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Kreta - 2021

Griechenland - Kreta

Mittwoch, 22.9. Itanos Beach - Kouremenos

Bevor wir die nächste Bucht ansteuern, fahren wir noch zu einem Aussichtspunkt oberhalb von unserem Stellplatz. Kurvenreiche, einspurige Straße mit ausgewaschenen Fahrbahnrändern und wenigen Ausweichstellen. Schön, dass so früh am Morgen nur die einheimischen Jäger unterwegs sind und die parken bereits am Straßenrand.
Nach 7 km ist Palekastro erreicht, die nächste Einkaufsmöglichkeit. Kleine Minimärkte, eine Bäckerei, Strandbedarf und etliche Restaurants und Bars. Der Tourist erleidet keinen Mangel. Sogar eine fehlende Schraube kann Jann-Habbo für seinen Liegestuhl erwerben. Leider fehlt es an passenden Parkplätzen für unsere großen Fahrzeuge.
Danach soll unser Navi uns zum Strand von Kouremenos führen. Ein Surferparadies mit Sandstrand und Parkangebot für Reisemobile, so steht es in unserem Reiseführer. Doch wie schon so oft, die Navis sind sich nicht einig und so verlieren wir unsere Freunde aus den Augen. Wir müssen einen schmalen Weg zwischen hohem Schilf rückwärts verlassen, die tiefe ausgetrocknete Furt war wegen unseres Überhangs problematisch. Gott sei Dank gibt es Handyempfang und so können wir uns zusammentelefonieren. Wieder zurück auf der Hauptstr. nehmen wir den vorgeschlagenen Anfahrtsweg und stehen schon bald bei den Surfschulen zwischen all den anderen, dick von Staub bedeckten Mobilen. Der Strand ist phantastisch, nur wer mittags kommt findet die schönen Schattenplätze alle belegt vor. Wir schauen den Surfern, Anfängern und Fortgeschrittenen bei ihren waghalsigen Unternehmungen zu. Hier gibt es ständig Wind mit Stärke 6, das „Fehmarn“ von Kreta.
Ein längerer Erkundigungsgang über unbefestigte Wege führt zu Gemüse- und Weingärten und versteckten Ferienappartements. Bis nach Palekastro sind es auf diesem Weg 1,7 km, zeigt ein Wegweiser.
Abends frischt der Wind auf, es kühlt rasch ab. Wetteraussichten für Morgen: 50% Regen – na so was!!!


   |   Tages KM: 12   |   GPS Nord: 35°12'18   |   GPS Ost: 26°16'16

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20.9. und 21.9. Itanos Beach

Wir genießen die Tage an den Stränden. Am Dienstag unternehmen wir einen Abstecher mit unseren Rädern zu einem der beliebtesten Strände Kretas, zu dem Vai Palmenstrand. Die Liegen und Sonnenschirme stehen dicht an dicht und es herrscht trotz Nachsaison viel Trubel.
Auf dem Rückweg kaufen wir am Straßenstand die süßen kleinen Bananen, die hier angebaut werden.
Den letzten Abend in unserer Bucht sitzen wir noch lange draußen vor den Mobilen, genießen den lauen Sommerabend bis der Mond hinter den Bergen hervorschaut. Heute Vollmondnacht.


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Sonntag, 19.9. Tholos Beach - Itanos Beach

Schon früh, wegen der zu erwartenden Hitze, fahren wir weiter. Die Strecke durch das Gebirge bietet an vielen Aussichtspunkten einen phantastischen Blick auf die Küste. Wir durchfahren die Stadt Sitia, heute am Vormittag sonntägliche Ruhe.
Schon bald liegt das Kloster Toplou vor uns, es wirkt fast wie eine Burganlage. Durch ein großes Tor mit Pechnase, gelangt man in den schönen Innenhof und weiter in das Museum und Klosterkirche. Die riesigen Ländereien erzielen auch noch heute gute Einnahmen bei Olivenöl und Wein. Die Erzeugnisse gehen in alle Welt und können auch im Museumsshop erworben werden. Im Museum des Klosters zeigt man wichtige alte Dokumente und wertvolle Ikonen. Die kleine Klosterkirche ist über und über mit Ikonen geschmückt. Heute leben nur noch 2 Mönche im Kloster.
Bis zum Äußersten nordöstlichen Ende sind es nur noch wenige Kilometer. Wir finden einen Stellplatz unterhalb der Ruinen von Itanos. Drei recht schöne Buchten zum Baden sind schnell zu Fuß erreicht. An einigen spenden Palmen Schatten. Das türkisblaue Wasser verlockt immer wieder zum Abkühlen. Wir haben tagsüber mehr als 30°C.


   |   Tages KM: 80   |   GPS Nord: 35°15'53   |   GPS Ost: 26°15'46

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Samstag, 18.9. Tholos Beach

Unsere Männer machen mit den Rädern einen Ausflug zum 3500 Jahre alten Olivenbaum unweit von Kavóusi. Auf Kreta gibt es zwei so alte Olivenbäume und die betreffenden Orte streiten sich, wer wohl den ältesten besitzt. Nach 1 Stunde kommen sie abgestrampelt zurück. Auf einer Piste ging es steil bergan zu ihrem Ziel. Wir Frauen spazieren den Fahrweg oberhalb der Bucht, ein Weitblick belohnt uns. Aber auch uns wird es gegen 10 Uhr in der prallen Sonne zu warm und schnell verziehen wir uns an den schattigen Strand.
Selbstgebackener Kuchen von Redine läutet das Wochenende ein. Abends sitzen wir noch lange vor den Mobilen und warten, dass die Temperatur im Innenraum runterkühlt, 30° sind zum Schlafen entschieden zu warm. Mücken besuchen uns, das finden wir gar nicht nett.


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Freitag, 17.9. Ag. Paneleimonas Istro - Tholos Beach

Auf dem einspurigen Anfahrtsweg geht es wieder zurück. Dieses Mal ragen keine störenden Äste in den Fahrweg, die hatten wir mühevoll auf der Hinfahrt beseitigt. Auf der Hauptstr. dann, mehrere Wege mit Beschilderungen zum namentlich bekannten Strand. Wie heißt es so schön: Mehrere Wege führen nach Rom!
Schon bald biegen wir ab nach Kavóusi und auf Asphalt geht es hinab zum nächsten Strand. Ein „No Camping“ Schild fällt uns ins Auge. Was bedeutet das für uns? Wir parken und inspizieren die Bucht. Tamarisken geben Schatten, der Strand davor ist mit Sand und einigen flachen Steinen bedeckt. Über solche gelangt man auf eine lange Sandbank, die sich einmal quer durch die Bucht zieht. Doch wo stehen? Hinten versteckt in der Bucht parkt ein holl. Reisemobil und ein weiteres franz. seitlich an der Taverne. Ich frage den Wirt ob wir auch dort stehen können. „Ja“, so lautet seine Antwort. Es sei genügend Platz für fünf Mobile. Gesagt, getan. Wir kommen mit dem Franzosen neben uns ins Gespräch. Besser gesagt, wir reden mit Händen und Füßen. Unser Französisch zu schlecht und er spricht weder deutsch noch englisch.
Baden, lesen, Spaziergänge links und rechts der Bucht – beschaulich gehen wir es an. Wir trinken Kaffee beim freundlichen Wirt und beschließen, nachdem wir die Speisekarte studiert haben, auch hier zu Abend zu essen. Im hinteren Garten befinden sich eine überdachte Terrasse mit Sitzplätzen und die Küche. Den langen Plattenweg zwischen Küche und Bar legt der schon ältere Wirt motorisiert auf Segway zurück. Wir sind erstaunt, wie gut das mit Speisen und auch Getränken klappt. Zum Nachtisch serviert er uns frisches Obst und Ouzo. Eine sehr nette Geste und mit Kaliníchta gehen wir als seine letzten Gäste gegen 20 Uhr. Pano betreibt mit seiner Frau Sofia (in der Küche) eine Sommertaverne hier am Strand, von 9 Uhr bis 20 Uhr geöffnet. Den Stellplatz und seine Taverne empfehlen wir gerne weiter. Wir bleiben einen weiteren Tag und Wasser für unseren Mobiltank gibt es gratis obendrein.


   |   Tages KM: 21   |   GPS Nord: 35°09'05   |   GPS Ost: 25°51'44

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Donnerstag, 16.9. Ag. Paneleimonas Istro

Spaziergang entlang der von Felsen eingeschlossenen Bucht und über einen Hügel in die nächste Bucht. Gegen Mittag steigen die Temperaturen auf 30 °. Da wird es Zeit, dass wir in den Schatten kommen. Der Wind der letzten Tage hat das Meer aufgewühlt, die Wellen haben sich noch nicht beruhigt. Am Nachmittag verspeisen wir Obsttorte und abends grillen die Männer Dorade – oberlecker. Wir sitzen noch lange vor den Mobilen und schauen in den Sternenhimmel.
Heute waren etliche Besucher an diesen Strand, so bekamen wir einiges zu sehen. Morgen wollen wir weiter zum nächsten Strand, nur 20 km entfernt von hier.



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Mittwoch, 15.9. Ag. Nikolaos - Ag. Paneleimonas Istro

Heute ist Markttag in Agio Nikólaos. Da müssen wir hin. Um 9 Uhr in der Früh sind nur die Einheimischen mit uns unterwegs. Außer Gemüse, Obst, Käse, Honig und Fisch sehen wir viele Stände mit Bekleidung, neu und gebraucht. Die gebrauchten aus unseren Containern mit den Kleiderspenden?
Wir kaufen die kleinen schmackhaften Bananen und kernlosen Weintrauben, das Kilo 1.50 Euro. In den Gassen der Souvenirläden sehen wir dann mehr Touristen. Während unsere Männer vor einem Café in einer der belebten Gassen Platz nehmen, probieren wir Frauen das eine oder andere Kleidungsstück.
Mittags wagen wir den Rückweg durch die zugeparkten schmalen Straßen. Manchmal passt es mittig durch die parkenden Fahrzeuge links und rechts mal grad so eben – von Spiegel zu Spiegel. Ich möchte nicht wissen, ob das auch geht, wenn hier die SUV Einzug halten???
Peter hat über Google Earth einen abgelegenen Strand ausfindig gemacht. Von der Hauptstr., über unbefestigte Wege durch ein Gemüseanbaugebiet. Dann liegt er vor uns – einsam. Nur wenige PKW verirren sich hierher, der herumliegende Picknickmüll beweist es. Das türkisblaue Meer ist heute recht bewegt, der Sandstrand ist teilweise mit kleinen Kieseln bedeckt, die Bucht von Tamarisken begrenzt – sie geben ein wenig Schatten. Die Sonne brennt gradenlos vom wolkenlosen blauen Himmel – so wollten wir es doch haben?!
Wir beabsichtigen einen weiteren Tag hier zu bleiben.


   |   Tages KM: 13   |   GPS Nord: 35°07'36   |   GPS Ost: 25°43'56

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Dienstag, 14.9. Plaka - Kritsa - Ag. Nikolaos

Nachts haben wir alle, weil es so stürmisch war, schlecht geschlafen. Doch schon zeitig wollen wir mit dem Boot auf die Lepra Insel übersetzten. In knapp 15 Min. ist Kalidon, gehört zu Spinalónga, erreicht. Hier errichteten im 15. Jh. die Venezianer eine Festung. Nach den Venezianern kamen die Türken, sie waren überwiegend Fischer. 1903 verließen die letzten Türken die Insel, denn die kretische Regierung hatte beschlossen, hier eine Sammelstelle für sämtliche Lepra Kranken Kretas einzurichten. Sie sollten auf der kalk- und wasserlosen Insel isoliert von ihren Familien leben. Es sollen weit über 1000 Personen, aller Bevölkerungsschichten, hier gelebt haben. Sie legten Gemüsegärten an und hielten Schafe, Ziegen und Hühner. Die veralteten Zisternen der Venezianer lieferten ihnen Trinkwasser, es gab keinen Strom. Erst um 1930 verbesserten sich die Verhältnisse. Durch den Bau einer Desinfektionskammer war es möglich, dass Verwandte die Leprakranken besuchen durften. 1953 wurde endlich eine wirksame Medizin gegen Lepra gefunden und 1957 wurden die letzten lebenden Leprakranken von Spinalónga in die Freiheit entlassen. Wer auf dieser Insel starb, der wurde hier auch begraben. Es gibt eine Friedhofskapelle und Gräber.
In gut 45 Min. hat man zu Fuß Kalidon umrundet. Unten am Fähranleger sind inzwischen viele Boote mit Touristen eingetroffen, es wimmelt nur so von Menschen. Ein kleines Boot bringt uns zurück nach Plaka. Doch oh Schreck, unsere Mobile sind von den Bussen der herangekarrten Touristen eingeparkt. Gott sei Dank befinden sich die Fahrer in den Bussen und nach einem Hin und Her haben wir freie Fahrt nach Kritsá, einem ursprünglich kretischen Dorf. Die alten Häuser in den schmalen Gassen am Berghang geben einen Eindruck, wie es früher hier ausgeschaut haben mag. Weil so viele Touristen kommen, haben die Bewohner im Erdgeschoss ihre Souvenirgeschäfte, Cafés und Restaurants.
Die nur wenige 100m vom Ort entfernt steht die sehenswerte alte Kirche Panagia i Kerá. Heute am Dienstag leider geschlossen – Pech gehabt!
Im Yachthafen von Agios Nikólaos finden wir auf dem Parkplatz einen Stellplatz mit Übernachtungsmöglichkeit. Die schöne Altstadt ist fußläufig zu erreichen.
Man sollte sich den 94 m tiefen Voulisméni See in der Innenstadt, sowie am Hafen die Statue „Europa mit dem Stier“ ansehen. Aber auch etliche Museen und Kirchen können besichtigt werden.
Nicht zu vergessen die unzähligen Geschäfte. Hier entlang zu flanieren bedeutet: standhaft bleiben und nicht in eine Art Kaufrausch zu geraten.



   |   Tages KM: 35   |   GPS Nord: 35°11'12   |   GPS Ost: 25°43'01

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Montag, 13.9. Malia - Zeus Höhle - Plaka

Heute werden den Mobilen und Fahrern auf diesem Ausflug in die Berge eine Menge abverlangt. Vor uns liegt ein etwa 120 km langer Rundweg über die Lassithi Hochebene. Wir nehmen den Anfahrtsweg der Touristenbusse und hoffen, dass es auch für uns in den engen Gassen der Bergdörfer passt. Sonniges Wetter, die Aussicht sagenhaft von vielen Aussichtspunkten geht der Blick weit ins Land. Wir biegen ab nach Krasí, wegen der 2000 Jahre alten Platane mitten im beschaulichen Ort. Ein Rundweg soll uns wieder auf die Hauptstr. führen. Doch Pustekuchen – am Ortsende Straßenarbeiten. Man ist dabei eine neue Teerdecke zu schütten und diese kann erst in 2 Stunden befahren werden. Wenden für uns unmöglich. 1. Abwarten? 2. Rückwärts bergan eine längere Strecke zurück? Wir entscheiden uns für die 2. Variante. Wir Frauen laufen vor und schicken etliche Fahrzeuge, die den gleichen Weg wie wir nehmen wollten, zurück. Dieser Ausflug fängt ja gut an!!! In Serpentinen verläuft der weitere kurvenreiche Weg bis zur Passhöhe auf 900m ohne Zwischenfälle. Oben begrüßt uns ein starker Wind. Reste von alten Getreidemühlen können besichtigt werden, der Fernblick ist grandios. Nach einer kleinen Rast geht es weiter. Tiefer im Tal befindet sich eine fruchtbare Hochebene. Wir sehen viele Obst- und Olivenplantagen, dazwischen Gemüseanbau. Nach der Schneeschmelze im Frühling ist hier alles überschwemmt. Das Wasser versickert im ausgehölten Felsenboden. Früher pumpte man zur Bewässerung im Sommer das versickerte Wasser mittels Windräder aus den Höhlen, heute übernehmen das Dieselpumpen. Das Ausflugsziel der Touristen hier auf dieser Hochebene ist aber Dikteon Andron – eine Tropfsteinhöhle. In dieser soll angeblich Zeus geboren worden sein.
Die Höhle wurde von Hirten 1866 durch Zufall entdeckt, als sie bei einem Unwetter hier Unterschlupf mit ihren Tieren suchten. Beim näheren Betrachten dieser Höhle fanden sie glänzende Gegenstände. Untersuchungen ergaben, dass diese aus minoischer Zeit stammten. Eine Art heidnische Kultstätte?
Die zwei Wege zur Höhle führen steil bergan, zu Fuß oder auf dem Esel. Nach dem obligatorischen Eintritt geht es über Treppenwege weit hinunter in die Tropfsteinhöhle. Die angestrahlten Stalagtiten und Stalagmiten bilden ein mystisch grünes Licht. In der Höhle herrschen 13 Grad, im Sommer erfrischend kühl.
Wir fahren weiter Richtung Agios Nikólaos, 50 km auf sehr guter Wegstrecke. Von hier sind es nur noch 20 km bis nach Plaka, unserem heutigen Übernachtungsort. Vom Hafen in Plaka starten die Bootsausflüge zur ehemaligen Leprainsel Kalidon. Wir parken auf einem der weitgehend leeren Parkplätze und durchstreifen danach den kleinen Ort. Unzählige Tavernen warten auf einkehrende Touristen. Doch jetzt um 17 Uhr sind sie weitgehend leer. Der Wind frischt auf und wird nachts heftiger. Morgen wollen wir mit einem der ersten Boote nach Kalidon übersetzen.


   |   Tages KM: 118   |   GPS Nord: 35°18'00   |   GPS Ost: 25°43'35

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Sonntag, 12.9. Heraklion - Knossos - Malia

Das Ausgrabungsgelände von Knossos liegt unweit von Heraklion. Bereits ab 8 Uhr kann es besichtigt werden. Am Eingang bietet uns eine Fremdenführerin ihre Dienste an. Als sie uns den Preis von 20 Euro pro Person nennt, verschlägt es uns fast die Sprache. Das wären für unsere 4 Personen Gruppe dann 80 Euro für1 Stunde. Entschieden zu hoch - nein danke.
So stapfen wir allein über das weitläufige Gelände. Leider finden wir uns, trotz Reiselektüre, so gar nicht zurecht. Unsere Zahlen im Buch unterscheiden sich mit denen auf dem Gelände. Außerdem ist ein Großteil des Geländes wegen aktueller Ausgrabungen gesperrt.
Der Entdecker von Knossos, Sir Arthur Evens, hat auf einer seiner Reisen in Athen bei einem Antiquitätenhändler Siegelsteine entdeckt. Als Fundort nannte man ihm Kreta. Auf der Insel entdeckte er weitere Siegelsteine, die auf dem Hügel Kephala gefunden wurden. Als Hobby Archäologe und Sohn eines vermögenden Vaters kaufte er dort einen Teil des Geländes und begann im März 1900 mit den Ausgrabungen. Bereits im April entdeckte er Teile von Fresken. Das Besondere: ein 3500 Jahre alter Thron aus Alabaster. Der Thronsaal des Minos und seiner Nachfolger auf dem Palastgelände. Über 1200 Räume legte Evens mit seinen Leuten innerhalb kurzer Zeit frei. Leider hat er viele Säulen und Wände nach seinen eigenen Vorstellungen restauriert und bemalt. Während heute Archäologen alles peinlichst genau wieder in den Originalzustand setzen. Die gefundenen Gegenstände sind über 3500 Jahre alt, von unschätzbarem Wert und befinden sich im Archäologischen Museum in Heraklion.
40 Kilometer von hier am Meer liegt Malia, Touristenhochburg und eine weitere Ausgrabungsstätte. Wir parken außerhalb von Malia und oberhalb einer Badebucht. Das Wasser ist angenehm warm. Doch die kleinen Fische, die an den Füssen knabbern, sind gewöhnungsbedürftig.
Übernachtung in der Bucht. Morgen wollen wir einen Ausflug ins Binnenland, auf die Lassithi Hochebene, unternehmen.


   |   Tages KM: 46   |   GPS Nord: 35°17'44   |   GPS Ost: 25°29'19

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Samstag, 11.9, Heraklion

Bereits um 6.30 Uhr verlassen wir die Fähre Richtung Innenstadt. Peter hat einen sehr zentralen Parkplatz unweit der Museen, Altstadt und Hafen ausfindig gemacht. Als die Dame von der Parkplatzaufsicht gegen 8 Uhr erscheint, weist sie uns auf Plätze unweit des Eingangs ein. Wir müssen jeweils 2 Tickets lösen, dürfen dann aber bis zum nächsten Morgen 8 Uhr hier stehen. 10 Euro pro Mobil erscheinen uns nicht zu viel.
Bereits um 9 Uhr befinden wir uns im Archäologischen Museum. Die Ausstellung erstreckt sich über 27 Säle und zeigt archäologische Funde von der neolithischen bis zur römischen Zeit 6 Jt. bis 3 Jh. vor Chr. Weltbekannt ist dieses Museum von Heraklion jedoch besonders für die Meisterwerke minoischer Kunst. Nach so viel Anschauen haben wir uns eine Kaffeepause redlich verdient.
Am Morosini Brunnen in der Altstadt genießen wir zum Kaffee Bougatsa, eine Spezialität aus Blätterteig. Man kann sie süß oder herzhaft genießen – sehr lecker und preiswert.
Am frühen Nachmittag gönnen wir unseren Füßen im Mobil eine Pause. Eine höhere Hauswand beschattet unsere Mobile, es ist drinnen angenehm kühl. Gegen 16 Uhr gehen wir nochmals los, besichtigen einige Kirchen, Plätze, Brunnen, schlendern durch Altstadtgassen. Heute kochen wir nicht, doch die griechische Grillplatte hat uns nicht wirklich überzeugt.
Fluglärm über uns, dröhnende Bässe von aufgemotzten PKW auf den Straßen, Stimmengewirr von nächtlichen Spaziergängern. Doch gegen 1 Uhr morgens schlafen auch diese Geräusche ein.


   |   Tages KM: 2   |   GPS Nord: 35°20'12   |   GPS Ost: 25°08'12

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Freitag, 10.9. Patras - Piräus

Zum ersten Mal nutzen wir das Frühstücksangebot im Restaurant und sind über das vielfältige Angebot und den Preis angenehm überrascht. Bislang haben wir immer das SB Restaurant genutzt, das dortige Kantinenessen war wesentlich teurer, Getränke im Pappbecher und immer mit Gedrängel am Tresen.
Unsere Fähre hat Verspätung und es ist bereits 14 Uhr, als wir on tour sind. Über 200 km sind es bis zum Fährhafen Piräus. Wenn möglich, wollen wir auf dem Festland noch einen Supermarkt anfahren. Trotz Autobahn bleibt keine Zeit, wir kommen erst um 18 Uhr im Hafen an. Für die Autobahnmaut stoppen wir an 5 Stationen und werden knapp 30 Euro los. Es herrscht viel Unklarheit beim Einschiffen, doch um 20 Uhr dürfen wir endlich auf die Fähre.
Wir sind angenehm überrascht, Zimmer, Ausstattung der Einrichtungen sind vom Feinsten – alles neu. Pünktlich 21 Uhr legt unsere Fähre Festos Palace ab. Morgen heißt es zeitig aufstehen: bereits um 6 Uhr sollen wir uns an den Mobilen zwecks Ausschiffung einfinden.


   |   Tages KM: 225   |   GPS Nord: 37°56'44   |   GPS Ost: 22°38'11

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Donnerstag, 9.9. Fano - Ascona

Überpünktlich sind wir im Hafen. Die Formalitäten im Hafen sind dieses Mal schnell erledigt. Um 13 Uhr können wir auf die Fähre fahren, am nächsten Tag sollen wir gegen 12 Uhr in Patras ankommen. Wir haben Camping „all inclusive“ bei Minoan gebucht. D.h, das wir in einer Kabine schlafen und in den Restaurants 30% Rabatt auf den Verzehr erhalten. Die Zeit bis zu den Mahlzeiten vertreiben wir uns mit Ausruhen, Karten spielen und vom Sonnendeck aufs blaue Meer schauen.
Um 23 Uhr sagen wir uns gute Nacht. Die Fähre Europa Palace wiegt uns sanft in den Schlaf – von unruhiger See ist nichts zu spüren.


   |   Tages KM: 64   |   GPS Nord: 43°37'02   |   GPS Ost: 13°30'22

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Mittwoch, 8.9. San Pietro Terme - Fano

Büroarbeiten am frühen Morgen, Bilder bearbeiten und Reisebericht der letzten 10 Tage benötigen Zeit. Um 10.30 Uhr starten wir. Für die 150 km bis zum heutigen Stellplatz in Fano benötigen wir knappe 2 Stunden. Uns bleibt viel Zeit zum Relaxen. Am Spätnachmittag bummeln wir durch die schönen Altstadtgassen und gönnen uns ein leckeres Eis.
Morgen Mittag müssen wir in Ancona sein, 3 Stunden vor dem Auslaufen der Fähre. Der Stellplatz in Fano ist sehr gut besucht
Heute endlich erhielten wir per E-Mail unsere Bestätigung der Fähre nach Kreta. Abfahrt Piräus am 10.9. um21 Uhr, Rückfahrt Heraklion 31.10.


   |   Tages KM: 147   |   GPS Nord: 43°50'45   |   GPS Ost: 13°00'37

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Dienstag, 7.9. Zürich - Castel San Pietro Terme

Zeitig verlassen wir gemeinsam um 7.30 Uhr den Übernachtungsplatz, bereits seit 7 Uhr treffen die ersten PKW ein – ein nochmaliges aufwändiges Ausparken der Mobile „nein danke“!
Über die A3 verlassen wir Zürich Richtung St. Gotthard. Das Reisewetter ist perfekt und schneebedeckte Gipfel lassen grüßen. Wir nehmen den über 16 km langen Tunnel durch den Gotthard. Jedes Mal ist uns nicht wohl. Was ist, wenn auf der einen Spur je Richtung sich ein Unfall oder Panne ereignen sollte? Das passiert dann einem Kleinbusfahrer im nächsten weniger langen Tunnel. Weiterfahrt ist durch den starken Gegenverkehr verhindert. Die ersten genervten Fahrer hupen. Ein beherzter LKW Fahrer vor uns sperrt kurzerhand die Gegenfahrbahn und mit uns können etliche Fahrzeuge das Pannenfahrzeug passieren. Als wir nach kurzer Zeit den Tunnel verlassen und erleichtert aufatmen, sehen wir, dass der Gegenverkehr nun durch eine Ampel zum Halten gebracht wurde. In der „Haut des Pannenfahrers“ möchte ich in so einer Situation nicht stecken wollen.
Kurz vor Bolonga sorgt ein weiterer Stau für Zeitverzögerung. Beim Näherkommen sehen wir Qualm. Der Anhänger eines LKW hat Feuer gefangen und man ist dabei das Feuer zu löschen.
Endlich, nach 8 Stunden, ist unser Stellplatz in Castel San Pietro Terme erreicht. Einen Kaffee haben wir uns allemal verdient. Bei einem längeren Spaziergang zur Terme und in die sehr schöne Altstadt vertreten wir uns die Beine. Überall in der Stadt hat man Bühnen aufgebaut. Vom 28.8. bis zum 3.10. werden dort abends Musikveranstaltungen stattfinden. Auf unserem Stellplatz steht ein großes Zelt. In diesem werden an Tischen traditionelle Speisen der Region angeboten. Davon machen die vielen Einheimischen und auch wir Gebrauch. Wir lassen uns Polenta und Nudeln mit schmackhaften Soßen servieren. Bier und Wasser rinnen durch unsere durstigen Kehlen und sorgen für eine bald lustige Stimmung an unserem Tisch. Wir beobachten die Einheimischen und stellen so unsere Überlegungen an. Nachdem Teller und Gläser leer sind, machen wir uns auf den kurzen Heimweg. Der Lärm der Musikveranstaltung und Motorengeräusche der fortfahrenden PKW stören uns nicht beim Einschlafen, wir alle sind „rechtschaffen müde“.


   |   Tages KM: 541   |   GPS Nord: 44°23'50"   |   GPS Ost: 11°35'32"

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26.8. - 6.9. Glinde - Zürich

Wie immer erledigen wir auf den Anfahrten zu unseren Reisen einige anstehende Termine. Dieses Mal ist es die eBike Werkstatt im Schwarzwald. Leider ist es wie beim Arzt, wenn man die Symptome vorführen will, dann sind sie nicht da. So fahren wir unverrichteter Dinge weiter nach Zürich.
Besuche bei unseren Kindern und eine neue Erfahrung: Am Mythenquai Zürichsee dürfen Reisemobile über Nacht nicht mehr parken (Hinweis der Polizei). Dabei war es so schön fußläufig in die Stadt und Besuch bei unserer Tochter. Bei der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten anderer Mobilsten lesen wir den Tipp Sukkulenten Park, auch Innenstadtnah.
Doch zunächst begleiten wir unsere Enkel zu den Schweizer Segelmeisterschaften am Bieler See in Neuenstadt. Peter steht mit dem Reisemobil auf einem Stellplatz. Etwa 3 Kilometer entfernt von Neuenburg am Neuenburger See. Ich übernachte dort mit dem jüngeren Enkel in einem Hotel. Die Kinder der Segelgruppen unter 12 Jahre werden noch von den Eltern begleitet, die Älteren von „Segeleltern“ in Gemeinschaftsunterkünften. Die Eltern unserer Enkel waren verhindert.
Peter und ich nutzen ausgiebig die Touristenkarte von Neuenburg. U.a. waren wir in 3 Museen, wobei mir das Naturkundemuseum am besten gefallen hat. In dem könnte ich glattweg einen ganzen Tag verbringen, sehr informativ und außerordentlich gut präsentiert. Eine Schiffstour über den Neuenburger See zeigt uns die umliegenden Orte aus einer anderen Perspektive.
Eine längere Radtour führt uns am Verbindungsfluss entlang zum Bieler See zu den Segelmeisterschaften. Leider herrscht an den wichtigsten Austragungstagen null Wind, schade. So konnten die 140 angereisten Optimisten Segler ihr Können nicht recht unter Beweis stellen.
Sonntagmittag ist die Veranstaltung beendet, Peter und ich fahren mit reichlich Reiseverkehr nach Zürich zurück. Zeitgleich sind unsere Freunde Redine und Jann Habbo mit ihrem Mobil am Zürichsee eingetroffen. Bei schönstem Sommerwetter scheint ganz Zürich hier am See unterwegs zu sein, kein freies Plätzchen auf den Liegewiesen am See und in den Parks. Am späten Abend parken wir um, übernachten in den Mobilen recht ruhig am Sukkulenten Park.
Doch bereits am Morgen werden die nun leeren Parkplätze schnell besetzt, 4 Stunden mit Parkschein erlaubt. Gemeinsam wollen wir unseren Freunden die Stadt zeigen, die Männer nehmen die Räder. Gegen Mittag wollen sie unseren Stellplatz um weitere 4 Stunden erweitern. In der Hoffnung, dass keine Ordnungshüter unseren Schwindel bemerken. Ab 20 Uhr ist parken frei.
Peter und ich sind um 18 Uhr mit unseren Kindern und Enkeln in Küsnacht verabredet, etwa 10 Kilometer von hier entfernt. Doch oh Schreck, unser Mobil ist von beiden Seiten eng zugeparkt. Mit viel Geschick und etlichen Malen vor und zurück erledigen die Männer zentimeterweise das Ausparken. Mir war nicht wohl bei dieser Veranstaltung. Alles gut, wir stürzen uns in den Feierabendverkehr. Dass die Stadtväter von Zürich noch keine geeignete Umfahrung der Innenstadt geschaffen haben, können wir nicht begreifen. Im Feierabendverkehr kommen wir (und die anderen Verkehrsteilnehmer auch) nur sehr mühsam voran. Für3 Kilometer benötigen wir 90 Minuten, zu Fuß wären wir bedeutend schneller. Am Abend kommen Peter und ich mit dem Mobil zum Sukkulenten Park zurück. Verabreden aber mit den Freunden zeitig vor dem Berufsverkehr am nächsten Morgen aufzubrechen. So schön diese Stadt ist, hier wohnen möchte ich nicht!!!


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