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Oman - 2019 - 2020

Start Mitte Oktober

Die Vorbereitungen

Was man alles so bedenken und erledigen muss.

Pässe: Sollten noch mindestens bis ein halbes Jahr nach Ende der Reise gültig sein und keine Einreisestempel aus Israel enthalten.

Führerschein: Ein Internationaler Führerschein ist Pflicht, wurde aber bisher noch bei keiner unserer Reisen jemals verlangt. Er ist 3 Jahre gültig.

Krankenversicherung: Eine Langzeit- Auslandskrankenversicherung ist Pflicht und auch sehr sinnvoll. Wichtig sind dabei ein Rückholdienst und die Möglichkeit des Informationsaustausches zwischen einem deutschen und einem ausländischen Arzt. Die günstigste für uns (über 70 Jahre) ist die von der STA Travel (Allianz).
Kosten für uns Beide 5 Monate ohne Selbstbeteiligung 1044 Euro.

Impfungen: Wir waren wieder beim Institut für Hygiene und Umwelt Impfzentrum Hamburg.
Alle erforderlichen Impfungen wurden kontrolliert und aufgefrischt. Die Kosten übernehmen zu 90% unsere Krankenkasse.

Arzt: Sinnvoll ist natürlich auch, dass man sich vom Arzt nochmal durch checken lässt und die notwendigen Medikamente für so eine lange Reise dabei hat.

Bordapotheke: Was soll alles drin sein? Alles was man auch zu Hause so braucht. Auch Mittel gegen Durchfall, Insekten usw. gehören noch dazu. Die wichtigen Medikamente muss man leider auch noch gut im Auto verteilen (verstecken), da einige Zöllner die Angewohnheit haben sich aus der Bord- Apotheke zu bedienen!

Zahnarzt: Auch ein Besuch beim Zahnarzt ist wichtig, nichts ist schlimmer als unterwegs mit Zahnschmerzen zu reisen.

Visa: Die Visa für den Iran haben wir in Hamburg bei Iran Reisen.de Herrn Behrous Yuson
bestellt. Was braucht man dazu: Eine Referenznummer über Herrn Yuson, ein Biometrisches Passbild, einen Reisepass mit entsprechender Gültigkeit und eine Langzeit- Krankenversicherung. Das Visum ist 30 Tage gültig und kann vor Ort verlängert werden.
Das Visum für die Vereinigten Arabischen Emirate und den Oman erhält man direkt an der Grenze. Auch hier ist das Visum 30 Tage gültig und kann um 30 Tage verlängert werden.

Carnet de Passage: Dies ist ein Zolldokument, das wir spätestens ab der Iranischen Grenze brauchen. Ohne dieses Dokument, das der ADAC in München ausstellt, können wir nicht losfahren. Es ist ein Jahr gültig. Um das Carnet zu bekommen benötigt man eine Bankbürgschaft oder man muss 60% des Zeitwertes beim ADAC bar hinterlegen, das garantiert, dass wir das Fahrzeug wieder nach Deutschland bringen.
Das Carnet benötigen wir für den Iran, VAE und den Oman.

Reiseführer: wir benutzen ausschließlich die Karten von Reise Know How, sie sind Wasserfest und Reißfest. Reiseführer haben wir von jedem Land das wir bereisen 2 Stück, so dass wir am Abend beide darin lesen können und uns auf den nächsten Tag vorbereiten können.

Sprache: Türkisch, Georgisch, Armenisch, Persisch oder Arabisch? Leider können wir nichts davon. Aber mit ein wenig Englisch geht das schon. Sonst mit Händen und Füßen, Abwarten und Lächeln!

Autoversicherung: wir sind schon vor Jahren zur Nürnberger gewechselt, weil sie eine der ganz wenigen ist, die Fernreisen versichern. Wir haben ihnen die Reiseroute mitgeteilt und eine Deckungszusage für alle Länder, Voll- und Teilkasko, erhalten. Für die Monate die wir unterwegs sind wird ein Aufschlag von 50% genommen.

Reiseroute: Unsere Reise beginnt in Hamburg, über Österreich geht es zur Fähre in Ascona, Italien. Dann Griechenland, Türkei, Georgien, Armenien, Iran und mir der Fähre zu den Vereinten Arabischen Emiraten. Dort ist geplant Weihnachten uns Sylvester zu verbringen und weiter zu unserem Ziel Oman zu reisen. Zurück in etwa die gleiche Route!

Reisemobile: die Mobile sind natürlich ordentlich gewartet und in einem Top Zustand wie es sich gehört. Ein zusätzlicher Reifen ist mit an Bord. Ein Bergegurt und Schneeketten sowie Schaufel sind sowieso immer dabei. Ansonsten haben wir unsere normale Werkzeugkiste mit vielen Kleinteilen an Bord.

Navigation: zur Navigation benutzen wir normalerweise das Snooper, mit dem wir sehr zufrieden sind. Zusätzlich verwenden wir ein Garmin Navi. Die Garmin Karte für unsere zu bereisenden Länderhabe ich mir aus dem Internet herunter geladen. Zu beziehen unter www.afrikaexpedition.de Wir fahren nur nach GPS Daten, die ich in mühevoller Kleinarbeit zuhause ausgearbeitet habe. Oft verwende ich auch – auf Karte suchen – da Eingabe von Straßennamen durch die verschiedene Schreibweisen meist nicht möglich ist. Für die Routenaufzeichnungen verwende ich den PPS Tracker Garmin Dakota 20.
Außerdem ist noch eine Dash Cam mit Notfallfunktion an Bord, d.h. wenn etwas passiert, dann speichert die Kamera je fünf Minuten vor und nach dem Auslösen. Das Auslösen kann von Hand erfolgen oder auch bei einem Unfall durch einen Erschütterungssensor.

Mobilfunk: Die Verständigung unter einander erfolgt mit Mobilfunk, ist zwar in einigen Ländern verboten, aber bis jetzt hat sich noch auf keiner Reise jemand daran gestört.

Autark: Wichtig ist auf so einer Reise die komplette Autarkie. Strom erhalten wir über Solar Energie, Gas benötigen wir im Prinzip nur zum Kochen, hin und wieder mal zum Heizen und zum Duschen. Dafür können wir das Wasser aber auch während der Fahrt über den Motor (Wärmetauscher) erwärmen. Wasser haben wir 345 l an Bord.

Kosten: ja was kostet so eine Reise? Ja am meisten Geld verschlingen Versicherungen und die Fähren. Die Visagebühren halten sich eigentlich in Grenzen. Der größte Posten sind oft die Kraftstoffkosten, da haben wir dieses mal etwas Glück im Iran kostet Diesel zwischen 6 und 12 Cent, das drückt den Durchschnitt gewaltig nach unten. Die normalen Lebenshaltungskosten sind oft deutlich unter unseren oder gleich.

Packen: na ja einige Lieblings- Lebensmittel kommen mit an Bord, auch das einige oder andere Hygiene- Produkt (Zahnpasta) müssen mit.
Schwieriger ist es mit Kleidung, es müssen Winter- und Sommerkleidung verpackt werden.
Weil natürlich im Mobil nicht so viel Platz ist kommen in die Garage 2 Umzugskraton mit Kleidung. Auch reichlich Bettwäsche muss mit, so oft gibt es keine Waschmaschine.



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