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Oman - 2019 - 2020

Oman Teil 2

Donnerstag, 27.2.

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Mittwoch, 26.2. Ibri - Al Ain (VAE)

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Dienstag, 25.2. Al Hamra - Ibri

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Montag, 24.2. Jebel Sams - Al Hamra

Nicht nur wegen der Höhe habe ich schlecht geschlafen.
Aus Nachrichten haben wir gestern erfahren, dass wegen des Corona Virus der Iran, die Türkei und Armenien ihre Grenzen geschlossen haben. Wie sollen wir nun unsere Heimreise fortsetzen? Wir sprechen verschiedene Varianten durch.
Gleich nach dem Frühstück fahren wir zur Einstiegstelle der Balkony Wanderung – max. 5 km 1 Strecke.
Sie ist anspruchsvoll, aber nicht gefährlich, obwohl es immer an der Felswand oberhalb des Canyons entlang geht. Die Aussichten sind umwerfend und nach gut 2 Stunden Anstrengung stehen wir wieder vor den Mobilen.
Die Abfahrt ist streckenweise sehr staubig und an anderer Stelle geht es in steilen, engen Serpentinen bergab. Völlig vom Staub überpudert kommen wir unten an. In Al Hamra lässt Christian sein Mobil waschen, für unser Mobil hat man nicht mehr genügend Wasser. So erledigen Peter und ich die Wagenwäsche gemeinsam am Fluss. Das Wasser ist „piewarm“. Mit den letzten warmen Sonnenstrahlen stoßen wir mit einem „Absacker“ auf den Oman an. Morgen wollen wir ein gutes Stück weiter Richtung Grenze Oman/Emirate und übermorgen ausreisen. Am 1. März läuft unser Visum ab.


   |   Tages KM: 48   |   GPS Nord: 23°06'00   |   GPS Ost: 57°17'21

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Sonntag, 23.2. Birkat - Jebel Sams

Heute haben wir einen Ausflug mit unserem Mobil auf ein Plateau des höchsten Berges (3008m) vom Oman geplant, dem Jebel Shams. Schon die ersten 14km Asphaltstr. sind eine Herausforderung an unser Mobil: steil bergan in engen Serpentinen. Aber wenn die Radfahrer (und wir sehen einige) das schaffen, dann auch wir. Und so fahren wir brav hinter „Styros“, Kilometer um Kilometer. Sobald der Asphalt aufhört, beginnt eine 6 km lange und staubige Piste. Ich habe das Gefühl, dass diese keine Ende nehmen will. Selbst um die Mittagszeit sind mit uns etliche 4x4 Ausflügler unterwegs. Etwas später eine Überraschung. Die Staubpiste hört auf und wir haben wieder festen Straßenbelag. An geeigneter Stelle suchen wir uns einen Übernachtungsplatz, nicht weit von uns geht es etwa 1200m steil hinab in den Canyon. Unbeirrt dessen, klettern Ziegen auf der Suche nach Futter umher.
Sobald die Sonne untergeht, wird es kühl. In dicke Jacken und Mützen gehüllt warten wir bis ersten Sterne sich zeigen. Ein Südtiroler Sternenkundler, sie parken auch zwecks Übernachtung hier, will uns in einer Laser Sternenshow den Sternenhimmel präsentieren. Christoph hat das so interessant erklärt, dass ich jetzt 3 Sternenbilder einwandfrei erkennen kann. Danke!!!
Mit Glühwein haben wir es bis 22.30 Uhr im Freien auf 2000m ausgehalten.


   |   Tages KM: 106   |   GPS Nord: 23°12'17   |   GPS Ost: 57°12'08

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Samstag, 22.2. Sawadi Beach - Birkat

Etwa 200 km sind es von der Küste bis in das Hajar Gebirge mit seinen hohen Bergen und fruchtbaren Oasentälern. In Birkat, am Fuße des Jebel Akhdar unternehmen wir eine kleine Wanderung durch die Oasen zu der verfallenen Lehmstadt, 600 Jahre alt. Sie liegt auf einer Anhöhe und die gemauerten Bewässerungsgräben ziehen sich noch heute durch die Stadt. Die letzten Bewohner, Bangladeschis (Arbeiter der Oasengärten) weisen uns den Weg. Es erstaunt mich immer wieder, wie freundlich und interessiert diese Gastarbeiter auf uns Touristen zugehen. Die meisten sprechen ein wenig englisch und so erfahre ich einiges über ihr Leben hier und in ihrer Heimat.
Nach dieser Besichtigung haben wir unser Tagesprogramm beendet und entschließen uns für den Nachmittag mit einem gemieteten 4x4 auf ein Plateau im 2000m Höhe des Jebel Akhdar zufahren. Obwohl es seit 2005 eine sehr gute mehrspurige Asphaltstr. gibt, ist wegen der recht steilen An- und Abfahrten nur 4x4 erlaubt. An interessanten Aussichtspunkten führen Wanderwege hinab in eine Schlucht und zu Orten auf der anderen Seite. Wir passieren einige größere Orte und auf dem Plateau ein abgesperrtes Militärgebiet samt Flughafen. Oft fahren wir steil hinab und auf der anderen Seite hinauf, Geländewagen ist angebracht!
Man nennt das Gebiet des Jebel Akhdar auch der „grüne Berg“, weil hier in der Höhe vielerlei Früchte gut gedeihen. Aber weltberühmt sind seine Rosen, wegen des kostbaren Rosenwassers. Die Erntezeit beginnt bereits im April, im Morgengrauen, wenn der Tau noch auf den Blüten liegt. Nicht nur für Parfüm wird das Rosenwasser verwendet, sondern auch für Süßspeisen.
Am Bani Habib endet unsere Tour und wir treten mit vielen Fotostopps die Rückreise an. 3 Stunden ohne Wanderungen haben wir für diesen Ausflug benötigt, sehr empfehlenswert.
Ob sich unser Stellplatz in den Oasen von Birkat als gut erweist, muss sich noch herausstellen.
Es ist um 20 Uhr noch sehr heiß im Fahrzeug, 26° C und die ersten Mücken schwirren umher. Der nahe Straßenlärm ebbt erst spät in der Nacht ab, wo wollen die Leute nur alle noch hin?


   |   Tages KM: 198   |   GPS Nord: 22°53'29   |   GPS Ost: 57°41'09

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Freitag, 21.2. Sawadi Beach

Obwohl das Wetter bedeckt ist, rollen schon am frühen Vormittag die Ausflugskarawanen heran. Es ist ein Kommen und Gehen bis in die späten Abendstunden. Pavillons werden aufgebaut, Planen zwischen Bäumen als Sonnenschutz gespannt, Teppiche ausgerollt und das Picknick aufgetischt. Heute Familienausflug. Die Kinder baden vollbekleidet, mit Shirt und Hosen (kleine Mädchen mit langen Hosen) – die älteren Schwestern und Mütter schauen zu.
Überall riecht es nach gegrilltem Fleisch – Grillen und Picknicken scheint eine Leidenschaft der „Südländer“ zu sein. Ob das im Sommer bei 50°C um die Mittagszeit auch so ist? Ausflugsboote bringen Besucher zu den kleinen Inseln. Bei Ebbe machen sich einige zu Fuß auf den Weg. Leider haben wir den richtigen Zeitpunkt verpasst und zurückschwimmen mit Schuhen möchte ich nicht.
Nachts hören wir noch lange das Trommeln am Lagerfeuer. Weitaus besser als Regenschauer trommeln auf unser Dach!!!


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Donnerstag, 20.2. Muscat - Sawadi Beach

Des Nachts Katzenmusik unter unserem Mobil, Katzen und Fischmarkt „vertragen“ sich gut.
Als wir bei einer unserer letzten Umfahrungen am Flughafen von Muscat „IVECO“ gelesen haben, haben wir uns das sofort gemerkt. Heute Vormittag steuern wir diese Werkstatt an. Der Pförtner lässt uns schon bald auf das abgesperrte Gelände. Ein riesiges Personalaufgebot erwartet uns am Tresen. Man spricht englisch und man hat Zeit für: einen Motorölwechsel mit Filter, den Luftfilter und Innenraumfilter zu erneuern. Doch zuerst checkt man, ob die Teile vorhanden sind und auch eine genaue Kostenaufstellung der Reparatur erfolgt. Freundlicherweise räumt man uns auch einen Teilerabatt ein. In 2 bis 3 Stunden soll die Arbeit beendet sein. Immer wieder die Frage nach Kaffee, Tee und Wasser, während wir warten.
Alle Teile sind vorhanden und Peter fährt das Mobil in die Werkstatt, er bleibt dort. Ich habe für die Wartezeit vor Arbeiten am PC zu erledigen. Leider fehlt ein passender Adapter. Nach einiger Zeit hat man eine Lösung gefunden, das Besprechungszimmer des Chefs. Eine junge Angestellte führt mich dorthin und nachdem alle Probleme gelöst sind (die Stecker Leiste war ohne Strom), kann ich in Ruhe arbeiten.
Bereits nach 2 Stunden holt mich Peter ab. Jetzt warten wir nur noch auf die Rechnung. Nachdem wir mit Visa bezahlt haben, verabschieden wir uns von dem sehr freundlichen Team.
Lange haben wir überlegt, was man als Anerkennung gibt. Wir haben nur einen größeren Schein OR, das ist zu viel. Vielleicht sollte es etwas aus Deutschland sein? Eine Postkarte von Hamburg mit einem persönlichen Gruß und löslicher Espressokaffee für alle Mitarbeiter reichen wir über den Tresen.
Leider gibt es keine schönen Ansichtskarten von unserem Heimatort. Die müssen wir wohl vor der nächsten Reise selbst anfertigen.
Ich habe mir einen letzten Strandtag im Oman gewünscht bevor wir weiterreisen. Der uns bekannte Strand bei Sawadi liegt allerdings 70 km entfernt. Als wir gegen 15 Uhr ankommen, ist dieser Menschenleer.
Doch das ändert sich bald. Am Donnerstagnachmittag beginnt bereits hier das Wochenende und nach und nach rollen die Einheimischen zum Picknicken und grillen an. Am Strand werden Zelte aufgeschlagen und mit der Ruhe ist es vorbei. Partystimmung überall – wie bei uns an schönen Sommertagen. Erst in den frühen Morgenstunden wird es ruhiger, doch dann haben es die Mücken auf uns abgesehen.



Iveco Service in Muscat: N 23°35'25" O 58°13'49" fast neben der Luxus Parfüm Niederlassung von Amouaga


   |   Tages KM: 116   |   GPS Nord: 23°46'47   |   GPS Ost: 57°47'15

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Mittwoch, 19.2. Wadi Arbeieen - Muscat

Ein wunderschöner Übernachtungsplatz, doch wir wollen weiter. Auf gleichem Wege geht es bis zur Hauptstr. zurück. Vorläufige Verabschiedung von unseren Begleitern. Sie fahren gleich Richtung Muscat, wir zum 4km entfernten Sink Hole. Schon morgens um 9.30 Uhr herrscht hier viel Ausflugsverkehr, eine beliebte Badestelle.
Von hier sind es 150km bis Muscat, unserem heutigen Ziel. Wir füllen beim LuLu Supermarkt unseren Kühlschrank und fahren dann Richtung Hafen. Etwa 4 km davon entfernt liegt der alte Sultanspalast und um diesen gruppieren sich die Ministerien. Die Parkanlagen mit ihren bunten Blumenrabatten sehen sehr gepflegt aus und die Fliesen am Eingang glänzen – kein Staubkörnchen.
Am späten Nachmittag parken wir auf dem uns bekannten Parkplatz beim Fischmarkt. Abends schlendern wir über die Promenade in die nahe Altstadt. Ein letzter Bummel durch den Souk und wir essen indisch - reichlich und gut. Die Milchshakes sind einfach klasse: Avocado und Mango hmmmmm.


   |   Tages KM: 166   |   GPS Nord: 23°37'29   |   GPS Ost: 58°33'43

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Dienstag, 18.2. White Beach - Wadi Arbeieen

Frühstück vor den Mobilen. Die Kamele kommen zum Frühstücken an den nahen Müllcontainer. Elke lockt sie mit altem Brot. Das eine kommt keck bis zum Mobil. Christian möchte, dass Elke das Kamel für ein Foto aus dem Mobilfenster füttert. Doch das Kamel wendet sich ab und schaut, was wir auf dem Frühstücksteller liegen haben. Kein dummes Kamel!!! Doch mit dem Foto klappt es dann doch noch.
Gemeinsam fahren wir in das nicht weit entfernte Wadi Arbeieen. Vor 6 Wochen waren unsere Begleiter bereits schon einmal dort. Sie berichten, dass damals viele Pools im Wadi zum Baden verlockt haben. Heute sind die meisten eingetrocknet. 10 km Fahrstrecke – teils auf befestigten Wegen, mal auf Staubpiste, etliche Male steil bergan, dann hinab durch eine Furt. Wir passieren 2 Dörfer und einige Oasengärten. Als es für unser Mobil nicht mehr weitergeht, suchen wir gemeinsam ein geeignetes Plätzchen um den Tag hier zu verbringen. Wir können leider nicht wie Christian bis zu dem Pool unterhalb der Felsen fahren, zu steinig und sandig.
Die Allradfahrzeuge der geführten Touristentouren wirbeln viel Staub auf – und es nimmt bis zum Nachmittag kein Ende. Sind heute Kreuzfahrtschiffe in Muscat eingetroffen?
Wir unternehmen am Nachmittag eine Wanderung und müssen öfters durch Wasser waten. Abends sitzen wir am Pool und hören dem Froschkonzert zu. Wir schauen hinauf in den Himmel. Weißt du wieviel Sternlein stehen……


   |   Tages KM: 30   |   GPS Nord: 23°03'33   |   GPS Ost: 58°59'03

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Montag, 17.2. Wadi Tiwi - White Beach

Bereits am Vorabend sind wir auf den Wanderparkplatz im Wadi Tiwi gefahren. Um diese Zeit haben die meisten Touristen das Tal verlassen. Wir haben uns vorgenommen zeitig aufzubrechen und so sind wir schon kurz vor 7 Uhr auf dem Weg ins Tal. Die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich auf den Berggipfeln des Wadis. 9 Dörfer samt Oasen liegen in diesem wasserreichen Wadi. Der erste Ort ist bald erreicht. Die engen Kurven hätten wir mit unserem Mobil nicht passieren können, so ist es gut, dass wir zu Fuß unterwegs sind. Wir hören Fahrgeräusche und Hupen, die Väter aus den Dörfern fahren die Kinder zur Schule in Tiwi. Aus den Dörfern im Tal sind es mehr oder weniger als 11 km.
Nach dem 1. Dorf geht es nach einer Kurve steil bergan. Mal ist die betonierte Straße ein Stück eben, dann wieder steil, oft nur einspurig. Nach 1 Stunde haben wir etwa 2 km geschafft. Just als wir wieder einen Anstieg gemeistert haben, hält neben uns ein Pickup mit zwei älteren Omanis. Sie fragen uns ob wir mitfahren wollen. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen. So fahren wir durch teilweise schmale Passagen steil hinauf und wieder hinab, erblicken fruchtbare Palmengärten. Die Berghänge rücken näher. Im vorletzten Ort steigen wir aus und treten den Rückweg zu Fuß an. Obwohl wir dachten die Wanderung geht durch ein Tal, begeistert uns diese anstrengende Bergwanderung. Mal steil nach unten, dann wieder hinauf. Öfter hält ein Fahrzeug und man fragt, ob wir mitfahren wollen. Wir verneinen, denn uns hat der Ehrgeiz gepackt und wir wollen es allein schaffen. Nach gut 2 Stunden Wanderung ist unser Mobil erreicht.
Christian hat uns die Daten von einem Strand bei Fins genannt und nach einer kleinen Pause fahren wir los. Der fast weiße Strand und die Dünenlandschaft begeistern mich sofort. Das türkisblaue Meer liegt dahinter. Dieser Strand wird viel von Touristen angefahren.


   |   Tages KM: 29   |   GPS Nord: 22°58'45"   |   GPS Ost: 59°09'29"

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Sonntag, 16.2. Wadi Shab - Wadi Tiwi

Bereits um 8 Uhr setzen wir mit Booten über ins Wadi Shab. Wir laufen durch die Palmengärten, unser Weg steigt ständig bergan. Mal über Felsen, dann unter Felsüberhängen und über Steine im Wasser. Nach gut einer Stunde haben wir ein Wasserbecken, tief genug zum Schwimmen, erreicht. Peter, Elke und Christian steigen in ihre Badebekleidung und schwimmen los. Mir ist es etwas zu unheimlich: steil aufragende Felsen und wie lange muss man schwimmen? So bleibe ich beim Gepäck und mache Fotos. Inzwischen treffen immer mehr Besucher ein die auch schwimmen wollen. Nach gut 20 Min. kommt Peter zurück. Er berichtet begeistert: Wassertemperatur angenehm, manchmal konnte man im Pool stehen, es war wunderschön zwischen den Felsen zu schwimmen. Im Reiseführer steht, dass man am Ende des Pools unter den Felsen hindurch in eine Schwimmhöhle tauchen kann. Das haben die drei nicht gemacht.
Auf gleichem Wege wandern wir zurück. Viele Touristen kommen uns entgegen, einige sogar mit Kleinkindern. An einigen Passagen mit steilen Abgründen wird es eng. Außerdem steht am Mittag die Sonne hoch und es wird heiß. Es war gut, so früh am Morgen aufzubrechen.
Für uns geht es Morgen ins Wadi Tiwi, Elke und Christian wollen einen Badetag am Strand einlegen.


   |   Tages KM: 14   |   GPS Nord: 22°48'17"   |   GPS Ost: 59°14'45"

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Samstag, 15.2. Al Khabbah - Wadi Shab

Die Hauptsehenswürdigkeit in dieser Gegend sind die Schildkrötenstrände bei Ras al Jinz. In einem Naturreservat kann man Schildkröten am Strand bei der Eiablage beobachten. Sie kommen nachts oder in den frühen Morgenstunden. Wir wollen uns nicht „auf die Lauer legen“ und fahren weiter.
Mittags ist die Stadt Sur erreicht. Sur ist die östlichste Stadt Arabiens und im 18/19 Jh. verließen täglich mehr als 150 der traditionellen Holzschiffe einen der ältesten Häfen des Landes.
Früher lebte man hier vom Dau-Bootsbau, heute vom Fischfang. Wir schauen uns auf einer Werft um, ein Boot ist in Arbeit, ein anderes fast fertig. An anderer Stelle präsentiert ein Museum (leider nicht geöffnet) auf dem Außengelände eine 70 Jahre alte Dau. Bekannt ist diese Stadt auch für ihre schön geschnitzten Holztüren. Doch heute am Samstag wirkt die Stadt um die Mittagszeit wie ausgestorben.
40 km von hier entfernt befinden sich das Wadi Tiwi und Wadi Shab. Morgen wollen eine Wanderung ins Wadi Shab unternehmen. Wir übernachten 3 km entfernt am Strand, unweit der Schnellstraße. Nachts hört man nur das Meeresrauschen.


   |   Tages KM: 170   |   GPS Nord: 22°50'50   |   GPS Ost: 59°14'24

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Freitag, 14.2. Wadi Bani Khalid - Al Khabbah

Wir verlassen das kleine Paradies. In Al Kamil führt ein kleiner Rundweg entlang der Wüste und trifft bei Bani Bu Hassan wieder auf die Hauptstr. Wir kommen der Wüste sehr nach und das scheinen auch die Einheimischen zu lieben, die ihre Häuser bis an die Dünen gebaut haben. 2m hohe Mauern schützen ihre Anwesen vor Sandstürmen. Aber es gibt auch viel Grün in den Oasen die sich dem Ort anschließen. Das viele Wasser in den Bassins macht es möglich. Bei Asilah treffen wir wieder auf die Küstenstr. Heute am Freitag viel Ausflugverkehr zu den Picknickhütten und Spielplätzen am Meer. Wochenende bei den Omanis. Fast an jeder Hütte parkt ein Auto. Wir suchen einen Sandstrand und an einer Dünenlandschaft, unweit der Straße, beschließen zu übernachten. Zu den Picknickhütten führt fast immer ein befestigter Weg. Während wir unsere Garage aufräumen, nähert sich ein PKW und parkt in Strandnähe. Aus dem Fahrzeug steigt eine mehrköpfige Familie. Schon bald bringt man uns süßen Kaffee und aus einer Schüssel sollen wir uns vom Nudelgericht etwas nehmen. Der Ehemann spricht ein wenig englisch. Ich gehe mit den leeren Tassen und einigen Geschenken für die Kinder zu der Familie und stelle mich vor. Der Ehemann stellt seine Familie vor: Ehefrau und 6 Kinder!!!
Zurück am Mobil, kommt ein Pickup und parkt neben uns. Aus ihm steigen 5 Männer. Wie üblich, begrüßen sie zuerst Peter und fangen ein Gespräch an. Sie sind auch interessiert so ein Mobil von innen anzuschauen und schon sind die Männer mit Peter in unserem Fahrzeug verschwunden.
Wir sind froh, als sie bald danach abreisen und wir mit dem Aufräumen fortfahren können bevor es dunkel wird.


   |   Tages KM: 196   |   GPS Nord: 22°12'39   |   GPS Ost: 59°47'14

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Donnerstag, 13.2. Wadi Bani Khalid

Wir erledigen fällige Hausarbeiten und Reparaturen. Ein Spaziergang durch die bewirtschafteten Palmenoasen gleicht einem Dschungelpfad. Es geht entlang der Bewässerungskanäle auf der einen Seite und zurück auf der anderen Seite des Wadis. Kleine Dörfer die oberhalb liegen, sind vor steigenden Fluten bei Regen in Sicherheit. Plastikunrat in den Bäumen und Sträuchern belegen, dass die Fluten hier dann bis zu 4m hoch steigen. Das wäre nicht ungefährlich für uns auf diesem Stellplatz. Doch für die nächsten Tage ist kein Regen angekündigt. Wir verbringen einen netten Grillabend. Morgen werden Peter und ich unsere Rundtour fortsetzen.

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Mittwoch, 12.2. Ibra - Wadi Bani Khalid

Schon früh sind wir auf den Beinen. Blicken beim Tier-, Fisch- und Gemüsemarkt den Händlern zu. An anderer Stelle befindet sich der Souk für Bekleidung und Haushaltswaren. Auf einem separaten, überdachten Teil haben Händlerinnen einen nur für Frauen zugänglichen Teil. Auf Teppichen und Tischen glitzern farbige Borten und Stoffe, auf Bügeln hängen Frauen- und Kinderbekleidung. Frauen stehen an Ständen und Feilschen um den Preis. Es herrscht großer Andrang und in den Gängen ist kaum ein Durchkommen. Elke und ich kaufen nichts, obwohl uns die eine oder andre Sache gefällt. Doch wann sollen wir das Daheim tragen? Um 10 Uhr machen wir uns bereit und fahren weiter.
In allen unseren Reiseführern ist ein Abstecher in das Wadi Bani Khalid als lohnenswert beschrieben.
Wir fahren das etwa 20 km lange Wadi bergauf und bergab bis zum Ende, passieren Oasen und einige kleine Orte. Die Straße endet an einem Parkplatz. Wir zählen um die Mittagszeit über 60 Fahrzeuge. Die Besucher und auch wir laufen zu den Badegumpen. Einheimische Personen erklären den Besuchern, dass Baden nur in angemessener Bekleidung (mit T-Shirt und halblangen Hosen) erlaubt ist – für Frauen und auch Männer. Die ersten Badebecken gleichen kleinen Seen. Man kann noch ein gutes Stück ins Tal laufen und an anderen Stellen baden. Uns ist das um die Mittagszeit einfach zu viel Trubel und so marschieren wir zurück.
Christian hat uns wenige km zurück einen Übernachtungsplatz in einer Palmenoase genannt. Doch das Navi führt uns mal wieder „irre“, in einem kleinen Ort endet unsere Tour. Glücklicherweise kommt Christian schon bald und gemeinsam fahren wir zu dem Stellplatz. Er liegt wunderschön. Das enge Tal wird begrenzt durch Palmenoasen und einem Wasserbecken, im Hintergrund sehen wir steil aufragende Felsen. Bangladeschi kommen vorbei, nehmen voll bekleidet ein Bad im Wasserbecken und waschen sogleich ihre Bekleidung. Danach sind wir wieder zu viert allein im Tal.
Frösche quaken, Vögel zwitschern in den Palmen und die Muezzins der umliegenden kleinen Orte singen im Wettstreit. Das letzte Paradies?


   |   Tages KM: 88   |   GPS Nord: 22°36'08   |   GPS Ost: 59°04'59

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Dienstag, 11.2. Al Kamil - Ibra

Unser Übernachtungsplatz war trotz der nahen Straße recht passabel. Kurz vor 9 Uhr sind wir abreisefertig. Peter steht vor dem Mobil als 2 PKW neben uns halten. Die 2 Omanis überreichen uns ein Tablett. Darauf stehen: Kaffeekanne, kleine Tassen, Eier Omelett, Brot, Käse und Datteln. Frühstück ans Mobil, eine sehr nette Geste. Sie füllen Kaffee in die kleinen Tassen. Wir probieren Datteln und sprechen ein wenig – woher und wohin. Die 2 Herren berichten, dass sie im letzten Jahr eine längere Zeit in Deutschland waren. Ihr Eindruck: alles so sauber und die Menschen nett. Wir erzählen ihnen, dass wir uns heute Vormittag das Old Museum in der Stadt anschauen wollen. Mit einem Dankeschön und auf Wiedersehen verabschieden wir uns.
Das Museum in der Stadt ist bald erreicht und der Angestellte öffnet uns bereits die Tür. Gegen ein geringes Entgelt führt er uns durch sämtliche Räume, erklärt uns Gegenstände und beantwortet bereitwillig unsere Fragen. Diese ehemalige Festung ist 250 Jahre alt. Der Besitzer ist heute anwesend und wir machen uns miteinander bekannt. Er erzählt uns, dass seine Familie uns schon gestern auf unserem Übernachtungsplatz ausfindig gemacht hat und etwas zum Abendessen bringen wollte. Da es aber um 22 Uhr in unserem Auto dunkel war, hat man angenommen, dass wir bereits schlafen gegangen sind. So kamen heute Morgen der Mann seiner Schwester und ein anderer Familienangehöriger mit Frühstück. Wir bedanken uns nochmals für die Gastfreundschaft.
Im Anschluss an die Museumführung reicht man uns Kaffee und Datteln.
Im Ort suchen wir eine Wäscherei auf und lassen bei einem der unzähligen Herrenscheider etwas für Peter anfertigen. In 3 Tagen, auf unserer Rückreise, soll alles fertig sein.
Etwa 100 km sind es bis Ibra. Die Dünen links der Straße, Ausläufer der Wahiba Sands, haben hier eine rötlichbraune Farbe. Ibra ist eine große Stadt mit vielen Geschäften. Außerhalb befinden sich Reste von Lehmbauten, es ist der historische Teil von Ibra. Die großen, zum Teil mehrstöckigen Häuser gehörten wohlhabenden Kaufmannsfamilien, deren Segelschiffe im Afrikahandel eine bedeutende Rolle spielten. Wir treffen uns mit Elke und Christian, gemeinsam wollen wir morgen auf den Souk. Es gibt einen separaten Teil, der nur von Frauen für Frauen zugänglich ist – der Frauensouk.
Wir parken zwecks Übernachtung fußläufig vom Souk, schlendern durch den Ort und gehen abends in ein türkisches Restaurant essen. Mit uns sitzen überwiegend Touristen an den Tischen. Die Einheimischen bleiben in ihrem PKW sitzen, hupen, bestellen beim herbeieilenden Kellner und lassen sich das Essen dann bis an die Fahrertür liefern.


   |   Tages KM: 113   |   GPS Nord: 22°41'46   |   GPS Ost: 58°32'44

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Montag, 10.2. Qurun Beach - Al Kamil

Wir fahren durch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft, das Gestein hat sehr unterschiedliche Farben. Sanddünen tauchen auf. Der Strand ist nicht weit und feste Wege führen zu Picknickhütten. Wie schauen uns die Plätze näher an. Eine starke Brandung rollt grünschimmernde Wellen an den Strand. Es riecht nicht gut und lädt somit nicht zum Bleiben ein.
Die Stadt Al Ashkharah begrüßt uns mit lebhaftem Verkehr. In der Hauptstraße reihen sich unzählige Geschäfte und Handwerksläden aneinander. Peter sucht für eine Reparatur beim Tischler passendes Holz und Schrauben, an anderer Stelle Leim und eine Schraubzwinge. Nun benötigt er für seine handwerklichen Tätigkeiten nur noch ein wenig Zeit.
Doch heute sind wir auf Besichtigungstour. In Ja’lan Bani Bu Ali besichtigen wir ein altes, verlassenes Castle. Viele Wände und Decken sind eingestürzt. Aber die verzierten Türen und schmiedeeisernen Fenstergitter lassen den Prunk vergangener Tage vermuten. Nur 15 km entfernt, steht ein weiteres Castle: Ja’lan Bani Bu Hassan. Die gesamte Anlage und die Innenräume sind sehr gut „in Schuss“. Ich kann mir gut vorstellen, dass man hier vor 200 Jahren sehr feudal gelebt hat. Aufenthaltsräume für die Bewohner und Gäste – in Fensternischen Gegenstände für die Bewirtung der Gäste. Es gab ein Badezimmer und Toilette, außerdem ein Männer- und Frauengefängnis. In dieser Umgebung fanden noch vor 50 Jahren zwischen den verschiedenen Stämmen Kriege statt. Daher die viele Ansammlung von Verteidigungsanlagen. Erst Sultan Qaboos hat für den Frieden hier gesorgt.
In Al Kamil gibt es ein privates Castle-Museum. Um es zu besichtigen, muss man vorher den Besitzer anrufen. Das haben wir uns für Morgen vorgenommen. Heute suchen wir nur noch ein ruhiges Plätzchen für die Nacht.
Die Hitze im Binnenland macht uns zu schaffen, am Meer war immer ein kleines Lüftchen zu spüren. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage: tagsüber 30°C und mehr, nachts Abkühlung auf 15°C.


   |   Tages KM: 159   |   GPS Nord: 22°12'38   |   GPS Ost: 59°12'58

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Sonntag, 9.2. Sugar Dunes - Qurun Beach

4 Tage wollen wir auf der Insel Masirah, die unberührte Natur genießen. Vorher füllen wir noch den Dieseltank und den Kühlschrank. 500m vor der Fähre befindet sich das Office der Fähre. Wir stehen mit anderen Kunden am Ticket Schalter. Doch wir erhalten kein Ticket, man bittet uns an der Fähre alles „in Augenschein“ zu nehmen. „Ja“, so lautet die Antwort des Fährpersonals, „um 12 Uhr können wir mit übersetzten“. Eine Fähre fährt nur dann ab, wenn sie voll besetzt ist. Mit dem Ticketkauf sollen wir uns beeilen. Wir müssen Pässe und Papiere vom Auto vorweisen, mit den Tickets erhalten wir die Rechnung. Oh, 32.2 OR, in unserem Reiseführer waren nur 10 OR angegeben. Der Preis versteht sich nur für die Hinfahrt. An der Fähre ist man bereits mit dem Beladen der kleineren Fahrzeuge fertig, die höheren müssen in der mittleren Spur parken. Wir sollen als letzte rückwärts rauffahren. Während Peter zurücksetzt, stehe ich auf der Rampe und schaue genau den Anweisungen des Personals zu. Die die Auffahrt ist zu steil, mit unserem großen Überhang setzen wir auf. Peter startet 3 Versuche, danach geben wir auf. Zwar sind die Angestellten sehr bemüht, aber wir wollen um keinen Preis uns etwas kaputtfahren. Und wer weiß wie sich die Rücktour gestaltet, wenn wir jetzt schon Probleme haben?
Neben uns legt eine andere Fähre an, mehr auf große LKW spezialisiert. Doch man gibt uns zu verstehen, dass diese Fähre ein privater Anbieter ist und unser Ticket dafür nicht gilt. Im Fährbüro erstattet man uns den Ticketpreis.
Was nun? Die Fahrt weiter fortsetzen an der Küste und auf ein schönes Strandplätzchen hoffen? Unsere Hoffnung erfüllt sich leider nicht, denn die Zufahrten zu den Stränden der Fischer erweisen sich als Pisten. Das Meer liegt so nah! Schon bald sehen wir die ersten Randdünen der Wahiba Sand, einer Wüste mit einer Ausdehnung von 180 km Länge und 80 km Breite. Nur mit Allradfahrzeugen oder Kamel zu passieren. Mit unserem Mobil nicht machbar. Die Wüste Wahiba hat alles, was zu einer richtigen Wüste gehört: lang gezogene Dünenkämme, Beduinencamps und stolze Kamele. Unter dem Sternhimmel in einer Wüste zu übernachten soll einzigartig sein. Wir begnügen uns die nächsten 80 km mit Foto Stopps entlang unserer Straße.
Bei Qurum biegen wir in eine Asphaltstraße mit dem Hinweis: Strand. Da, wo die Straße endet, fahren wir über eine Wellblechpiste und einem eingetrockneten Salzsee weiter. Immer den anderen Fahrzeugen hinterher. Kurz vor einem steilen Aussichtspunkt ist für uns die Fahrt zu Ende. Zu Fuß steigen wir hinauf, der Blick ist sagenhaft von oben. Doch ein Plätzchen zum Übernachten ergibt sich nicht, weiter unter stehen die Hütten der Fischer. Da wir vermuten, dass bald die Fischerboote mit ihrem Fang anlanden und Kühlwagen hierher unterwegs sein werden, nehmen wir von einer Übernachtung Abstand. Auf dem Rückweg, abseits des einspurigen Fahrwegs, finden wir eine Möglichkeit hinter einer Friedhofsmauer. Die hier liegen, die werden mit Sicherheit nachts Ruhe geben.
Ein kleiner Spaziergang zum Wasser, ein wenig die Beine vertreten. Schwer bepackt mit riesigen Muscheln treten wir den Heimweg an.


   |   Tages KM: 278   |   GPS Nord: 21°26'07   |   GPS Ost: 59°20'23

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Samstag, 8.2. Sugar Dunes

Nach dem Frühstück im Freien unternehmen wir einen längeren Spaziergang entlang der Bucht. Ebbe setzt ein. Uns entsetzt der angeschwemmte Plastikmüll, u.a. viele Ölkanister für Bootsmotoren.
Mittags braten wir 54 Sardinen und fast alle haben wir verspeist – von der Pfanne, auf den Teller, in den Magen – oberlecker!!! Wir gönnen uns ein Mittagsschläfchen, lesen und tun einfach mal nichts. Morgen wollen wir versuchen mit einer Fähre zur Insel Masirah überzusetzen.


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Freitag, 7.2. Madrakah - Sugar Dunes (Al Khaluf)

Selbst auf den trostlosen Inlandstrecken (Küste liegt ungefähr 20 km entfernt) gibt es „gefühlt“ alle 50 km einen kleinen Ort. Oft gibt es eine Tankstelle, einen winzigen Supermarkt, Friseur (Männer gehen 2- bis 3-mal die Woche und lassen sich pflegen), Damen – und Herrenschneider, Telefonanbieter – weit verstreut liegen die von einer Mauer umgebenen Wohnhäuser. Wir fragen uns: von was leben hier die Menschen?
Wir erreichen Duqm. Die Vision der Regierung lautet: Hier innerhalb von 25 Jahren eine Industriestadt von 100.000 Einwohnern aus dem Boden zu stampfen. Fertig sind ein hochmoderner Industriehafen samt Trockendockanlagen und ein Flughafen. In Planung sind: Gaskraftwerk, Meerwasserentsalzungsanlage, Ölraffinerie, Fischereihafen mit verarbeitender Industrie, 24km² große touristische Zone, davon 18 km Strand. Ein 4 Sterne Hotel, das Duqm Crowne Plaza mit 200 Zimmern ist bereits bezugsfertig. Man setzt auf Touristen aus den arabischen Ländern.
Uns fallen die vielen Wohnblocks auf, Busse verkehren von diesen zu den vielen Baustellen, etliche Einkaufsmöglichkeiten. Doch wir sehen nur Männer: beim Tanken und Einkaufen, mehrheitlich aus Indien, Pakistan und Bangladesch. Wo leben ihre Frauen und Kinder? Großbaustellen um Duqm, egal wohin das Auge blickt.
Erst nach 80 km sehen wir dann wieder Herden von Schafen, Ziegen und Kamelen. Wir biegen von der Hauptstr. ab, 29 km sind es bis zum Fischerdorf Al Khaluf. Auf dem Weg dorthin erblicken wir die ersten höheren Sanddünen und Sandverwehungen auf der Straße. Diese Dünen wandern jährlich um 10m.
Al Khaluf wird bestimmt durch den Fischfang. Auf dem Meer liegen die großen Fischerboote, wir zählen 22 vor dieser Küste. Mit kleinen Booten wird der Fang an Land gebracht. Altertümliche Fahrzeuge ziehen die Boote zu Hallen. Mit Kisten schaufeln Helfer die Sardinen aus den Booten. Bereitstehende Kühllaster transportieren sie weiter. Die leeren Boote werden mit Kisten voll Eis beladen und samt Besatzung zu den großen Booten befördert. Wenn wir sehen, welche Mengen Fische hier täglich anlanden, dann fragen wir uns: Wann sind die Meere leergefischt? Uns steht der Sinn nach Sardinen und Peter läuft mit einer Tüte zu den Fischern. Bereitwillig füllt man unsere Tüte - gratis.
Peter hat einen Stellplatz ins Navi eingegeben. Unterwegs passieren wir eine hohe Sanddüne, weiß wie Zucker – daher der Name Sugar dunes. Es gibt hier noch ein größeres Gebiet dieser weißen Dünen, doch leider nur mit Allrad zu erreichen.
Auf einem Plateau, hinter einer Mauer, finden wir einen geeigneten Stellplatz. Von hier überblicken wir eine riesige Sandbucht mit Dünenlandschaft. Bei Ebbe tummeln sich unzählige Möwen auf dem Strand, bei Flut fliegen sie fort.
Wir benötigen viel Zeit mit dem Entschuppen und Ausnehmen der Sardinen. Doch essen werden wir sie erst Morgen Mittag. Wir beabsichtigen hier noch einen Tag an diesem schönen Ort zu bleiben.


   |   Tages KM: 286   |   GPS Nord: 20°30'39   |   GPS Ost: 58°04'18

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Donnerstag, 6.2. Pink Lagoon - Madrakah

Gleich nach dem Frühstück laufen wir den Strand entlang Richtung Khor Ghawi. Nach etwa 45 Min. ist die Sandbank erreicht. Wir sehen Kormorane, Fischreiher und eine große Schar von Möwen, leider keine Flamingos. Mit dem Fernglas suchen wir die Sandbank ab, Flamingos Fehlanzeige. Uns fehlt die Zeit und Ausdauer noch weitere 6 km zu laufen. So marschieren wir zurück. Mir gefällt diese Dünenlandschaft mit dem weißen Sand, gleich hinter dem flachen Strand.
Wieder zurück auf der Hauptstr., folgt wieder eine eintönige Strecke. Mittags machen wir einen Abstecher zu der Lagune mit den 3 Palmen. Solange der Fahruntergrund fest ist, fahren wir. Dann stiefeln mit zu Fuß weiter. Die Lagune soll ein Paradies für Vögel sein, doch um die Mittagszeit sehen wir keine. Auf dem Rückweg begegnet uns ein Pickup, stoppt und schenkt uns Fische. Sie sehen wie Heringe aus. Die werden wir uns am Abend schmecken lassen.
Nach weiteren 70 km ist Ras Madrakah erreicht, das Kap ragt hier weit ins Meer hinein. In vielen Buchten liegen unzählige Fischerboote und der Fang wird mit Kühlwagen fortgeschafft. In einer Bucht, die besonders schön ist, wollen wir bleiben. Doch die Fliegenplage ist unerträglich und so entscheiden wir uns, den Strand westlich vom Ort aufzusuchen. Wir haben keine Möglichkeit zum Strand zu fahren. Auf dem sehen wir etliche Zelte mit PKW. Touristen?
Auf dem Parkplatz brutzeln wir die Fische und verspeisen sie vor dem Mobil. Alle Fahrzeuge, die uns passieren, halten für einen kleinen Plausch. Ja, die Omanis sind sehr freundlich.


   |   Tages KM: 189   |   GPS Nord: 18°58'58   |   GPS Ost: 57°18'40

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Mittwoch, 5.2. Shuwayminyah Strand - Pink Lagoon

Heute geht es weiter, unser Ziel ist die Pink Lagoon.
Den ersten steilen Berg bergan habe ich Herzklopfen. Hat unsere Kupplung das „Festfahren“ gut überstanden? Oben angekommen loben wir unser Mobil: gut gemacht!!!
Bis wir in Sawqirah wieder die Küste erreichen, durchfahren wir eine sehr eintönige Landschaft. In der Steinwüste kommt es bei der Hitze zu Luftspiegelungen. Wir sehen Wasser, wo kein Wasser ist. Der starke Wind bläst überwiegend aus Nord, wir fahren nach Osten. Vereinzelt Ortschaften entlang der Straße. Bei dem kleinen Ort Kahel biegen wir zu den Lagunen ab. Nach 10 km ist ein Parkplatz erreicht und für uns geht es nur zu Fuß weiter. Die Pink Lagoon erreichen wir in 30 Min Fußmarsch. Den Namen haben die versalzenen Lagunen durch eine besondere Algensorte, die die Oberfläche tief rosa erscheinen lässt. Angeblich benutzen die örtlichen Fischer diese Lagunen um Dörrfisch zu präparieren.
Wir übernachten auf dem asphaltierten Parkplatz. Morgen wollen wir die andere Seite erkunden. Bei den Lagunen von Khor Ghawi sollen in den Wintermonaten Tausende von Flamingos überwintern. Das 6 km lange Gewässer ist vom Meer getrennt nur durch eine schmale Sandbank.


   |   Tages KM: 209   |   GPS Nord: 18°36'39   |   GPS Ost: 56°40'19

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Dienstag, 4.2. Shuwayminyah Hafen - Shuwayminyah Strand

Christian und Elke fahren weiter, 200 km sind es bis zur Pink Lagune. Wir bleiben noch einen weiteren Tag an unserem Lieblingsstrand. Und machen einen ausgedehnten Spaziergang, baden mehrmals in der Brandung bei angenehmen 26°C. Was gibt es Schöneres als einen Urlaubtag am Meer?

   |   Tages KM: 12   |   GPS Nord: 17°52'44   |   GPS Ost: 55°31'43

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Montag, 3.2. Shuwayminyah Wadi - Shuwayminyah Hafen

Was für eine Nacht, Peter und ich haben kaum ein Auge zugemacht.
Peter meint, selbst wenn Christian um 8 Uhr startet, wird er uns vor 10 Uhr nicht erreichen, es sind 110 km durch die Berge.
Peter hebt das Mobil mit Hubstützen hoch, unterfüttert die Reifen mit großen Steinen und oben drauf mitgebrachte Platten. Soweit ist das Auto zum rausziehen vorbereitet. Dann holt Peter das Fahrrad aus der Garage und radelt um 8 Uhr weiter ins Wadi, um 9 Uhr will er zurück sein.
Während ich unsere gestrigen Erlebnisse festhalte, kommt ein Auto. Der ältere Omani kommt vorbei und schaut nach dem Rechten. Er meint lächelnd: alles kein Problem. Davon bin ich noch nicht überzeugt. Peter kommt pünktlich und spricht auch mit ihm. Nun heißt es für uns: abwarten und Tee trinken. Im Schatten eines Baumes warten wir auf Christian. Gegen 11.30 Uhr kommen Susanne und Christian flott herangebraust, wenig später Christian und Elke. Peter hat den Bergegurt schon an seiner Anhängekupplung befestigt. Christian schaut, macht den Gurt an seiner Schleppvorrichtung vorn fest und schon beginnt das Manöver. Elke und ich machen Fotos. 1-2-3, und schon ist unser Mobil frei!
Darauf haben alle Retter sich einen Kaffee verdient. Im Schatten besprechen wir über die Ereignisse des gestrigen Tages.
Besonders empört war ich, als der Fahrer des einheimischen PKW sich hinter das Lenkrad vom Mobil setzte und Peter zeigen wollte wie es geht…. Das geht gar nicht!!!!
Gemeinsam fahren wir mit unserem Rettungsdienst an einen schönen Strand unweit des Hafens von Ash Shuwaymiyah. In der von einer Mole geschützten Bucht lassen wir es uns gut gehen. Selbst nach Sonnenuntergang ist es draußen noch angenehm warm. Heute Nacht werden wir sicherlich gut schlafen!!!


   |   Tages KM: 28   |   GPS Nord: 17°53'48   |   GPS Ost: 55°42'25

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Sonntag, 2.2. Shuwayminyah Strand - Shuwayminyah Wadi

Wäre – hätte – wenn, doch alles der Reihe nach.
Peter und ich laufen den langen einsamen Sandstrand entlang – 1 Stunde und er nimmt kein Ende, dann wieder zurück! Außer einem Auto unterwegs, sind wir die einzigen Besucher. Zurück am Mobil setzen wir die gestrigen Erlebnisse ins Netz. Kaffee und noch ein wenig den Sonnenschein genießen, gegen 15 Uhr brechen wir in den nahen Ort auf. Wir benötigen dringend Wasser. Die Tankstelle mit Waschanlage? Fehlanzeige. Bei der kleinen Moschee? Klappt vorzüglich, wir können sogar den Wasserschlauch benutzen und der Druck ist gut.
Nun steht einem Ausflug in das Wadi Shumaymiyah nichts mehr im Wege. In allen unseren Reiseführern sehr empfohlen, und nach Auskunft einiger Seabridge Teilnehmer kann man gut (auch mit unserem Mobil) etwa 10 km hineinfahren. Danach versperrt eine Furt den Weg und es geht nur zu Fuß oder mit Allrad weiter zu einer schönen Oase. Den Spaziergang wollen wir morgen früh unternehmen!
Das Tal hält, was die Reiseführer versprechen. Hoch aufragende Kalkfelsen ergeben am Spätnachmittag schöne Fotos. Einige kleine Hütten und Pferche von Tieren, sonst nur Einsamkeit. Nach ungefähr 11 km erreichen wir einen schönen Platz und beschließen hier zu übernachten. Der Kiesuntergrund fühlt sich fest an. Eine noch schönere Stelle unter einem Baum wird angefahren und beim Wenden, steckt unser Mobil mit den Rädern im Kies fest. Mit fahren die Stützen hoch, unterfüttern mit größeren Steinen. Doch mehrere Versuche scheitern und die Kupplung wird arg beansprucht. Was tun, wenn der nächste Freund mit Allrad 110 km hinter uns und im Tal kein Mobilfunk vorhanden ist?
Peter beschließt zu den Tierställen zurückzulaufen und Hilfe zu holen. Mit einem Pickup samt Fahrer kommt er nach 20 Min. zurück. Doch was können 3 t ziehen – keine 6,5 t aus einem Kiesbett. Die Verständigung ist schwer (mangels Sprachkenntnisse auf beiden Seiten). Ein zweiter Pickup wäre ratsam. Unser Hilfsmann fährt los und kommt schon bald mit einem zweiten Pickup und Geländewagen samt Fahrer zurück. Auf dem Fahrweg im Flussbett nähern sich 2 Bangladeschi. Alle versuchen zu schieben, sobald der Bergegurt versucht das Mobil rauszuziehen. Mal von hinten, mal von. Man spannt nun die 2 Pickups vor das Mobil, aber das Mobil ist einfach zu schwer. Ratlosigkeit.
Ich habe schon mehrmals versucht eine Nachricht an Christian zu schicken und ihn anzurufen. Als es dann doch unerwartet klappt, nimmt Niemand ab und das Mobilnetz verabschiedet sich. Wir beratschlagen. Mit Zetteln und Zeichnungen und ein wenig Englisch des jungen Fahrers kommen wir überein, dass Peter mit dem PKW 2 km zu einer Stelle fährt, an der Mobilempfang besteht. Peter erreicht von da aus Christian. Er will Morgen vorbeikommen und uns rausziehen. Mit 12t sollte das klappen.
Bis Peter zurückkommt unterhalte ich mich mit den beiden Männern. Der ältere geht Barfuß in 2 Tagen Fußmarsch quer über die Berge in seinen Heimatort, nach Hasik. Das sind über 100km! Unmöglich! Sie nicken beide – dann wird es wohl stimmen. Und sie trösten mich: Es wäre doch schön im Tal hier zu übernachten und Morgen, dann kommt Hilfe.
Wie man sich sicherlich vorstellen kann, werden wir nicht gut schlafen. Doch hier hat man ein anderes „Gottvertrauen“.


   |   Tages KM: 16   |   GPS Nord: 17°55'57   |   GPS Ost: 55°31'43

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Samstag, 1.2. Delphin Strand - Shuwayminyah Strand

Und weiter zieht es uns. Wir sind bislang 13.500 km gefahren und 110 Tage unterwegs.
Ein Großteil der Strecke führt am Meer unterhalb der Felsen entlang. Wir sehen viele schöne Strände. Im nächsten Ort verlängern wir meine SIM Card für weitere 30 Tage – das sollte für den Oman reichen.
Die Straße führt nun ins Gebirge und unser erster Stopp gilt dem Wasserfall. Aus etwa 40 m Höhe rinnt Wasser unaufhörlich in Becken und verteilt sich von dort. An einigen Stellen sieht es aus, wie Stalaktiten in einer Tropfsteinhöhle. An mehreren Aussichtspunkten halten wir um Fotos zu machen. Die ersten Fahrzeuge von der geführten Seabridge Tour kommen uns entgegen oder stehen auch an Aussichtspunkten. Sie (Schweizer und Deutsche) sind auf dem Weg nach Mirbat. Uns überrascht, dass die meisten von ihnen wie wir ohne Allrad unterwegs sind. Sie wissen noch nicht genau wie die genaue Rücktour über Saudi Arabien, Jordanien und Israel verlaufen wird. Aber die 2 Reisebegleitfahrzeuge mit Führern werden wohl alles für sie, wie auch an den Grenzen, regeln. Dafür sind sie auch bereit einen „Haufen“ Geld zu zahlen. Mitte April wollen sie wie wir wieder Daheim sein.
Von oben erblicken wir eine kleine Oase und fahren zur Mittagsrast hinab. Man kann wandern, oder einfach nur relaxen.
Unser Weg führt weiter in Serpentinen ins karge Gebirge, wir kommen auf 700m und sehen das Meer mal auf der einen, dann auf der anderen Seite. Wieder auf Meereshöhe, erblicken wir ein eigenwilliges Gebäude. Als wir vor diesem anhalten, öffnet sich in einem Container ein Fenster. Der „Wachdienst“ kommt zu uns und öffnet bereitwillig die zwei Appartementwohnungen. Sie sind sehr geschmackvoll eingerichtet. Doch wann waren hier wohl das letzte Mal Übernachtungsgäste? Ein Schild bei der Einfahrt zum eingezäunten Gelände zeigt, dass hier noch mehr solcher Gebäude geplant sind. Doch so weit abseits von großen Städten, ob sich das rentiert?
Der Strand vor der Anlage ist sehr vermüllt und lädt nicht zum Übernachten ein. Wir fahren an den Strand bei Ash-Shuwaymiyah. Ein kilometerlanger Sandstrand mit Picknickhütten und festem Untergrund, für uns geradezu ideal. Bei einem längeren Spaziergang müssen wir leider feststellen, dass der schöne Strand übersät ist von braunen Quallen und auf den Wellen schwimmen auch einige. Baden heute: nein danke.
Es kommt eine Großfamilie im Kleinbus. Die sehr dunkelhäutigen Kinder umringen sofort das Mobil. Zwei junge Mädchen sprechen englisch und so können wir uns verständigen. Wieder einmal ist unsere Landkarte auf der Rückwand gut für Erklärungen. Der Vater macht Bilder von außen, die sehr aparte Mutter mit der ganzen Kinderschar von innen. Alle finden das sehr spaßig. Sie kommen aus Salalah und finden es hier viel zu kalt. Wie man es nimmt, für sie ist Winter und 25°C sind wohl für sie zu kalt.


   |   Tages KM: 123   |   GPS Nord: 17°52'44   |   GPS Ost: 55°35'22

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