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Canada - 2000-1

Besuch bei Freunden

West-Ontario (ein Reisebericht von Monika u. Peter Ambos)

Über die Ausstellung Freizeit Reisen im Februar in Hamburg holen wir uns Informationen über Reisemobilreisen in Canada. Wir entscheiden uns für den Anbieter CANUSA. Hier sollen 14 Tage in der Vorsaison in einem Reisemobil 6,50 m Länge mit Alkoven incl.
Flug nach Toronto DM 995.—pro Pers. kosten.

Trotzdem entschließen wir uns (natürlich nur gegen Aufpreis) für ein größeres mit Panoramascheibe, denn wir wollen viel von der angepriesenen Landschaft sehen. Der Couchman ist 10 m lang...


Sonnabend, 13. Mai

Wir starten um 14.45 Uhr Flug ab Hamburg nach Frankfurt. Der Inlandsflug verläuft gut, wir haben sommerliche Temperaturen und können weit sehen. In Frankfurt startet unsere LHMaschine mit 1 Stunde Verspätung Richtung Toronto, trotzdem will der Flugkapitän nur mit 15 Min. Verspätung in Toronto landen. Wir haben einen Fensterplatz gebucht, die Flugdauer soll 8 Stunden betragen. Zeitumstellung sind 7 Stunden. Die Sitzabstände sind gering, leider nichts für „Langbeine“. Wir bekommen Mittagessen und diverse Getränke. Damit uns die Zeit schneller vergeht zeigt man uns zwei Spielfilme. Die Tonqualität ist sehr schlecht, da die Nebengeräusche sehr laut sind. Schon im Flugzeug füllen wir die Einreiseformulare aus, damit es bei der Passkontrolle schneller geht. Bei entscheidenden Fragen ist uns das Flugpersonal behilflich. Mit dem Wohnort in Canada haben wir Probleme, denn wir wollen ja eine Rundreise machen, so geben wir den Reisemobilvermieter an. Das Flugzeug hat wirklich nur 15 Min. Verspätung, die Zoll- und Passabfertigung ist schnell erledigt und am Ausgang warten schon unsere canadischen Freunde. Wir haben sie über 10 Jahre nicht gesehen, aber wir erkennen uns auf Anhieb. Zum Reisepaket gehört eine Übernachtung im „Delta-Airporthotel“, der Reisemobilvermieter will uns dort am nächsten morgen abholen. Bis Bolton, wo die Reisemobile stehen, sind es mit dem Auto 20 Minuten. Mit unseren Freunden sitzen wir noch auf ein Bier zusammen, es gibt so viel auszutauschen. So 2 Stunden halten wir es aus, dann werden wir müde, immerhin sind wir seit 21 Stunden auf den Beinen, nach deutscher Zeitrechnung ist es jetzt 4 Uhr morgens. Wir verabreden uns für den nächsten Tag. Unser Freund will mit uns nach Bolton fahren, vielleicht mietet er sich ein Mobil für 1 Woche, denn nach seiner 60.Geburtstagsfeier am 22. Mai haben er und seine Frau eine Woche Urlaub.

Sonntag, 14. Mai

Schon gegen 7.00 Uhr können wir nicht mehr schlafen, ist es die Zeitumstellung? Gegen 8.00Uhr sind wir im Hotelrestaurant zum Frühstück. Es ist unser 1. Urlaub in Canada und wir haben so gar keine Ahnung aus was das Frühstück hier besteht. Wir nehmen das Frühstückbüfett. Es besteht aus Müsli, Joghurt, Milch, Früchten, Rührei und „armen Rittern“. Es gibt weder Brötchen, Toast, Marmelade oder Butter. Ist dies das typische canadische Frühstück? Wir zahlen umgerechnet DM 28.00. Im Hotelkiosk kaufen wir uns noch eine Straßenkarte von West-Ontario. Danach rufen wir den Vermieter in Bolton an, in einer Stunde will er uns am Hotel abholen. Auch unser Freund will in 20 Min. bei uns sein. Wir sind schon etwas überrascht, als uns ein Taxi abholt, aber das scheint wohl die preiswerteste Lösung zu sein. Die Formalitäten und deutschsprachige Einweisung mit dem Reisemobil nehmen 2 Stunden in Anspruch. Der Tank ist bereits voll, es passen 250 Liter hinein und der Durchschnittsverbrauch soll bei 40 l pro100 km liegen. Benzinpreis ca. DM 1.18. Wir schaffen unser Gepäck ins Mobil und starten mit dem Cochman. Die Straßen sind breit und es ist heute am Sonntag verhältnismäßig wenig Verkehr. Die großen Supermärkte vor der Stadt haben alle auch am Sonntag geöffnet. Unser Freund Merwyn begleitet uns zum Großeinkauf, denn es befindet sich außer einer Grundausstattung an Geschirr, Bettwäsche und Handtüchern nichts im Auto. Kein Salz- und Pfefferstreuer, weder Spüli noch Toilettenpapier. So werden wir auf die Schnelle mal eben $ 100 los. Es gibt nur Großmengen, kleinste Zuckermenge 2 kg, mit unserem voll gepackten Einkaufswagen kommen wir uns vor wie eine Großfamilie. Auf dem riesigen Parkplatz (wir hatten auf den Supermarktplätzen nie Parkprobleme) verabschieden wir uns von Merwyn. Am 22. Mai wollen wir wieder auf seiner Geburtstagsfeier in Toronto sein. Wir starten Richtung Norden, die Wege sind gut ausgeschildert. Unterwegs kehren wir in eines dieser Fastfood Lokale ein und essen einen Hamburger. Im nahen kleinen Supermarkt kaufen wir die restlichen fehlenden Artikel ein, die Bezahlung mit der Kreditkarte erspart den Umgang mit der uns noch unbekannten Währung. Gegen 16.00 Uhr erreichen wir in Höhe von Sauble Falls am Lake Huron einen Campingplatz. Dieser liegt in einem der vielen Nationalparks. Die meisten Besucher hier haben einen Dauerplatz, man sieht es an den Gartenanlagen. Zu jedem Stellplatz gehören hölzerne Tische und Bänke. Als wir es uns draußen mit einem Kaffee gemütlich machen wollen, fängt es an zu regnen. Das Wetter ist recht kühl, dabei hatte man vor 2 Wochen in Toronto schon sommerliche Temperaturen, so um die 27°C. Die Sommer in Ontario sind sehr hieß und die Winter sehr kalt. Frühling und Herbst gibt es nur für eine kurze Zeit, es geht gleich in den Sommer bzw. Winter über. Wir beschäftigen uns mit dem Einräumen. Schränke gibt es reichlich, nur mit dem Geschirr hat man gespart. Erkenntnis: Nach dieser Reise wusste ich, dass man auch mit wenig Geschirr auskommen kann. Wir haben nur die Minimalausstattung für 2 Personen. Es gibt keinen Besen zum Säubern, wie sollen wir da den Dreck wegschaffen? Am späten Nachmittag wandern wir zu den Sauble Falls und laufen bis ans Meer. Unterwegs kommen wir an wunderschönen Picknickplätzen unter Ahornbäumen vorbei. Jeder Platz hat eine eigene Feuerstelle. Abends essen wir nur einen Salat und fallen todmüde ins Bett. Wir können sehr schlecht einschlafen, denn es ist sehr kalt und unsere Bettdecken sind sehr dünn. (sie bestehen nur aus Bettlaken und Wolldecke). Wir schalten die Heizung an, doch das Gebläse lässt nur kalte Luft ausströmen. Sicherlich haben wir etwas falsch gemacht. Peter macht den Test, Warmwasserbereitung (Hieter) eingeschaltet und endlich kommt warme Luft. Dafür gibt nun der Rauchmelder keine Ruhe, in regelmäßigen Abständen „piept“ er. Was für eine Nacht!!!..

Montag, 15. Mai

Böses Erwachen! Die Batterie ist leer und der eingebaute Generator startet nur mit derselben Batterie. So lassen wir den Motor laufen bis die Batterie soweit geladen ist, dass der Generator anspringt. Wir veranstalten viel Krach, aber scheinbar stört sich hier niemand dran. Nun kann die Wasserpumpe laufen, wir können uns waschen und Wasser für den Kaffee kochen. Der Backofen heizt zu stark und die aufgebackenen Brötchen werden dunkelbraun. 8.30 Uhr Weiterfahrt, wir wollen uns Wiarton ansehen. Kleine Stadt mit ein paar schönen Häuserfassaden. Beim Cape Croker am Georgion Bay soll es ein Indianer Reservat geben, doch leider finden wir es nicht. Die Indianer am Cape Croker wohnen in Holzhäusern und betreiben dort einen Campingplatz, der aber keine historischen Einrichtungen hat. So fahren wir eine Querverbindung zum Lions‘s Head. Unterwegs schöne Ausblicke auf Georgien Bay mit Sandstrand und kleinem Hafen. In der Ferne sehen wir an der Küste die Kletterfelsen. Der Ort wirkt mit seinen nur 500 Einwohnern um die Mittagszeit wie ausgestorben. Jetzt Mitte Mai liegen die Boote noch nicht im Wasser. Wir nutzen die Picknickplätze in Strandnähe und brechen nach einer Pause Richtung Tobermory auf. Von hier fährt im Hafen 2x täglich (morgens und mittags) eine Autofähre nach Manitoulin Island. Wir reservieren für Dienstagvormittag. Heute wollen wir uns noch die Wracks und die Flowerpot-Inseln ansehen. Doch leider gibt es in der Vorsaison nur für Gruppen solche Bootstouren und für heute hat sich keine Gruppe angemeldet. Wir sollen am nächsten Morgen nochmals nachfragen ob sich eine Reisegruppe angemeldet hat. Wir schlendern durch den kleinen malerischen Ort (erinnert ein wenig an Norwegen) und außer Souvenirläden und Restaurants gibt es hier nicht viel zu sehen. Eine nette Verkäuferin (sie spricht auch etwas deutsch) erzählt uns, dass hier im Sommer so an die 15.000 Feriengäste sind. Da wird es eng mit den Parkplätzen, denn Tobermory hat nur 600 Einwohner. Zum Abendessen empfiehlt sie uns das „Grand View“ von dort hat man den besten Blick auf den Sonnenuntergang in dieser Bucht und man bekommt dort den hier angepriesenen „Whitefisch“. Der Campingplatz liegt etwas außerhalb. Abends fahren wir mit dem Auto nach T. Wir werfen noch einen Blick in eine andere Bucht, hier stehen auf den Felsen wunderschöne Holzhäuser. Das erklärt auch die vielen Feriengäste im Sommer. Der Whitefisch mit Gemüse und Kartoffeln im Grand View schmeckt sehr gut und ist mit DM 50.- incl. Getränke für 2 Personen auch gar nicht so teuer. Von unserem Fensterplatz aus ist die Aussicht auf die Georgien Bay mit Inseln und Sonnenuntergang umwerfend. Gegen 21.00 Uhr fahren wir zum Campingplatz zurück, auch in dieser Nacht Probleme mit der Heizung...

Dienstag, 16.Mai

Wir stehen früh auf, denn wir haben kein Frühstücksbrot mehr. Schon um 8.00 Uhr stehen wir in T. bei einem Kaufmann im Laden. Hmm, frische Brötchen, wir schaffen uns gleich einen kleinen Vorrat an. Wir besorgen auch Schaufel und Besen für unsere Fahrzeugreinigung, denn das Fahrzeug können wir nur über die „Wohnzimmertür“ betreten und hinter dieser liegt dicke, hellblaue Auslegware. Mit unserer Gratistelefonkarte (Zugabe des Reisemobilvermieters) rufen wir diesen auch gleich an. Wir beschweren uns über die nicht funktionierende Heizung. Der meint trocken: Wir sollen zwecks Reparatur zurückkommen. Das ist uns entschieden zu weit. Wir einigen uns, dass wir 2 dicke Decken auf Kosten des Vermieters kaufen. Schlechte Nachricht! Heute fährt kein Ausflugsboot. Das Wetter ist zu schlecht (heute morgen hat es ein wenig geregnet.) und es sind keine Touristen für die Boote da. Wir machen uns auf Deckensuche und treffen im Ort 4 andere deutsche Touristen mit Reisemobil. Auch sie haben vor die Wracks und Flowerpot-Inseln zu besichtigen. Es gelingt uns gemeinsam ein kleines Motorboot zu chartern. Pro Pers. $ 14, Start um 11.00 Uhr. In der Zwischenzeit ziehen wir uns warm an. Rasant, so um die 50 km/h sausen wir über das Wasser, das Schlauchboot hebt ab. Wir fahren zu den Wracks und zu den Inseln. Nach 1 Stunde kommen wir recht durchgefroren zurück. Wir bezahlen unser Fährticket ($ 144) und haben bis zur Abfahrt noch 1 Stunde Zeit. Im Hafen essen wir im Schnellrestaurant White Fisch. Die Fähre kommt pünktlich nach 1 ¾ Std. Fahrzeit auf Manitoulin an. Wir fahren zuerst Richtung Osten nach Manitowaning. Das Museum hat leider geschlossen. Im Reservat Wikwernikong ist auch nichts los, das Indianer- Festival ist erst in der 1.Augustwoche. Enttäuscht fahren wir jetzt Richtung Westen über diese größte Binneninsel nach Mindemoya, über West Bay nach Kagawong. Auf einem Campingplatz am Wasser sind wir ganz allein, die anderen Camper kommen wohl erst am Wochenende. Preis für die Übernachtung $ 21..

Mittwoch, 17. Mai

Wir wachen auf mit Nebel. Die Duschen haben wir für uns allein und die sind sehr komfortabel. Der Platzwart schenkt uns selbstgefangenen, tiefgekühlten Fisch. Auf unserer Weiterfahrt wollen wir uns Kagawong ansehen. Kagawong liegt in der Mudge Bay (Matsch Bucht) und hat noch viele alte Häuser. Oberhalb von K. liegt ein Wasserfall, wir haben schon größere gesehen. Es setzt Regen ein, als wir den Ort Little Current auf Manitoulin Island über die Drehbrücke verlassen. Gegen Mittag sind wir in Espanola, hier decken wir uns in einem der großen Supermärkte mit Lebensmittel ein. Wir sind überrascht über die Vielfalt an frischem Obst und Gemüse. Unsere Weiterfahrt soll nun Richtung Osten gehen, aber wir überlegen es uns dann doch anders und starten zu einer Westtour Richtung Lake Superior, dem größten Binnensee der Welt. Diese Strecke soll landschaftlich sehr schön sein. (lt. unserem Reiseführer) Wir haben 700 Mehrkilometer für diese Rundreise errechnet. Unterwegs müssen wir tanken, es passen 212 l in den Tank. Peter wird von dem Tankwart mit Handschlag und „have a great Tour“ verabschiedet. So etwas ist uns in Deutschland noch nie passiert. Es beginnt eine landschaftlich schöne Strecke, teilweise mit Blick auf den Lake North Channel. Gegen Abend sind wir in Sault Ste. Marie. Ein Teil der Stadt gehört zu Canada, der andere zu USA. Hier befinden sich die letzten der insgesamt 16 Schleusensysteme des St. Lawrence Seaway, der die großen Seen mit dem 3000 km entfernten Atlantik verbindet. Durch eine Kanalbrücke sind die 2 Länder voneinander getrennt. Inzwischen ist das Wetter besser geworden, so wollen wir uns die Schleusen zwischen North Channel und Superior ansehen. Hier sehen wir zum 1. Mal die Canadagänse ganz aus der Nähe. Der Campingplatz ist 8 km außerhalb der Stadt, Komfortplatz mit blitzsauberen Duschen für $ 24 die Nacht. Wir kochen und essen draußen, doch die Mücken vertreiben uns bald ins Mobil. Nachts ist es nicht mehr ganz so kalt.

Donnerstag, 18. Mai

Heute wollen wir auf der 17 nach Wawa, (Wawa - indianischer Name für Wildgans) und uns eine alte Goldgräbermine ansehen. Unterwegs endlich einige Geschäfte mit Souvenirs von Indianern. Wir kaufen auch einen Glücksbringer fürs Mobil, ein Glück, dass überall unsere Kreditkarte akzeptiert wird (zu Hause kommt dann das böse Erwachen). Mir fällt auf, dass links und rechts der Straße verhältnismäßig wenig Müll liegt, immerhin fahren wir den meistbefahrenen Highway Canadas, die 17. Beim Superior Prov. Park finden wir die Felszeichnungen von den Indianern, obwohl der Park noch geschlossen ist. Überhaupt ist hier alles nicht sonderlich gut ausgeschildert. Wahrscheinlich kommen die meisten Touristen nur der Landschaft und des Angelns wegen. Die landschaftlich schönste Strecke sind die 80 km im Prov. Superior Park. Viele Seen, Felsen, Wälder und alles wirkt unberührt. In Wawa erfahren wir, dass keine Besichtigungen der Goldmine in der Vorsaison für uns möglich sind –wieder nur für Gruppen- Die Dame im Infocenter ist sehr um uns bemüht und verweist auf eine andere geöffnete Mine ca. 330 km nordöstlich in Timmins. Wir machen uns auf den Weg, wollen aber vorher noch die „Potholes“ an unserer Strecke besichtigen. Auch hier ist die Ausschilderung mangelhaft, aber es lohnt ein Abstecher. „Potholes“ sind riesige durch Schmelz- und Gebirgsbäche ausgehöhlte Steine. Unterwegs an unserer Strecke sehen wir eine Elchkuh, etwas weiter einen Braunbären. Wieder planen wir die Tour um. Mit Besichtigung der Mine sind es ca. 1000 km Umweg, zu weit um am Sonntag 17.00 Uhr in Toronto zu sein. Wir fahren die 129 Richtung Süden, sehen zwar keine „wilden“ Tiere, dafür aber viele einsame Seen. Einen Campingplatz finden wir erst gegen 21.00 Uhr. Heute Vollmond und sternenklare Nacht.

Freitag, 19. Mai

Morgens Rundgang über den Platz bis zum Fluss. Hier gibt es spezielle Säuberungsplätze für gefangene Fische. Das Wasser im Fluss ist sehr sauber. Wir fahren wieder Richtung Espanola bis Sudbury. Vorher müssen wir wieder volltanken, der letzte Inhalt reichte für 800 km. In Sudbury finden wir das Centrum nicht und beschließen erst einmal außerhalb bei den Supermärkten unsere Vorräte aufzufüllen. Außerdem gibt es hier noch ein Einkaufszentrum und wir erstehen eine warme Bettdecke. Als wir aus dem Kaufhaus kommen ist es auf einmal sehr warm, sollten wir die Bettdecke umsonst gekauft haben? Wir fahren die 17 in östlicher Richtung nach North Bay und machen an einem kleinen See eine Pause, bis uns die Mücken vertreiben. Wir folgen unterwegs dem Hinweis: Tipii-cafe und denken an ein Indianercafe im Zelt. Leider ist es ein gewöhnliches Café, somit wieder Selbstversorgung. Nach North Bay nehmen wir die 11 südlich, heute wollen wir rechtzeitig einen Campingplatz anfahren. In unserem Reiseführer ist einer am Eagle-Lake in Mikisew Park eingezeichnet. Doch wie sich nach Fragen herausstellt, öffnet dieser erst Mitte Juni. Man hilft uns aber weiter, indem man für uns telefoniert. Wir fahren 7 km weiter zur Pocono Lodge, hier gibt es einen kleinen Campingplatz direkt am See. Wunderschön, wenn nur nicht diese Mückenplage wäre. Wir erkunden trotzdem das Gebiet. Heute koche ich.

Sonnabend, 20.Mai

Endlich ist uns nachts warm, der Deckenkauf hat sich gelohnt. Gegen 9.00 Uhr verlassen wir den Platz. Der Weg aus dem Park erscheint uns endlos. Südlich stoßen wir auf HW 124, den fahren wir westlich bis Parry Sound. Hier gehen wir erst in das Hill Touwer Museum, man hat hier aus der Geschichte vor 100 und mehr Jahren einiges zusammengetragen. Danach steigen wir auf den Turm (30 m hoch). Von hier hat man einen weiten Blick auf die Inseln und das Binnenland (Wälder u. Seen) Wieder haben wir kein Glück, die Ausflugsschiffe fahren erst ab dem 1.6., so entschließen wir uns für einen Rundflug mit dem Wassertaxi. 25 Minuten für $ 50 p. Pers.. Der Flug mit 2 anderen Deutschen ist unbeschreiblich schön. Man sieht über das ganze Gebiet der 30.tausend Inseln und fast auf jeder Insel stehen Häuser, die nur mit einem Boot zu erreichen sind. Weil das Wetter so gut ist, können wir alles phantastisch sehen. Leider ist der Flug viel zu schnell vorbei. Wir fahren weiter bis Midland. Kurz vor M. gibt es ein Jesuiten-Museum – St. Marie. In der Zeit von 1639 –1649 bestand hier eine Art Festung. Man wollte den christlichen Glauben den Indianern vermitteln. Doch mit den Europäern kamen auch die noch nicht bekannten Krankheiten: wie Masern, Windpocken und Grippe. Viele Indianer starben. Man hat sogar aus dem 1200 km entfernten Quebeck Haustiere auf den Birkenrinden-Kanus herbeigeschafft. Welch eine Mühe! Es kam zu Streitigkeiten zwischen Europäern und Indianern und die Jesuiten zogen sich nach Quebeck zurück. Vorher brannten sie ihr Dorf noch selbst nieder. Erst 1964 hat man bei Ausgrabungen vieles wiederentdeckt. Und weil die Jesuiten so gute Aufzeichnungen hatten, konnte man alles nachvollziehen. Jetzt ist hier ein sehr eindrucksvolles Museum entstanden. Würde man der engl. Sprache mächtiger sein, so könnte man hier sehr viel Zeit verbringen. Die jetzigen „Bewohner“ laufen in Bekleidung aus der Zeit vor 300 Jahren herum. Nicht weit von hier steht die Kirche Martyrs‘ Shreine, in dieser Kirche wurden 2 Märtyrer von St. Marie begraben. Für die gläubigen Canadier ist dieses ein Wallfahrtsort, denn hier liegt für sie die Wiege des Christentums und der Zivilisation. In Midland, nur wenige Kilometer entfernt, fallen uns die schönen, mit bunten Gemälden bemalten Häuserfassaden auf. Ein Fred Lanz hat sie nach und nach gemalt. Wir parken am Hafen und schlendern die Hauptstraße rauf und runter. Im Ort haben wir einen Hinweis zum Campingplatz gesehen. Als wir ankommen, finden wir die Rezeption nicht auf Anhieb. Der Platz ist ungewöhnlich voll, viele Camper. Montag ist Victoria-Day- Feiertag- in Canada. Unsere Stellplatznachbarn sind auch Deutsche, sie haben das Reisemobil vom gleichen Vermieter wie wir. Wir tauschen Reisetipps aus, als es draußen zu kalt wird verschwinden wir in den Mobilen.

Sonntag, 21. Mai

Die deutschen Nachbarn geben uns noch Tipps für unsere Weiterreise. Am Platz entsorgen wir noch Abwasser. Nicht weit vom Campingplatz befindet sich ein Huronen-Ouendaten Dorf. Die Außenstelle ist ein altes Indianer Dorf. Innen befinden sich alte Gegenstände wie: Handwerkszeug, Küchengegenstände und Kleidung. Wir fahren weiter zum Hafen von Penetanuishene, das alte Schiff mit Fort im Hafen soll sehenswert sein. Doch auch hier öffnet man erst im Juni. Weiterfahrt bis Wasaga Beach, dem im Reiseführer als schönsten Strand West-Ontarios angepriesen. Die Straße dorthin ist unendlich verstopft. Junge Leute wollen in ihren Autos promenieren und fahren die Straße nur so zum Spaß auf und ab umgesehen zu werden. Der Strand ist; trotz der Sonne im Mai; ohne Windschutz sehr ungemütlich. Am HW 27 mach wir eine längere Pause und entdecken, als wir die Sitzpolster für Gartenliegen zweckentfremden, noch eine weitere Wolldecke unter dem Sitz! Von hier benötigen wir 1 ½ Std. bis Toronto. Pünktlich um 17.00 Uhr kommen wir am Treffpunkt an, wir haben ihn fast auf Anhieb gefunden. Merwyn ist sehr froh, dass wir zu seiner Geburtstagsfeier kommen, man sieht es ihm förmlich an. Wir sitzen mit seinem Bruder Oswin und seiner can. Frau an einem Tisch, so erfahren wir viel über Gäste und Begebenheiten der letzten 25 Jahre. Unser Freund hat zu tun, denn er muß sich noch um seine anderen 120 Gäste kümmern. Um Mitternacht singen wir ihm ein deutsches Geburtstagslied, und ich bedaure es noch heute, dass wir so zurückhaltend zu seinen anderen Gästen waren. Als Übernachtungsplatz bietet sich Oswins Farm 30 km östlich von Toronto an.

Montag, 22. Mai

Oswin hat eine wunderschöne „Farm“. Das sehen wir am nächsten Morgen, als wir um 9.oo Uhr aufstehen. Farm ist stark untertrieben. Wir sehen uns nach dem Frühstück seinen Park an. Mit 2 Fischteichen, Swimmingpool und Wiesen soweit das Auge reicht, würde man in Deutschland viel Geld dafür bezahlen. Als er 1987 das Anwesen mit Gebäude für wenig Geld kaufte, war es weit heruntergekommen. Bei unserer Weiterfahrt müssen wir tanken und fahren dann über den HW 115 + 35, HW 28, 62 + 127 zum Lake Peter. Die ersten Mückenschwärme tauchen auf. Am Nachmittag erreichen wir unser Ziel den Algonquin Nationalpark. Im Holzfäller-Museum macht man uns darauf aufmerksam, dass wir für die Durchfahrt einen Passierschein benötigen. Man ist bereit ihn uns für einen Tag auszustellen. Es sind hohe Strafen bei Kontrolle ohne Passierschein fällig. Wieder einmal ist es für Touristen nicht ausreichend erklärt. Das Museum über das Leben und Arbeiten der Holzfäller zu früheren Zeiten ist interessant. Wir gehen noch um den Bibersee, leider sehen wir keine. Der 2. Rundweg geht zu einer Aussicht. Um 18.30 Uhr erreichen wir den Campingplatz „Lake of tow Rivern“. Wir bekommen einen Stellplatz am See. Während ich für uns koche, sammelt Peter Holz fürs Lagerfeuer. Unsere netten Nachbarn geben uns bereitwillig etwas von ihrem Holz ab, so kokeln wir noch bis 23.00 Uhr.

Dienstag, 23. Mai

Vor dem Start füttern wir noch die zutraulichen Streifenhörnchen vom Campingplatz, sie fressen uns aus der Hand. Dann versuchen wir aus den Telefonzellen am Campingplatz nach Deutschland zu telefonieren. Nach mehreren Anläufen klappt es endlich, man hat vergessen uns für unsere Telefonkarte aus Deutschland zusätzlich die Vorwahlnummer aus Canada mitzuteilen. Für das Infogespräch benötigen wir durch die Weiterschaltung und „bitte warten“ DM 15.00. In der Telefonzelle lernen wir die „Blackfieles“, die schwarzen Fliegen, kennen und wissen jetzt warum so viele hier Kopfbedeckung mit Schleier tragen. Wir machen noch einen Spaziergang um den Pock-Lake, dann verlassen wir den Nationalpark. In diesem Park gibt es nur eine Durchgangsstraße für Autos, besser ist es mit dem Kanu (1500 Kilometer Wasserwege) oder zu Fuß die Gegend zu erkunden. Unser nächster Anlaufspunkt ist Huntsville, eine kleine Stadt vielen „Schnick-Schnack-Läden“. In dem einen erklärt uns die Verkäuferin den Weg zum Pionier-Museum, da dieser wieder einmal nicht ausgeschildert ist. Alleine hätten wir den Weg nie gefunden. Obwohl es noch nicht geöffnet hat, dürfen wir uns die Museumsausstellung und das Freilichtmuseum -–ohne Eintritt ansehen. In eines der Häuser dürfen wir einen Blick werfen, es ist im Stil der Jahrhundertwende eingerichtet. Schade, dass wir alle anderen nur von außen betrachten können. Niedlich sind auch die „Grounddogs“, ähnlich wie unsere Murmeltiere, die unter dem einen Gebäude zum Spielen hervorkommen. In Gravenhurst gibt es die Wegum, ein historisches Dampfschiff. Für eine Fahrt müssen wir bis zum 27.5. warten. Auch andere schöne, alte Schiffe warten auf Touristen, aber noch ist nicht Saison!!! Wir wollen jetzt zu den Niagara-Fällen. Die Autobahn Richtung Toronto ist landschaftlich eintönig, erst um 20.00 Uhr kommen wir bei den Fällen an. Die Beschreibung zum Campinglatz lesen wir 3x, wir verlieren mindestens 1 Stunde mit dem Suchen, da wir ihn nicht finden. Dafür sehen wir die farblich angestrahlten Fälle bei Nacht. Endlich, ein Taxifahrer weist uns den Weg, wir waren schon einmal ganz in der Nähe.

Mittwoch, 24. Mai

Heute 13.00Uhr wollen wir uns mit unseren can. Freunden am Campingplatz treffen, so haben wir den ganzen Vormittag für die Niagara Fälle Zeit. Gegen 9.00 Uhr nehmen wir ein Taxi, da der Shuttelbus erstmals um 9.45 Uhr fährt. Angekommen, kaufen wir Tickets für das Boot „the Maid of the Mist“. Und legen mit dem ersten Boot um 9.45 Uhr ab. Wir erhalten alle blaue Regencaps und fahren nah an die Fälle heran. Peter und ich haben oben auf dem Deck einen Relingplatz. Nach 25 Min. ist die Fahrt beendet und ca. 400 Personen (überwiegend Japaner) strömen von Bord. Wir wollen noch den Weg hinter den Wasserfällen laufen. Dieser bietet an verschiedenen Stellen von hinten Aussicht auf die Fälle. Danach gehen wir in die „Downtown“. Hier ist es ähnlich wie auf der Reeperbahn – ein Vergnügungslokal und eine Freßbude neben der anderen. Bei Tageslicht weniger schön. Zu Fuß treten wir um 12.15 Uhr den Rückweg über die Riverstreet an. Laut Campingplatzaussage 35 Minuten.. Wir benötigen über 1 Stunde. Am Campingplatz erwarten uns schon unsere Freunde. Zusammen fahren wir zum nicht weit entfernten Fort Georges. Besichtigung mit deutscher Erklärung. Danach statten wir Niagara on the Lake einen Besuch ab, schöne Stadt im Häusern im viktorianischen Stil. Als es anfängt heftig zu regnen, suchen wir ein Café auf. Den Kaffee serviert man in Gläsern und der bestellte Kuchen kommt erst nachdem wir den Kaffee schon getrunken haben –canadische Sitte? Nächster Anlaufspunkt ist St. Jakobs. In der Gegend um St. Jakobs haben sich Anfang des letzten Jahrhunderts viele deutsche Einwanderer niedergelassen, unter anderem auch die Menoiten. Menoiten leben in christlicher Gemeinschaft und lehnen alles was die technische Entwicklung gebracht hat ab. Sie leben überwiegend von der Landwirtschaft haben keinen Strom, keine Traktoren und benutzen noch heute zum Einkaufen die Pferdekutsche. Die Kleidung ist überwiegend dunkel und die Frauen tragen lange Röcke. Die Strecke über die Autobahn zieht sich und erst um 20.00 Uhr sind wir in St. Jakobs. Im Reiseführer wird ein nettes Restaurant erwähnt und es scheint auch das einzige zu sein was um diese Zeit noch geöffnet hat. Das Menü kostet einschließlich Suppe, Salat und 2 Hauptspeisen $ 13.95 pro Person. Wir können wählen zwischen Hähnchen, Truthahnbraten, Würstchen oder Spaerripps. Nach einer Stunde sind wir so satt, das wir uns nicht mehr bewegen wollen. Nun wird es Zeit für unsere Freunde ein Zimmer und für uns einen Campingplatz zu suchen. Das Zimmer ist schnell gefunden, für $100 die Nacht –ganz schön happig. Den Campingplatz außerhalb finden wir nicht, so entschließen wir uns vor dem Farmermarket (hier parkt schon ein Reisemobil) zu übernachten. Durch die Straße ist dieser Übernachtungsplatz sehr laut. Schon früh am Morgen füllt sich der Parkplatz auf dem wir stehen, der Farmer Markt öffnet um 8.00 Uhr.

Donnerstag, 25 Mai

Durch den Trubel sind wir schon früh auf den Beinen und durchstreifen den großen Farmer Markt. Unsere Freunde wollen erst um 9.00 Uhr eintreffen. Es gibt Tierauktionen, Möbel, Bekleidung, Lebensmittel, frische Produkte wie Gemüse und Obst. Außer vielen Touristen sehen wir auch Menoiten mit ihren Kutschen. Danach machen wir einen Streifzug durch die Geschäfte von St. Jakobs. Man bietet so ziemlich alles an was Touristen wünschen. Gegen Mittag müssen unsere Freunde wieder nach Toronto (von hier über die Autobahn sind es ca. 2 Std.) die Geschäfte rufen. So fahren wir mit unserem Mobil allein über kleine Orte wie Heidelberg, Bamberg und über Umwege nach Doon Heritage. Hier ist ein Museum mit Häusern aus der Zeit von 1815-1860. Studenten in Originalkleidung erklären uns die Häuser mit ihren Einrichtungsgegenständen. Weiterfahrt nach Kitchener um 16.00 Uhr. Wir sind total enttäuscht, diese kleine Stadt wirkt schmutzig und unansehnlich. Nur während der Oktoberfest- Feiertage herrscht hier „großes Treiben“, das soll hier ähnlich wie in München aufgezogen sein. Von hier sind es 2 Stunden Fahrzeit bis zum letzten Campingplatz vor Bolton. Morgen müssen wir am Vormittag unser Reisemobil wieder abgeben. Bedingung: Der Tank darf leer sein! Am Abend verheizen wir noch unser letztes Holz.

Freitag, 26. Mai

Beim Reisemobilvermieter erstattet man uns aufgrund unserer Mängel $ 50 und die Auslagen für die warme Bettdecke. Gegen Mittag treffen wir uns mit unserem Freund am Delta-Airport- Hotel. Das Wetter ist gut und bis zu seinem Haus, einem Vorort von Toronto, brauchen wir mit dem Auto 20 Minuten. Der Nachmittag geht mit Essen und Klönen dahin. Er wohnt mit seiner Familie seit 15 Jahren in diesem Bungalow. Die Häuser hier sind alle mit Klimaanlage ausgestattet. Die Gärten aber sehen eher dürftig aus, nur Rasen. Das hängt vielleicht mit den Jahreszeiten, den kalten Wintern und den heißen Sommern zusammen. Unser Freund arbeitet als Immobilienmakler und meint, dass in Canada die Häuser nur so lange stehen bis die Hypothek bezahlt ist, das sind in der Regel 25 Jahre. Am frühen Abend verlassen wir den Vorort für eine Stadtbesichtigung von Toronto mit dem Auto. Chinatown, die old und new City Hall und das Bankenviertel mit den Hochhäusern stehen auf dem Plan. Es gibt auch eine unterirdische Einkaufsstraße über einige Kilometer, dass ist in den Wintermonaten besonders praktisch. In Chinatown essen wir in einem Chinarestaurant, leider nicht so vorzüglich wie in Deutschland. Abends übernachten wir bei unseren Freunden.

Sonnabend, 27. Mai

Unser letzter Tag in Canada. Frischer Brotgeruch weckt uns. Die jüngste Tochter hat noch am Abend die Brotbackmaschine vorbereitet. Wir frühstücken nach typisch kanadischer Art mit: Rühreiern, Speck, Weißbrot, Marmelade und Butter. Heute wollen Peter und ich alleine Toronto erkunden, denn wir haben eine andere Vorstellung von dem was man sich unbedingt in Toronto ansehen sollte. Mit unserem Reiseführer und einem Stadtplan ausgerüstet sind wir mit S-Bahn und U-Bahn in 45 Min. in der Innenstadt. Toronto gilt als eine der sichersten Städte. Da wir eine Tageskarte haben, können wir beliebig oft die Verkehrsmittel wechseln. Zuerst sehen wir uns das Geschäft von „Hornest Ed“, ein Geschäft nur mit Billigartikeln an. Das Geschäftsviertel um dieses Geschäft wurde von ihm komplett saniert. Queenspark mit dem Regierungsgebäude laufen wir zu Fuß ab, danach ist Kensinton Rd. mit Chinatown dran. Uns gefallen besonders die kleinen Geschäfte mit ihren interessanten Auslagen. Dieses Viertel wird von Chinesen bevölkert, sie leben und arbeiten hier. Sogar die Ärzte sind überwiegend Chinesen. Heute am Sonnabend sind viele unterwegs um ihre Einkäufe zu erledigen. Unvergesslich ist eine Fahrt auf den höchsten Fernsehturm der Welt, auf den CN-Tower. Er ist 553 Meter hoch. Der Fahrstuhl fährt die Außenmauer hoch und durch ein Fenster kann man schon so den Ausblick und Runterblick genießen. Oben angekommen ist der Ausblick bei schönem Wetter umwerfend. Ganz Mutige können über eine Glasplattform schreiten, den Blick frei in die Tiefe. Durch das Bankenviertel, heute ganz verlassen, gehen wir zur nächsten U-Bahn-Haltestelle. Am Endhaltepunkt wartet unser Freund, wie verabredet, mit dem Auto schon auf uns. Bella hat inzwischen für uns gekocht. Auf dem Weg zum Flughafen besuchen wir noch eine befreundete Familie. Doch bald heißt es Abschied nehmen, unser Flugzeug startet pünktlich um 21.20 Uhr. Wir haben auf dem Rückflug den Mittelgang gebucht, doch es erweist sich als eng und störend, weil trotz 6 Stunden Nachtflug sehr viel Betrieb ist. Der Anschlussflug in Frankfurt 12.10 Uhr verläuft ohne Probleme. In Hamburg werden wir schon von unserer Tochter erwartet. Es gibt viel zu berichten. Fazit: Wer an Freilichtmuseen und anderen Außenveranstaltungen interessiert ist, der bucht besser seine Reise ab Juni. Die Canadier sind freundlich und hilfsbereit. Das Wetter im Mai ist wechselhaft wie bei uns in Deutschland. Die Natur herrlich unberührt. Gesamt Reisestrecke mit dem Mobil 3500 km.

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