken. Die Deutschen, die hier nach dem 2. Weltkrieg geblieben sind, dürfen erst jetzt wieder ihre Muttersprache deutsch sprechen.
Der CP in Polance Zdroj (Bad Altheide), ist recht einfach. Wir sitzen bei sommerlichen Temperaturen draußen beisammen und lauschen den humorvollen Schilderungen von Hans. Die Lachmuskeln werden arg strapaziert, der Abschiedswein von den Beatrix und Hans zeigt bald seine Wirkung. Morgen werden uns die Zwei verlassen, sich Breslau anschauen und dann heimwärts fahren.
Entschuldigung: Durch die vielen netten Runden am Abend komme ich gar nicht dazu den Internetbericht aktuell zu schreiben. Ich habe halt auch mal Urlaub!!!


   |   Tages KM: 55   |   GPS Nord: 50°24'54   |   GPS Ost: 16°30'51

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Donnerstag, 8.8. Schloß Fürstenstein - Karlow

Schloss Fürstenstein wurde im 13. Jh. errichtet und mehrmals aus- und umgebaut. Es gehörte lange den Grafen von Hochberg, die zu den reichsten Familien Deutschlands zählten.
Mit unserem Audioguide in deutscher Sprache durchschreiten wir die prächtigen Räume. Welch ein Prunk zu damaliger Zeit: Handbemalte Tapeten, Deckenmalereien, Staubsaugeranlage, Fahrstuhl und noch vieles mehr.
Beeindruckt hat mich die Fotoausstellung (Fotos von 1900 bis 1920). Es zeigt Bilder der Fürstenfamilie. Berichte über die ungewöhnliche Fürstin Daisy, die als Engländerin mit ihren eigenwilligen Handlungen oft mit dem Adel „an eggte“. Ihre Aufzeichnungen über die 4 Jahreszeiten in dieser Landschaft hat sie gefühlvoll formuliert. Man könnte, wenn man alle Themen des Audioguide anhört und alles zu den ausgestellten Bildern liest, den ganzen Tag hier verbringen.
Wir schauen uns noch die Terrassengärten an, Beatrice und Hans auch das weiter entfernte Palmenhaus. Das Palmenhaus war, außer einer 7m langen Perlenkette, ein Hochzeitsgeschenk des Fürsten an seine Ehefrau Daisy. Hier gab es exotische Pflanzen und man baute Gemüse und Obst für die Fürstenfamilie an. 300 Bedienstete kümmerten sich um das Wohl der Familie.
1942 beschloss Hitler hier ein neues Hauptquartier zu bauen. Unter dem Schloss wurden 50m tiefe Stollen geschlagen, heute mit Führung zu besichtigen. Alles kam nie zum Einsatz, die Sowjetische Armee rückte näher und verwüstete viele der historischen Säle. 1974 begannen die aufwändigen Renovierungsarbeiten und seit 1991 gehört das Schloss der Gemeinde Walbrzych.
Wir fahren weiter zur Friedenskirche von Swidnica (Weltkulturerbe). Mitte des 17. Jh. war hier (nach der Reformation von Luther) der evangelische Glauben verbreitet. Dann, nach einer Reformation, wurden die städtischen Kirchen katholisch. Nach dem 30jährigen Krieg wurde der Kaiser gezwungen einigen Erbfürstentümern den Bau einer Friedenskirche zu gestatten. Bedingungen: außerhalb der Stadtmauern, nicht massiv (aus Holz und Lehm), Bauzeit nur 1 Jahr. Mit Spenden der einheimischen Zünfte und des Adels wurde diese Kirche gebaut, ein Schmuckstück was seinesgleichen sucht. 1657 fand hier, im ehemaligen Schweidnitz, nach der Fertigstellung der 1. Gottesdienst statt. Sie galt als die größte Holzkirche Europas und 7.500 Personen hatten Platz. Die Plätze in der Kirche wurden damals nach Herkunft vergeben und vererbt. Diese Friedenkirche ist sehr sehenswert und auf Wunsch gibt es per Lautsprecher einen deutschen Vortrag.
Die Anfahrt zur Wallfahrtskirche in Wambierzyce gestaltet sich als sehr schwierig. Fast an der tschechischen Grenze gelegen, ein Meisterwerk des Barocks. Wir fahren durch kleinste Ortschaften und über sehr schmale Straßen durch wunderschöne Landschaften. Eine Unterführung mit 2.70m Höhenbegrenzung stoppt uns kurz vor dem Ziel. Nach vielem hin und her können wir die Unterführung schräg durchfahren. Unsere Fahrer meistern alles fabelhaft. Wir besichtigen die Kirche, Hans und Beatrix fahren vor und suchen einen Parkplatz zum Übernachten im Heuscheuergebirge. Morgen wollen wir eine Wanderung durch das Gebiet der Tafelberge unternehmen. Das Gebirge erstreckt sich über 17 Km entlang der tschechischen Grenze.


   |   Tages KM: 101   |   GPS Nord: 50°28'28   |   GPS Ost: 16°22'18

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Mittwoch, 7.8. Karpacz - Schneekoppe - Schloß Fürstenstein

Heute Morgen wird, trotz bedecktem Himmel und Gewitteransage gegen Mittag, mehrstimmig entschieden: Mit dem Sessellift auf die Schneekoppe. Nur noch schnell den CP bezahlen und dann auf zu den Parkplätzen bei der Talstation Sessellift. Auf den Parkplätzen muss am Automat ein Ticket gelöst werden. 3 Stunden sollen 9 Zloty kosten. Doch was macht der, der nicht genügend Kleingeld für den Automaten hat? Kreditkarte funktioniert nach etlichen Versuchen am zweiten Parkautomat. Inzwischen treffen etliche PKW und Busse mit Besuchern der Schneekoppe ein. Wir müssen noch einige 100 m steil bergan. Gott sei Dank sind am Sessellift keine Warteschlangen und schon bald schweben wir aufwärts. Ein frischer Wind empfängt uns auf der Bergstation. Fast alle gehen bis zur Berghütte.
Eine kleine Gruppe entscheidet den Fußweg zum Gipfel in Angriff zu nehmen. Es gibt zwei Varianten: einen steilen und weniger steilen Aufstieg. Schweißtreibend nehmen wir den steilen, denn inzwischen ist die Sonne hinter den Wolken hervorgekommen. Rosemarie und ich erreichen nach 40 Min den Gipfel, die anderen waren ein wenig sportlicher. Ein Panoramablick in alle Richtungen belohnt uns! Oben verläuft die Grenze zu Tschechien. Aus Tschechien geht der Lift fast bis zum Gipfel – ohne Anstieg.
Zurück nehmen den weniger steilen Weg zum Sessellift und mit dem zurück. 3 Stunden hat dieser Ausflug gedauert und es hat sich wahrlich gelohnt!!!
56 km sind es lt. Navi bis zum nächsten Ziel: Schloss Fürstenstein. Das Schloss ist eines der drei bedeutendsten Schlösser in Polen. Wir durchfahren eine leicht hügelige Landschaft mit viel Baumbestand. Man betreibt hier Landwirtschaft – die Getreidefelder sind bereits abgeerntet. Es ist sommerlich warm und die Menschen gehen leicht bekleidet. Uns kühlt die Klimaanlage im Mobil. Die dreistelligen Nebenstrecken sind mal gut, mal schlecht zu befahren.
Einige von uns sind schon vorgefahren, wir anderen (4 Mobile) verlieren uns in einer Großbaustelle. Bodo und Gitta folgen uns und schon bald stehen wir vor einem Tunnel mit 3.10 m Höhenbegrenzung. Das geht für uns ja gar nicht – wir sind 3.50m hoch. Ein anderer Weg wird gesucht und endet in einer Sackgasse. Ich mache eine Skizze und frage einige Bauarbeiter. Sie nicken und meinen, dass der Tunnel für uns passt. Schon bald halten wir seitwärts am Tunnel und beobachten den Verkehr. Ein Bus passiert mittig, so werden wir es auch in Angriff nehmen – und es passt! Noch ein paar Kilometer, dann ist der Parkplatz am Schoss erreicht. Doch wo sind die anderen? Ein Telefonanruf klärt es, sie sind auf dem zweiten Parkplatz. Was nun, wir haben hier bezahlt und die anderen den Parkplatz dort. Auf beiden darf man Übernachten.
Vor dem Schloss große Beratung aller Teilnehmer. Es gibt weder heute noch morgen eine deutsche Führung. Aber morgen könnten wir mit einem Audioguide die Schlosstour machen, so die Dame im Kassenhäuschen. Wir buchen sogleich für Morgen 9 Uhr. Gegen 18 Uhr parken wir anderen 2 Mobile um, dann haben die Parkplatzwärter Feierabend.
Es wird unter der Markise von den Grazern ein sehr feuchtfröhlicher Abend, dazu trägt nicht nur der Regen bei.
Gute Nacht dann Freunde – bis Morgen!
Das fiel uns auf: Kommt man in Polen durch Städte, dann haben viele alte Gebäude dringend eine Renovierung nötig. Der Putz bröckelt von den Fassaden. Aber oft sehen wir üppigen Blumenschmuck vor den bewohnten Fenstern.
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   |   Tages KM: 77   |   GPS Nord: 50°50'13   |   GPS Ost: 16°18'07

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Dienstag, 6.8. Cottbus - Karpacz

Heute müssen wir nur 180 km bis zum nächsten Übernachtungsziel zurücklegen. So bleibt Zeit für einen kleinen Stopp im Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau. Der schön angelegte Park befindet sich im Grenzgebiet Deutschland/Polen zu gleichen Teilen. Wollte man den ganzen Park ab radeln, so bräuchte man 3 bis 4 Stunden. Im Park befindet sich ein sehenswertes Schloss. Nach Brandstiftung brannte es 1945 aus und wurde um 1980 im alten Stil wieder aufgebaut. Heute nutzt man das Schloss für Ausstellungen. Wir haben unsere Fahrzeuge auf dem kostenpflichtigen Parkplatz im Park abgestellt und unternehmen einen längeren Spaziergang. Im Café lassen wir uns Fürst-Pückler-Eis servieren. Wer kennt es nicht aus seiner Kinderzeit: Vanille, Erdbeere, Schokolade – schon fast in Vergessenheit geraten.
Am Parkautomaten wurde unser Mobil (wohl wegen seiner Höhe) als Bus erfasst. Für 2 Stunden bezahlen wir 15 € - ganz schön happig. Unsere Mitreisenden sind mit 2,50 € wesentlich preiswerter dran.
Die Stadt Görlitz lassen wir „links“ liegen und befinden uns bald danach in Polen. Wir versuchen an einigen Tankstellen die Mautbox (Via Toll) für Fahrzeuge über 3,5 t zu kaufen. Fehlanzeige, man verweist uns auf Tankstellen Richtung Breslau. Doch dort wollen wir nicht hin. Ausschilderung für diese Verkaufsstellen fehlen gänzlich – da muss noch einiges getan werden für uns ratlosen Touristen.
Wir nehmen die mautfreie Landstraße Richtung Jelenia Gora (dem früheren Hirschberg) und erreichen bald unser heutiges Ziel Karpacz im Riesengebirge. Von hier erblickt man die höchste Erhebung der Sudeten, die Schneekoppe mit 1.602m. Mit einer Seilbahn lässt sich die Wanderung auf diesen Berg abkürzen. Doch das haben wir für Morgen geplant. Heute fahren wir auf dem CP in Karpacz, Rosemarie und Harald mit Hund Ronja erwarten uns dort bereits. Es ist schwülwarm und Gewitter liegt in der Luft.
Um 18 Uhr gehen wir alle in das etwa 200m entfernte Restaurant Karat. Von der Panoramaterrasse fällt der Blick auf die Schneekoppe. Alle Tische, drinnen und draußen, sind belegt. Der nette Kellner lässt uns auf Liegestühlen Platz nehmen und versorgt uns mit Getränken. Die dunklen Gewitterwolken kommen näher, es fängt an zu regnen. Der Kellner weiß Rat: ein Dachüberstand bietet Unterschlupf. Dann ist endlich unter großen Sonnenschirmen ein Tisch für uns frei. Kaum sitzen wir, frischt Wind auf und der Regen wird heftiger. Der Kellner bringt Decken zum Einhüllen – das ist nicht so richtig gemütlich! Schon winkt uns der Kellner in die Gaststätte. Wir schieben einige Tische zusammen und bestellen unser Essen. Speisen und Getränke munden vorzüglich – alle sind zufrieden. Um 20.30 Uhr schließt leider das Restaurant, so sind wir zeitig bei den Mobilen.
Ob Morgen eine Wanderung zur Schneekoppe unternommen werden kann ist fraglich, die Wetteraussichten für den morgigen Tag lauten: Regen.


   |   Tages KM: 188   |   GPS Nord: 50°46'50   |   GPS Ost: 15°45'42

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Montag, 5.8. Glinde - Cottbus

Es wird 10 Uhr bis wir on tour sind. Bis auf einige Baustellen kommen wir zügig gen Osten voran. Bei Berlin entscheiden wir uns für die A 111 (einmal quer durch Berlin) und haben hier weder Baustellen noch Staus. Dann nehmen wir den Abzweig nach Cottbus. Beim Stellplatz am Tierpark wollen wir uns mit unserer Gruppe treffen (Übernachtung 12 €, den Schlüssel bekommt man an der Tierparkkasse). Als wir um 16 Uhr eintreffen, sitzt die Gruppe schon zum Plausch beisammen. Mit Anke und Harald, Elke und Rolf, Gitta und Bodo, Beatrix und Hans starten wir Morgen die Tour durch den Süden von Polen. Rosemarie und Harald werden in Karpacz zu uns stoßen. Sie sind schon ein wenig länger unterwegs.
Den Abendverbringen wir geselliger Runde mit netten Gesprächen. Beatrix und Hans kommen aus der Steiermark und sind Reisebekannte von uns.


   |   Tages KM: 412   |   GPS Nord: 51°44'44   |   GPS Ost: 14°21'08

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